Die Filme in Saasen

Samstag, 23. Januar 2016 - 18:00

Spielort: 

La Buena Vida

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Die Wayúu sind eine indigene Gemeinschaft , die in den Wäldern Nordkolumbiens lebt. Ihr Dorf Tamaquito ist bedroht, da sich der Kohletagebau in der nahegelegenen Mine von „El Cerrejón“ immer weiter ausbreitet. Die dort entstandene Mondlandschaft hat bereits ein Ausmaß von 700 Quadratkilometern angenommen und versorgt viele europäische Länder mit preiswerter Steinkohle, um ihnen ein „besseres Leben“ zu ermöglichen. Bevor die Wayúu durch den Kohleabbau bedroht wurden, lebten sie von ihrem Land, das ihnen alles gab, was sie brauchten. Geht es nach den mächtigen Rohstoff konzernen Glencore, Anglo American und BHP Billiton, sollten die Wayúu schnellstmöglich umgesiedelt werden. Mit den Verhandlungen um den zukünft igen Lebensraum der Wayúu beginnt ein Kampf um deren Existenz, bei dem sich die Dorfgemeinschaft nicht so einfach geschlagen geben will. Der Film „La Buena Vida“ stellt die Frage nach dem „guten Leben“ und zeigt exemplarisch die Folgen unseres stetig steigenden Energiehungers in anderen Regionen der Welt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

97

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

SAA 23.01. 18:00 | GI 26.01. 18:00 | Gast: Jens Schanze (Regie) | MR 26.01. 20:30 | Gast: Jens Schanze (Regie)
Samstag, 23. Januar 2016 - 20:30

Spielort: 

The Great Invisible

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Am 20. April 2010 explodierte die Deepwater Horizon Öl-Plattform im Golf von Mexiko. Eine der schwersten Umweltkatastrophen dieser Art in der Geschichte war die Folge. Über 780 Millionen Liter Erdöl gelangten ins Meer mit verheerenden Folgen für Mensch und Natur. Elf Mitarbeiter der Plattform kamen bei der Explosion ums Leben, weitere wurden verletzt. Der Film dokumentiert die Auswirkungen der Katastrophe auf das Ökosystem und zeigt die Veränderungen für den Alltag der lokalen Bevölkerung und für die in der Fischereiwirtschaft Arbeitenden auf. Anhand von Interviews mit ehemaligen Mitarbeitern beleuchtet der Film den Alltag auf einer Bohrplattform und benennt die potentiellen Ursachen der Katastrophe. Die Filmemacher*innen dringen bei ihrer Recherche bis in die zentralen Strukturen der Öl-Industrie vor und lassen dabei wichtige Entscheidungsträger*innen zu Wort kommen. Die lokalen Arbeiter*innen sehen sich letztlich vor die Wahl gestellt: mit dem Fischfang fortzufahren unter dem Risiko, noch weiter in Armut zu geraten, oder auf die Seite der Öl-Industrie zu wechseln, die auch nach dem Unfall noch Arbeitsplätze anbietet.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

93

Regie: 

Sprache: 

  • Englisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

SAA 23.01. 20:30 | GI 24.01. 18:00 |  MR 24.01. 20:30 | Gast: Greenpeace Marburg
Sonntag, 24. Januar 2016 - 18:00

Spielort: 

Landraub

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Landwirtschaftlich nutzbare Flächen werden weltweit immer knapper und kostbarer. Spätestens seit der Finanzkrise 2008 haben global agierende Investoren genau deshalb die Äcker der Welt als attraktives Geschäftsfeld entdeckt. Ihr „Land Grabbing“ sichert ihnen den Zugriff auf eine der wichtigsten Ressourcen und zerstört dabei die Lebensgrundlagen zahlreicher Kleinbäuer*innen weltweit. Das Filmteam hat zwei Jahre lang die Welt bereist, um Facetten und Folgen dieses modernen Raubzugs mit eindrucksvollen Bildern zu dokumentieren. Sie haben Investor*innen und Opfer besucht und zeigen anhand von Beispielen aus Kambodscha, Äthiopien, Sierra Leone und Rumänien, wie indigene Völker und einzelne Bäuer*innen vertrieben werden, um Nahrung nicht für die Region, sondern für die Märkte der wohlhabenden Länder zu produzieren. Aber der Widerstand gegen den Landraub wird zunehmend stärker und lauter.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

91

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

WB 24.01. 11:00 | SAA 24.01. 18:00 | GI 27.01. 18:00  | Gast: Gertrud Falk (FIAN) | MR 27.01. 20:30 | Gast: Gertrud Falk (FIAN) | GL 3.02. 19:30

Vorfilm: 

Wahllos

Im Supermarkt. Ein Mann steht vor der Qual der Wahl. Eine Metapherunserer Konsumgesellschaft, der Pluralisierung und Demokratie?

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

3

Regie: 

Sprache: 

  • Stummfilm

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

SAA 24.01. 18:00 & 20:30 | GI  27.01. 20:30 | MR 30.01. 18:0
Sonntag, 24. Januar 2016 - 20:30

Spielort: 

10 Milliarden

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Es wird prognostiziert, dass die Weltbevölkerung bis 2050 auf zehn Milliarden Menschen anwachsen wird. Wie werden all diese Menschen in Zukunft ernährt? Der Film zeigt: So wie bisher kann es nicht weitergehen. Die hemmungslose Ausbeutung unserer Ressourcen in der Massenproduktion zerstört unsere eigentliche Ernährungsgrundlage. Doch bislang behaupten Befürworter*innen der Agrarindustrie, dass die Massenproduktion der industriellen Landwirtschaft die einzige Lösung sei. Stimmt das? Oder sind Kleinbäuer*innen und ökologische Methoden vielmehr dazu geeignet, den Bedarf der Weltbevölkerung nachhaltig zu decken? An diesen Fragen entlang präsentiert „10 Milliarden” reale Lösungsansätze zur zukunftsfähigen Ernährungssicherung. Regisseur Valentin Thurn spricht mit Vertreter*innen aus den verschiedenen Lagern der industriellen und der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, trifft Biobäuer*innen und Nahrungsmittelspekulant*innen, besucht Laborgärten und Fleischfabriken.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

107

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

 WZ 24.01. 11:00 | SAA 24.01. 20:30 HEU 25.01. 20:00 | GI 30.01. 18:00

Vorfilm: 

Wahllos

Im Supermarkt. Ein Mann steht vor der Qual der Wahl. Eine Metapherunserer Konsumgesellschaft, der Pluralisierung und Demokratie?

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

3

Regie: 

Sprache: 

  • Stummfilm

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

SAA 24.01. 18:00 & 20:30 | GI  27.01. 20:30 | MR 30.01. 18:0
Montag, 25. Januar 2016 - 20:30

Spielort: 

Zu Gast: 

Jörg Bergstedt (Autor und Aktivist)

The Yes Men - Jetzt wird's persönlich

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Sie sind Ikonen der Protestbewegung in den USA: Die berüchtigten Aktivisten The Yes Men (Mike Bonanno und Andy Bichlbaum) inszenieren seit 15 Jahren unterhaltsame, aber vor allem provokative Aktionen. Sie stellen Konzerne, Lobbygruppen oder Regierungen bloß, um aufzurütteln und aufzudecken. In schicken Secondhand-Anzügen und mit wenig Schamgefühl schleusen sie sich in Business-Events und Regierungsfunktionen ein, um auf die negativen Folgen der Globalisierung und der „Geiz-ist-geil“-Kultur hinzuweisen. Mittlerweile sind sie über 40 und die Midlife-Crisis droht ihrem Aktivismus ein Ende zu setzen, obwohl sie gerade dabei sind, die größte Herausforderung ihres Lebens vorzubereiten: den Klimawandel zu stoppen. „The Yes Men – Jetzt wird’s persönlich“ ist mehr als nur eine unterhaltsame Dokumentation ihrer letzten Interventionen. Der Film zeigt, wer die Menschen hinter den Aktionen sind und vermittelt die hoffnungsvolle Botschaft, dass Veränderungen möglich sind, wenn man für sie kämpft.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

91

Regie: 

Sprache: 

  • Englisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

SAA 25.01. 20:30| GI 31.01. 18:00
Freitag, 29. Januar 2016 - 18:00

Spielort: 

Krieg der Patente

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Erstmals beschäftigt sich ein Dokumentarfilm anschaulich mit dem hochaktuellen Themenkomplex der Patente. Im Wettkampf um die globale Marktherrschaft werden Patente längst als strategische Waffen eingesetzt. Technologiekonzerne wie Apple oder Google geben jedes Jahr mehr Geld für Patente aus, als sie in die Entwicklung neuer Produkte investieren. Wer profitiert vom aktuellen Patentrecht und wer trägt die sozialen Konsequenzen? Der Film widmet sich der Suche nach Antworten auf diese Fragen und macht dabei deutlich, welch enorme Brisanz das Thema besitzt: Elementare Menschenrechte, wie das Recht auf Gesundheit und Ernährungssouveränität in Ländern des globalen Südens, stehen auf dem Spiel. Kreativ, eindrücklich und gut nachvollziehbar nähert sich der Dokumentarfilm dem Thema des geistigen Eigentums und der Bedeutung von Patenten in der globalisierten Wirtschaft .

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

81

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

WZ 26.01. 19:00 | Gast: Hannah Leonie Prinzler (Regie) | GI 27.01. 20:30 | Gast: Hannah Leonie Prinzler (Regie) |  SAA 29.01. 18:00 
Freitag, 29. Januar 2016 - 20:30

Spielort: 

Flowers of Freedom

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Täglich donnern riesige LKWs durch das kirgisische Dorf Barskoon mit einer gefährlichen Fracht: Zyanid, eine hochgiftige Chemikalie, mit der in der nahe gelegenen Kumtor-Mine Gold abgebaut wird. Als 1998 ein mit Zyanid beladener LKW in den Fluss des Dorfes stürzt, erkranken Hunderte von Dorfbewohner*innen. Sieben Jahre später beginnt eine Gruppe von mutigen Frauen ihren Kampf für die Rechte der Opfer. Sie gründen eine kleine Umweltorganisation und blockieren die Zufahrt zur Mine. Nachdem im Frühjahr 2010 eine Revolution das Regime in Kirgisien stürzt, finden die ersten demokratischen Wahlen statt und eine Aktivistin schafft den Sprung ins Parlament. Dort führt sie ihren zähen Kampf gegen die Goldmine als Politikerin weiter. Einfühlsam und humorvoll porträtiert der Film Leben und Überleben in einem kirgisischen Dorf. Zudem zeigt er die Folgen des globalen Kampfs um Rohstoffe aus der Perspektive mutiger Frauen in Zentralasien. Ein Film über Frauen, Freundschaft und Widerstand gegen Umweltzerstörung

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

91

Regie: 

Sprache: 

  • Kirgisisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 23.01. 18:00|MR 23.01. 20:30|SAA 29.01. 20:30
Samstag, 30. Januar 2016 - 18:00

Spielort: 

Fremd

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Es ist ein langer Weg von Mali nach Europa: Grenzen überschreiten, Schleuser zahlen, sich vor der Polizei verbergen... Miriam Fassbender hat die zweieinhalb Jahre dauernde Odyssee von Mohamed von Mali bis vor die Tore Europas verfolgt. Wenn sie nicht mitreisen konnte, gab die Regisseurin ihm die Kamera, so dass er selbst seine Geschichte dokumentieren konnte. Auf diese Weise werden Flüchtende als Individuen wahrnehmbar und bekommen die Möglichkeit, für sich selbst zu sprechen. Sie, die in unseren Medien meist nur als anonyme Masse auft auchen, vor der es sich zu schützen gilt. Der Film sucht die Beweggründe für diese Flucht und gewährt Einblick in die Lebensumstände und den zermürbenden Alltag von Migrant*innen auf ihrem Weg vom subsaharischen Afrika über Algerien und Marokko nach Europa. Er zeigt ihr Leben, das geprägt ist von Hetze und Hoffnung, Flucht und Stillstand. Der gefährliche Weg in ein anderes Land ist kein Mythos, sondern die Realität von Tausenden von Menschen in Afrika, in Asien, in Amerika.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

92

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 29.01. 18:00 | Miriam Faßbender (Regie) | SAA 30.01. 18:00

Vorfilm: 

How to Stop a Deportation – I Ain’t Getting on No Plane!

„Don’t fasten your seatbelt“, „Stand up and refuse to sit down“, „Talk to the captain“ – dies sind die besonderen Verhaltensregeln für den Flug, beidem niemand abgeschoben wird...

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

15

Regie: 

Sprache: 

  • deutsch / Original mit deutschen Untertiteln

Spielzeiten: 

MR 22.01. 19:30 | SAA 30.01. 18:00 &  31.01. 18:00 | GI31.01. 18:00
Samstag, 30. Januar 2016 - 20:30

Spielort: 

Die Unsichtbaren

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Die Ankunft in Deutschland gleicht nicht wirklich einem Willkommen: Wer sich in Brandenburg als Asylbewerber*in zu erkennen gibt, kommt zunächst in die Zentrale Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt. Ein unwirklicher Ort in der absoluten Peripherie. Innerhalb von drei Monaten werden hier bereits die entscheidenden Stationen des Asylverfahrens durchlaufen. Das Leben im Heim ist geprägt von Langeweile und Ungewissheit – und trotzdem gibt es auch hier einen Alltag, ein unbestimmtes Gefühl von provisorischer Heimat. Der Film begleitet vier Asylsuchende auf dem Weg durch den behördlichen Prozess, dem Erfassen, Prüfen und Entscheiden: Ein seltener Einblick in die „Blackbox Asylrecht“. Die Hoffnung auf einen Neuanfang in Deutschland steht dabei im krassen Gegensatz zur Realität der bürokratischen Entscheidungsfindung. Brandaktuell gelingt es dem Film, sensibel und authentisch die Situation von Geflüchteten in Deutschland nachzuzeichnen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

78

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 29.01. 18:00 | Gast: Fritz Rickert (Hessischen Flüchtlingsrat) | SAA 30.01. 20:30
Sonntag, 31. Januar 2016 - 18:00

Spielort: 

Zu Gast: 

Ute und Andreas Strauß (Nachbar*innen der wichtigsten Genversuchsanlage)

Aufstieg und Fall einer Patentlösung

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In vielen prägnanten Zitaten, Interviews, Bildern und Filmsequenzen wird nachgezeichnet, wie Parteien, Landesregierung, Universitäten, große internationale Firmen und dubiose Kleinstfirmen in Mecklenburg-Vorpommern ein Eldorado der Agro-Gentechnik aufbauten. Doch aus der vermutet widerstandslosen Region wurde ein bemerkenswertes Symbol für die Kraft des Widerstandes, in dem sich kreative Aktivist*innen, Umweltschützer*innen und Anwohner*innen gegen die scheinbare Übermacht verbündeten. Spektakuläre Bilder von Feldbesetzungen, O-Töne von Ohrenzeug*innen der nächtlichen Feldbefreiungen und Dokumente aus dem Inneren der Gentechnik- Seilschaften machen den Film zu einem umfassenden Rückblick auf fast zehn Jahre Aufstieg und Fall der Agro-Gentechnik. Am Ende siegte, zumindest in Deutschland und vorläufig, der Widerstand – ein nicht alltägliches Ergebnis... Wie es dazu kam, zeigt der Film von Jörg Bergstedt aus der Projektwerkstatt Saasen, die selbst Teil der deutschlandweiten Proteste gegen Gentechnik ist.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

102

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 28.01. 18:00|SAA 31.01. 18:00|GL 04.02 19:30

Vorfilm: 

How to Stop a Deportation – I Ain’t Getting on No Plane!

„Don’t fasten your seatbelt“, „Stand up and refuse to sit down“, „Talk to the captain“ – dies sind die besonderen Verhaltensregeln für den Flug, beidem niemand abgeschoben wird...

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

15

Regie: 

Sprache: 

  • deutsch / Original mit deutschen Untertiteln

Spielzeiten: 

MR 22.01. 19:30 | SAA 30.01. 18:00 &  31.01. 18:00 | GI31.01. 18:00