Die Filme in Niederwetter

06.02.2018 - 19:00

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YULAS WELT – SOMETHING BETTER TO COME

Dänemark, Polen, 2014 | Hanna Polak | 98 Min. | OmdtU

Yula wünscht sich nichts mehr, als ein Leben zu leben wie alle anderen. Ihre Realität ist allerdings trist. Sie lebt mit ihrer Mutter in der eigentlich verbotenen Zone von Svalka, der größten Müllhalde Europas, nur 20 km vom Kreml entfernt. Dort versucht sie, inmitten von Dreck und Müll zu überleben, aber gleichzeitig auch ein ganz normaler Teenager zu sein. Zwischen Abfall und gepanschtem Alkohol erlebt sie die erste Liebe mit all ihren Folgen. Gleichzeitig kümmert sie sich um ihre Mutter und verliert dabei nie das Ziel aus den Augen, Svalka irgendwann verlassen zu können. Während all dem fasziniert Yula durch ihre Unbeschwertheit und ihren Lebensmut, die sie trotz allem nie verliert. Hanna Polak hat Yula 14 Jahre lang mit der Kamera begleitet. Sie erzählt ihre unvorstellbare Geschichte mit packender Unmittelbarkeit und voller Feingefühl. Dabei ist ein universeller Film über das Erwachsenwerden entstanden, der von Hoffnung, Mut und Lebensfreude inmitten schwierigster Umstände erzählt.

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07.02.2018 - 19:00

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TODSCHICK

Deutschland, 2016 | I. Altemeier, R. Hornung | 52 Min | Deutsch

Seit vielen Jahren versprechen uns die Modefirmen saubere und faire Produktionsbedingungen. Bei der Textilproduktion in den Billiglohnländern werden bis heute aber noch nicht einmal grundlegende Menschenrechte eingehalten. ArbeiterInnen sterben für die Mode, ob bei Feuern oder dem Einsturz kompletter Gebäude wie bei der Rana Plaza Katastrophe, wo über 1.200 Menschen umkamen. Können Selbstverpflichtungen der Unternehmen diese Misere beenden oder müssen weltweit wirksame Gesetze her? Einen Schritt in Richtung Wahrung von Menschenrechten hat Frankreich als Vorreiter unternommen, indem es ein Gesetz erlassen hat, das Unternehmen finanziell haftbar macht, wenn sie gegen Menschenrechte entlang der Produktionsketten verstoßen. Das Filmteam begleitet die Rechtsanwältin Marie Laur Guislan nach Bangladesch bei der Beweisaufnahme im Fall des französischen Konzerns AUCHAN, denn in den Trümmern des Rana Plaza Gebäudes wurden auch Markenzeichen von AUCHAN gefunden. Gefilmt wird dabei in maroden Fabriken in denen auch H&M und KIK produzieren lassen, zu Wort kommen Arbeiter*innen und Fabrikbesitzer*innen.

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08.02.2018 - 19:00

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THE END OF MEAT

Deutschland 2017 | Marc Pierschel | 95 Min | Deutsch

Filmemacher Marc Pierschel wagt mit seinem Film den Blick in eine mögliche Zukunft ohne Fleisch und antizipiert deren Auswirkungen auf die Umwelt, Tiere und uns selbst. Dabei begegnet er Esther, einem ganz besonderen Hausschwein, welches das Leben von zwei Kanadiern komplett auf den Kopf stellt, spricht mit den Pionier*innen der veganen Bewegung in Deutschland, besucht die erste vegetarische Stadt in Indien, begegnet geretteten »Nutztieren« in Freiheit und trifft auf Wissenschaftler*innen, die die Herstellung tierfreien Fleisches erforschen, das neben der veganen/vegetarischen Er- nährungsweise zusätzlich zu einer wesentlichen Veränderung des 600 Milliarden schweren, globalen Fleischmarkts beitragen soll. Der Film zeigt Auswirkungen des Fleischkonsums, untersucht die vielschichtigen Vorteile einer pflanzlichen Ernährungsweise und wirft kritische Fragen über eine zeitgemäße Tierethik und die zukünftige Rolle der Tiere in unserer Gesellschaft auf. Wie lässt sich die entscheidende Wende im Mensch-Tier-Verhältnis gesamtgesellschaftlich erreichen?

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