Die Filme in Bad Nauheim

30.01.2018 - 19:30

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KONZERNE ALS RETTER

Deutschland 2017 | Caroline Nokel | 90 Min | OmdtU

Erklärtes Ziel der UN ist es, bis 2030 Armut und Hunger weltweit zu beenden. Um das zu erreichen, setzt die staatliche Entwicklungshilfe zunehmend auf die Privatwirtschaft. Der Einsatz unternehmerischen Know-hows kreiere eine Win-win-Situation für alle Beteiligten, so die Befürworter*innen. Kritiker*innen halten dagegen, dass das Einbeziehen von Konzernen in die Entwicklungshilfe eine Außenwirtschaftsförderung sei und nicht den Hungernden zugute komme. Die Dokumentation analysiert die politischen Hintergründe öffentlich-privater Partnerschaften in der Entwicklungshilfe. Sie beleuchtet sieben unterschiedliche Modelle der Zusammenarbeit im Ernährungs- und Landwirtschaftssektor in Kenia, Sambia und Tansania. Dabei wird der Missbrauch staatlicher Entwicklungsgelder durch die Industrie aufgezeigt und der Grundkonflikt zwischen industrieller und kleinbäuerlicher Landwirtschaft deutlich. Ist eine Zusammenarbeit von Privatwirtschaft und Staat in der Entwicklungshilfe überhaupt auf eine Art möglich, dass die lokale Bevölkerung tatsächlich von ihr profitiert?

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AlexisPassadakis(AttacFrankfurta.M)
01.02.2018 - 19:30

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DEAD DONKEYS FEAR NO HYENAS – GRÜNES GOLD

Deutschland 2017 | Joakim Demmer | 80 Min | OmdtU

Ein dokumentarischer Thriller über die rücksichtslosen Methoden des Landraubs. Ackerland gilt global als das neue »Grüne Gold«. Und einer der profitabelsten Hotspots in diesem Business ist Äthiopien. Der Film begleitet einen äthiopischen Umweltjournalisten und zeigt Landgrabbing als eine moderne Form der Kolonisierung, bei der sich ausländische Investoren ohne jeden Nutzen für die lokale Bevölkerung große Ackerflächen aneignen. Auf Exporterlöse hoffend überlässt die äthiopische Regierung Millionen Hektar von angeblich ungenutztem Land den Investoren. Versprochen werden dabei Wohlstand und Entwicklung. In der Realität aber bleiben Bäuer*innen zurück, die von dem Land, auf dem sie seit Generationen lebten, mit Gewalt vertrieben wurden. Sie kämpfen verzweifelt um den Erhalt ihres Landes, ihrer Kultur, ihres Lebens. EU, Weltbank und internationale Entwicklungsagenturen tragen zu diesem Desaster mit milliardenschwerer Unterstützung bei.

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Joakim Demmer (Regie)