Wirtschaft und Gesellschaft

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Was passiert mit Europa im Namen der Troika? Hohe Beamt*innen aus den drei Institutionen Internationaler Währungsfonds, Europäische Zentralbank und Europäische Kommission – der sogenannten Troika – agieren ohne parlamentarische Legitimation und Kontrolle. Trotzdem zwingen sie Staaten zu Sparmaßnahmen, die das soziale Gefüge gefährden und tief in das Leben von Millionen Menschen eingreifen. Harald Schumann reist nach Irland, Griechenland, Portugal, Zypern, Brüssel und in die USA und befragt Minister*innen, Ökonom*innen, Anwält*innen, Banker*innen und Betroffene. Die Armen werden ärmer und die Reichen reicher. Ist das Europas Politik? Leidenschaftlich fordert Harald Schumann mehr Transparenz und Verantwortung für ein soziales Europa. Dafür nimmt er seine Zuschauer*innen mit auf eine packende Recherchereise, bei der er dem Ursprung und den Auswirkungen konkreter Entscheidungen der Troika auf den Grund geht.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 26.01. 18:00 | Gast: Fabian Georgi (Universität Marburg)
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Erstmals beschäftigt sich ein Dokumentarfilm anschaulich mit dem hochaktuellen Themenkomplex der Patente. Im Wettkampf um die globale Marktherrschaft werden Patente längst als strategische Waffen eingesetzt. Technologiekonzerne wie Apple oder Google geben jedes Jahr mehr Geld für Patente aus, als sie in die Entwicklung neuer Produkte investieren. Wer profitiert vom aktuellen Patentrecht und wer trägt die sozialen Konsequenzen? Der Film widmet sich der Suche nach Antworten auf diese Fragen und macht dabei deutlich, welch enorme Brisanz das Thema besitzt: Elementare Menschenrechte, wie das Recht auf Gesundheit und Ernährungssouveränität in Ländern des globalen Südens, stehen auf dem Spiel. Kreativ, eindrücklich und gut nachvollziehbar nähert sich der Dokumentarfilm dem Thema des geistigen Eigentums und der Bedeutung von Patenten in der globalisierten Wirtschaft .

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

81

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

WZ 26.01. 19:00 | Gast: Hannah Leonie Prinzler (Regie) | GI 27.01. 20:30 | Gast: Hannah Leonie Prinzler (Regie) |  SAA 29.01. 18:00 
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Im Namen des Volkes urteilen sie nicht. Im Gegenteil: Sie tagen hinter verschlossenenTüren. Sie verurteilen Staaten zu Strafen in Milliardenhöhe. Konzerne verklagen mit ihrer Hilfe Regierungen, wenn sie ihre Geschäft e bedroht sehen. Schiedsgerichte gelten vielen als große Bedrohung in den geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA – den Verträgen der EU mit den USA und Kanada. Doch Schiedsgerichtsverfahren sind bereits heute weltweit in tausenden Verträgen verbindlich verankert. Mit welchen Folgen? Autor Michael Wech geht in dieser Dokumentation konkreten Fällen nach und stellt fest: Von der Öff entlichkeit weitgehend unbemerkt ist rund um die Schiedsgerichtsverfahren eine boomende, private Justizindustrie entstanden. Schiedsgerichte sind längst zu einem Geschäft smodell geworden, bei dem die Konzerne die Gewinner sind – und souveräne Staaten und deren Bürger die Verlierer*innen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

45

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 01.02. 20:30
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Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts – wer sie hat, hat das Geld und damit die Macht. Doch wer kontrolliert diesen Zugriff auf private Daten? Und was bedeutet das für die Gesellschaft ? Regisseur David Bernet öff net die Türen zu einer schier undurchdringlichen Welt. Zum ersten Mal in der Geschichte der EU konnte ein Filmteam so tief ins Innere der EU vordringen und die Entstehung eines Gesetzes filmisch begleiten. Es entsteht eine fesselnde und hoch brisante Geschichte über eine Handvoll Politiker*innen, die versucht, die Gesellschaft in der digitalen Welt vor den Gefahren von Big Data und Massenüberwachung zu schützen. Der Parlamentarier Jan Philipp Albrecht und EU-Kommissarin Viviane Reding versuchen das vermeintlich Unmögliche und stellen sich einem harten politischen Machtapparat, in dem Intrigen, Erfolg und Scheitern nahe beieinander liegen. Zweieinhalb Jahre hat der Regisseur den Gesetzgebungsprozess be- gleitet und zu einem erstaunlichen Dokumentarfi lm verdichtet, der die kom- plexe Mächtearchitektur sowie den Zustand der heutigen Demokratie mit Spannung erlebbar macht.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

100

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

WZ 27.01. 19:00 |  MR 28.01. 20:30 | Gast: N.N. | GI 29.01. 20:30 | Gast: David Bernet (Regie)
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Fünf Jahre ist es her, dass in Spanien die Immobilienblase platzte. Von der einstigen Wohlstandsgesellschaft ist nur noch wenig übrig. Der abstrakte Begriff “Finanzkrise” ist für den größten Teil der spanischen Gesellschaft zur harten Realität geworden. Mit über 200 Zwangsräumungen am Tag und knapp 2 Millionen Haushalten ohne gesichertes Einkommen ist das Existenzminimum für viele Menschen schon lange unterschritten. Auch Lola und ihre Familie sind von der Krise betroffen. Sie und ihr Partner haben ein Haus auf Kredit gekauft und dieses nur teilweise abbezahlen können. Nun sitzen sie auf 240.000 Euro Schulden. Ohne Dach über dem Kopf schließen sie sich mit anderen Betroff enen zusammen und besetzen einen leerstehenden Gebäudekomplex. Mit respektvoller Nähe zeigt der Dokumentarfilm, wie die Aktivist*innen sich mit politischen Aktionen, Flugblättern und Demonstrationen gegen die soziale Kälte der Banken und Politik zur Wehr setzen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

73

Regie: 

Sprache: 

  • Spanisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 25.01. 18:00 | Gast: Amparo Mejías (Regie)
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Agorá war im antiken Griechenland der Versammlungsort für die aktiven Bürger und für das politische, ökonomische und kulturelle Leben. Im modernen Griechenland ist die AGORÁ verkommen zu einem Ort für rein kommerzielle Transaktionen und damit Symbol für die politische Entwicklung, die der Staat Griechenland in den letzten Jahrzehnten durchlief. Im Dokumentarfilm Agorá wird die Eurokrise aus griechischer Sicht über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren porträtiert. Der Regisseur fängt die politischen und sozialen Auswirkungen der Krise in intensiven, teilweise erschütternden Bildern ein und spricht sowohl mit politischen Entscheidungsträger*innen als auch mit direkt Betroffenen der Krise. Avgerópoulos dokumentiert Zustände, von denen man nicht glaubt, dass sie noch in Europa möglich wären: Armut, Obdachlosigkeit und eine stetig steigende Arbeitslosigkeit. Das soziale Gefüge des Landes ist tief erschüttert. Eine griechische Sicht auf die Folgen der Austeritätspolitik.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

117

Regie: 

Sprache: 

  • Griechisch und Englisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 25.01. 18:00 | Gast: Fabian Georgi (Universität Marburg) | GI 25.01. 20:30 | Gast: Fabian Georgi (Universität Marburg)
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