Staudammprojekte

Am Fluss Xingu im brasilianischen Amazonasgebiet entsteht seit 2011 der drittgrößte Staudamm der Welt, der Belo Monte. Er soll Strom für den „wirtschaftlichen Aufstieg Brasiliens” liefern – so die offizielle Version – und den Rohstoffhunger der Welt. Doch es geht auch um ein milliardenschweres Geschäft inklusive massiver Korruption und hoher Profite für die daran Beteiligten. „Das ist eine kriminelle Vereinigung“, sagt der katholische Bischof von Altamira, Erwin Kräutler, und verweist auch auf den aktuellen Skandal um den Ölkonzern „Petrobras“, der Brasilien erschüttert. Auch europäische Konzerne wie Siemens, Andritz oder Norsk Hydro wollen kräftig mitverdienen, indem sie Turbinen bauen oder Bauxit zu Aluminium verhütten. 150 weitere Staudämme sollen im Amazonasgebiet neu gebaut werden. Dafür will man hunderttausende Hektar Urwald roden, Indigene und Flussbauer*innen vertreiben, auch am Fluss Tapajos. Doch die indigene Gruppe der Mundruku leistet dort erbitterten Widerstand, während am Xingu schon Zehntausende zwangsweise umgesiedelt werden.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

95

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 29.1. 20:30 | NW 31.1. 19:00
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