Protest

Staatsoberhäupter, die stur und brutal an ihrer Macht festhalten, sind für viele Länder Afrikas ein großes Problem – und dementsprechend verhasst. Als Senegals Präsident Wade 2011 erneut kandidieren wollte, formierte sich daher breiter Widerstand. Kurz nachdem sich die Bewegung „Y’en a marre“ („Wir haben die Schnauze voll“) gegründet hatte, unter ihnen auch die beiden Rapper Thiat und Kilifeu, begann die Filmemacherin Rama Thiaw, die Ereignisse zu dokumentieren. Über mehrere Jahre begleitete sie Meetings, Kampagnen, Konzerte, Reisen, Verhaftungen, Erschöpfungszustände. Der Film gibt dem Zuschauer Einblicke in die Widersprüche zwischen Musik und Politik, Straße und Staat. Entstanden ist so das mitreißende Porträt einer jugendlichen Protestbewegung, die tatsächlich großen Einfluss auf den Ausgang der Wahl hatte. „The Revolution Won’t be Televised” ist ein Film über die Sehnsucht nach einem Neubeginn in einem Land, in dem der Großteil der Bevölkerung unter 25 ist.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

110

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 23.1. 18:0

Am Fluss Xingu im brasilianischen Amazonasgebiet entsteht seit 2011 der drittgrößte Staudamm der Welt, der Belo Monte. Er soll Strom für den „wirtschaftlichen Aufstieg Brasiliens” liefern – so die offizielle Version – und den Rohstoffhunger der Welt. Doch es geht auch um ein milliardenschweres Geschäft inklusive massiver Korruption und hoher Profite für die daran Beteiligten. „Das ist eine kriminelle Vereinigung“, sagt der katholische Bischof von Altamira, Erwin Kräutler, und verweist auch auf den aktuellen Skandal um den Ölkonzern „Petrobras“, der Brasilien erschüttert. Auch europäische Konzerne wie Siemens, Andritz oder Norsk Hydro wollen kräftig mitverdienen, indem sie Turbinen bauen oder Bauxit zu Aluminium verhütten. 150 weitere Staudämme sollen im Amazonasgebiet neu gebaut werden. Dafür will man hunderttausende Hektar Urwald roden, Indigene und Flussbauer*innen vertreiben, auch am Fluss Tapajos. Doch die indigene Gruppe der Mundruku leistet dort erbitterten Widerstand, während am Xingu schon Zehntausende zwangsweise umgesiedelt werden.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

95

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 29.1. 20:30 | NW 31.1. 19:00

„Boza“ bedeutet „Sieg“ in der westafrikanischen Sprache Bambara. „Boza“ rufen die Migrant*innen aus Ländern der südlichen Sahara, wenn sie es nach Jahren vergeblicher Versuche endlich schaffen, die Grenzen Europas zu überwinden. Der Film des tunesischen Filmemachers Walid Fellah beschreibt die Situation der Migrant*innen, die aus dem subsaharischen Afrika geflüchtet sind und in Marokko mit den Realitäten des Grenzregimes der „Festung Europa” konfrontiert werden. Er stellt auch eine Verbindung zum Kampf der Geflüchteten um Bewegungsfreiheit innerhalb Europas her: Am Beispiel des „March of Freedom” von Straßburg nach Brüssel sehen wir Geflüchtete eindrucksvoll von einer energischen, wütenden und hoffnungsvollen Seite. Diese Szenen geben den Protagonist*innen zusätzlich Kraft. Im Gegensatz zu den meisten Filmen über das Grenzregime, die von Europäer*innen gedreht werden, betont „Boza“ die Perspektive von Geflüchteten und Migrant*innen, die die europäischen Grenzen nicht akzeptieren.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

52

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 23.1. 20:30 | SAA 30.1. 18:00

Trailer : 

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