Moral

Wie können Menschen von der Produktion von Waffen leben, die zum Töten anderer Menschen dienen? Um diese Frage zu beantworten, besucht der Regisseur den schwäbischen Ort Oberndorf, wo gleich mehrere Firmen Waffen produzieren. Er begleitet einen kritisch eingestellten OB-Kandidaten im Wahlkampf und zeichnet ein vielschichtiges Bild der Bevölkerung. Der Politiker benennt das Dilemma: „Die Leute wissen, dass sie täglich eine Todsünde begehen.“ Neben Kritiker*innen kommen auch Beschäftigte von „Heckler & Koch” zu Wort, wo die weltweit von Militärs und Terrorist*innen gleichermaßen geschätzten Sturmgewehre G3 und G36 hergestellt werden. Gerichtsverfahren konnten bisher nichts daran ändern, dass diese auch in Krisengebiete geliefert werden. Jeden Tag verlieren weltweit Menschen durch Waffen aus Oberndorf ihr Leben. Dieser Konsequenz ihres Handelns wollen die meisten der in der Waffenproduktion arbeitenden Menschen aber nicht ins Auge sehen. Sie fühlen sich stattdessen an den Pranger gestellt. Ein Film gegen eine Mauer aus Leugnung und Rationalisierung.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 24.1. 20:30 | WZ 25.1. 19:00 | SAA 31.1. 18:00 | GL 1.2. 19:30
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