Migration

Viele Eritreer*innen befinden sich auf der Flucht vor der Militärdiktatur in ihrem Heimatland in Richtung Israel. Beim Passieren der ägyptischen Sinai-Wüste wurden zwischen 2009 und 2013 Zehntausende von ihnen durch Beduinen-Banden gefangen genommen und in Lager gebracht, wo sie gefoltert und vergewaltigt wurden, um die Familien der Geiseln mit immensen Lösegeldforderungen zu erpressen. Der Film begleitet die eritreische, in Schweden lebende Journalistin Meron Estefanos. Sie versucht in ihrer live übertragenen Radiosendung „Stimmen Eritreas“, telefonisch Kontakt zu den Peinigern und den Geiseln herzustellen und deren Freilassung zu ermöglichen. Um eine seit längerem vermisste junge Frau, deren Lösegeld bereits bezahlt wurde, aufzufinden und eine andere mit ihrem Baby zu befreien, begibt sich die Aktivistin letztlich selbst nach Sinai und zur ägyptisch-israelischen Grenze.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

60

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 26.1. 20:30

Trailer : 

Hunderte Menschen in Zentralamerika verlassen täglich unter lebensbedrohlichen Bedingungen ihre Heimat, um in den USA ein besseres Leben zu suchen. Ihr Weg führt sie auf einer Strecke von mehreren tausend Kilometern durch Mexiko. Der Trip dauert oft mehrere Wochen und gilt als eine der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt. Seit 20 Jahren stehen mexikanische Frauen an den Bahngleisen und versorgen diese Migrant*innen mit Lebensmitteln. Die sogenannten „Patronas“ kochen täglich mehrere hundert Portionen Essen und stehen pünktlich zur Durchfahrt der Züge an den Gleisen, um sich von den hungrigen Menschen das Essen aus den Händen reißen zu lassen. Solch beherzte und kämpferische Frauen hat man lange nicht mehr auf der Leinwand gesehen. Mit Witz, Entschlossenheit und ganzem Körpereinsatz geben sie alles für völlig Unbekannte. Es ist eine besondere Geschichte der Solidarität und der Selbstlosigkeit, die dieser Dokumentarfilm erzählt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

87

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 21.1. 18:00

Trailer : 

Auf der Flucht vor sozialer und politischer Instabilität in ihren Heimatländern wandern viele Lateinamerikaner*innen nach Großbritannien aus. Sie suchen nach Arbeitsmöglichkeiten und einem sicheren Umfeld, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Vor Ort sehen sie sich mit Diskriminierung, Ausbeutung und sozialer „Unsichtbarkeit“ konfrontiert. Sprachbarrieren und die Notwendigkeit, ein Einkommen zu erwirtschaften, um zu überleben, bringen sie in eine schwierige Lage. „Limpiadores“ fängt das Leben dieser Wanderarbeiter*innen ein, die am Rande der Gesellschaft von London in Outsourcing-Unternehmen als Reinigungspersonal arbeiten. Der Regisseur begleitet drei Frauen auf dem Weg zur Arbeit und zeigt sie bei ihren frühen Morgenschichten an den Hochschulen der Stadt. Während sie die Büros und Klassenräume der Universitäten im Dunkeln der Nacht fegen und wischen, berichten sie über ihre Migrationserfahrungen, Desillusionierungen und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

39

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 27.1. 18:00 | GI 28.1. 18:00

Trailer : 

„Money in Minutes“ erzählt von einem wenig beachteten Aspekt der Globalisierung, der internationalen Arbeitsmigration als Profitquelle von Finanzunternehmen, die sich auf den Transfer von Bargeld spezialisiert haben. Die größten unter ihnen sind die US-Firmen Western Union und MoneyGram. Für viele Migrant*innen ist es Alltag: der Transfer von Bargeld in ihre Herkunftsländer, vor allem, um dort Angehörige zu unterstützen. Die Weltbank schätzt die Höhe der Rücküberweisungen von Migrant*innen insgesamt auf jährlich ca. 420 Mrd. Dollar. Diese Rücküberweisungen werden meist über Bargeldtransfer-Unternehmen abgewickelt, da Migrant*innen und ihre Familien häufig über keinen Zugang zu einem Bankkonto verfügen. So bleibt ihnen nur dieser überteuerte Service. Der Film beschreibt Strategien und Logistik einer Industrie, die Migration als ökonomische Ressource nutzt und gleichzeitig deren finanzielle Infrastruktur bildet und nimmt sich dabei auch der Perspektive der Migrant*innen an.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 28.01. 20:30 | Gast: José-Luis Rocha, Soziologe mit Schwerpunkt Migration (Central American University, UCA Managua, Nicaragua)
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In den Bergen der Provinz Yúnnán im Südwesten der Volksrepublik China leben die Menschen größtenteils von Subsistenz-Landwirtschaft. Um dem schwierigen bäuerlichen Leben zu entfliehen, entscheiden sich viele zur Abwanderung in weit entfernte Städte. Sie gehen mit der Hoffnung auf ein besseres Leben und gut bezahlte Arbeit. Der Film beschreibt den Werdegang der jungen Generation, die zwischen dem Leben in ihrer Heimat und der Stadt zerrissen ist. Einfühlsam zeigt “Coming and Going”, wie die Familienmitglieder, vor allem die Kinder, unter der Abwesenheit ihrer Eltern oder Geschwister leiden. Wird der Vater zum neuen Jahr nach Hause zurückkehren, der seit Jahren als Wanderarbeiter in der Stadt ist und nur noch selten Geld und Nachrichten an die Familie schickt? Der Film geht der Frage nach, ob die ländliche Bevölkerung vom Wirtschaftswachstum Chinas tatsächlich profitiert. Was bewegt junge Menschen dazu, Familie und Heimat zu verlassen, um in der Stadt zu arbeiten? Und letztendlich auch: Was macht ein glückliches Leben aus?

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

89

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 27.01. 18:00 | Gast: Tianlin Xu (Regie)
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Die Ankunft in Deutschland gleicht nicht wirklich einem Willkommen: Wer sich in Brandenburg als Asylbewerber*in zu erkennen gibt, kommt zunächst in die Zentrale Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt. Ein unwirklicher Ort in der absoluten Peripherie. Innerhalb von drei Monaten werden hier bereits die entscheidenden Stationen des Asylverfahrens durchlaufen. Das Leben im Heim ist geprägt von Langeweile und Ungewissheit – und trotzdem gibt es auch hier einen Alltag, ein unbestimmtes Gefühl von provisorischer Heimat. Der Film begleitet vier Asylsuchende auf dem Weg durch den behördlichen Prozess, dem Erfassen, Prüfen und Entscheiden: Ein seltener Einblick in die „Blackbox Asylrecht“. Die Hoffnung auf einen Neuanfang in Deutschland steht dabei im krassen Gegensatz zur Realität der bürokratischen Entscheidungsfindung. Brandaktuell gelingt es dem Film, sensibel und authentisch die Situation von Geflüchteten in Deutschland nachzuzeichnen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

78

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 29.01. 18:00 | Gast: Fritz Rickert (Hessischen Flüchtlingsrat) | SAA 30.01. 20:30
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Es ist ein langer Weg von Mali nach Europa: Grenzen überschreiten, Schleuser zahlen, sich vor der Polizei verbergen... Miriam Fassbender hat die zweieinhalb Jahre dauernde Odyssee von Mohamed von Mali bis vor die Tore Europas verfolgt. Wenn sie nicht mitreisen konnte, gab die Regisseurin ihm die Kamera, so dass er selbst seine Geschichte dokumentieren konnte. Auf diese Weise werden Flüchtende als Individuen wahrnehmbar und bekommen die Möglichkeit, für sich selbst zu sprechen. Sie, die in unseren Medien meist nur als anonyme Masse auft auchen, vor der es sich zu schützen gilt. Der Film sucht die Beweggründe für diese Flucht und gewährt Einblick in die Lebensumstände und den zermürbenden Alltag von Migrant*innen auf ihrem Weg vom subsaharischen Afrika über Algerien und Marokko nach Europa. Er zeigt ihr Leben, das geprägt ist von Hetze und Hoffnung, Flucht und Stillstand. Der gefährliche Weg in ein anderes Land ist kein Mythos, sondern die Realität von Tausenden von Menschen in Afrika, in Asien, in Amerika.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

92

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 29.01. 18:00 | Miriam Faßbender (Regie) | SAA 30.01. 18:00
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Von Mailand nach Stockholm mit fünf aus Syrien Geflohenen. Kein leichtes Unternehmen. Auf verschiedenen Wegen haben sie es aus ihrem vom Bürgerkrieg zerstörten Land bis nach Italien geschafft, aber Schweden, das Ziel ihrer Reise, scheint in unerreichbarer Ferne. Der Regisseur und Journalist Gabriele Del Grande initiiert gemeinsam mit Freund*innen eine kreative und fiktive Geschichte: Sie tarnen sich als Hochzeitsgesellschaft , um die fünf von Italien bis nach Schweden zu bringen. Wer würde schon eine Hochzeitsgesellschaft stoppen? Und so begibt sich die Gruppe auf eine Reise durch die Festung Europa. Immer begleitet von der Kamera, halten sie dokumentarisch fest, wie das Filmteam gegen europäische Reisebeschränkungen verstößt. Menschen, die in ihrer Heimat und auf der Flucht alles verloren haben, nehmen sich ihr Recht auf Bewegungsfreiheit. Mit der Veröffentlichung des Films, quasi eine Selbstanzeige, nehmen sie die juristischen Konsequenzen in Kauf – und machen gleichzeitig deutlich, wie wenig Menschlichkeit in der europäischen Flüchtlings- und Asylpolitik herrscht.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

98

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 22.01. 19:30 | Gast: Regie | GI 23.01. 20:30 | Gast: Regie | WZ 25.01. 19:00 HEU 26.1. 20:00
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