Flucht

Seit März 2011 herrscht ein erbitterter Krieg in Syrien. Weit über vier Millionen Menschen haben bereits das Land verlassen, mehr als die Hälfte der Flüchtenden sind Kinder. „This is Exile“ verleiht auf einfühlsame Weise syrischen Kindern, die in libanesischen Camps Zuflucht gefunden haben, eine Stimme. Über ein Jahr hinweg hat der Filmemacher die Kinder begleitet. Sie erzählen von Erniedrigung und Trauma, vom Verlust der Heimat und ihrem Wunsch nach Vergeltung, von der Sorge um die Eltern und zu frühem Erwachsenwerden. Mustafa möchte zur Schule gehen, um später einmal zu studieren, muss nun aber die Schule abbrechen, um Geld für seine Familie zu verdienen. Für Fatima gibt es vielleicht eine Zukunft in der Schweiz, wo sie sich zum ersten Mal voll anerkannt fühlt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

57

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 26.1. 18:00

Trailer : 

Vom marokkanischen Berg Gurugu aus hat man einen guten Blick auf die nordafrikanische Mittelmeerküste und die spanische Enklave Melilla. Genau hier werden Afrika und der europäische Kontinent durch eine stark gesicherte Grenze voneinander getrennt, die aus drei hintereinander gereihten, meterhohen Zäunen besteht. In den umliegenden Wäldern leben Geflüchtete, die meist aus der Subsahara-Region kommen. Sie warten auf einen geeigneten Zeitpunkt, um die Grenze zu überqueren. Auch der aus Mali stammende Abou Bakar Sidibé lebt seit 14 Monaten in dem inoffiziellen Camp und hat schon mehrfach den Sprung über die Grenzzäune versucht. Nach einem Treffen mit den Filmemachern Moritz Siebert und Estephan Wagner übernimmt Sidibé deren Kamera und beginnt, seinen Alltag am Rande einer abgeschotteten EU, der von zermürbendem Warten geprägt ist, selbst zu dokumentieren. So findet in „Les Sauteurs” ein längst notwendiger Perspektivenwechsel statt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

79

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 20.1. 19:30 | GI 21.1. 20:30

Trailer : 

Lampedusa ist in den letzten Jahren zu einem Symbol für zahlreiche Geflüchtete geworden. In meist viel zu kleinen und kaum seetüchtigen Booten versuchen sie, die nur 130 Kilometer von der afrikanischen Küste gelegene Insel und damit ihr Ziel Europa zu erreichen. Die Fluchtrouten haben sich mittlerweile etwas verschoben, das Thema der „Bootsflüchtlinge“ hat jedoch um nichts an Aktualität verloren. Der Dokumentarfilm „Seefeuer“ porträtiert den Lebensalltag der Bewohner*innen Lampedusas, die tagtäglich Zeug*innen einer der größten humanitären Katastrophen werden. Einer von ihnen ist der 12-jährige Samuele. Wie Kinder seines Alters geht er nicht immer gern zur Schule. Viel lieber klettert er auf Uferfelsen, hantiert mit seiner Schleuder oder streift am Hafen umher. Der Film zeigt das zuweilen triste Leben auf der Insel und kontrastiert diese Bilder mit den dramatischen Aufnahmen von Rettungsaktionen vor der Küste und der Ankunft von Geflüchteten. (Gewinner des „Goldenen Bären“ Berlinale 2016)

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

109

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 27.01. 20:30

Trailer : 

„Boza“ bedeutet „Sieg“ in der westafrikanischen Sprache Bambara. „Boza“ rufen die Migrant*innen aus Ländern der südlichen Sahara, wenn sie es nach Jahren vergeblicher Versuche endlich schaffen, die Grenzen Europas zu überwinden. Der Film des tunesischen Filmemachers Walid Fellah beschreibt die Situation der Migrant*innen, die aus dem subsaharischen Afrika geflüchtet sind und in Marokko mit den Realitäten des Grenzregimes der „Festung Europa” konfrontiert werden. Er stellt auch eine Verbindung zum Kampf der Geflüchteten um Bewegungsfreiheit innerhalb Europas her: Am Beispiel des „March of Freedom” von Straßburg nach Brüssel sehen wir Geflüchtete eindrucksvoll von einer energischen, wütenden und hoffnungsvollen Seite. Diese Szenen geben den Protagonist*innen zusätzlich Kraft. Im Gegensatz zu den meisten Filmen über das Grenzregime, die von Europäer*innen gedreht werden, betont „Boza“ die Perspektive von Geflüchteten und Migrant*innen, die die europäischen Grenzen nicht akzeptieren.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

52

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 23.1. 20:30 | SAA 30.1. 18:00

Trailer : 

Ein Leben in Containern, Bettenlagern und Baracken. Eingezäunt und abgeschottet von der Außenwelt – so sieht die harte Realität der Erstaufnahmelager für Geflüchtete aus. Diese Bilder sind zwar aus den Abendnachrichten bekannt, viel weniger weiß man allerdings, wie es in den Menschen, die dort leben, aussieht. Der Dokumentarfilmer Çağdaş Yüksel nimmt uns mit auf eine Reise quer durch Deutschland. Er besucht Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und sich nun, angekommen in Deutschland, mit unvorstellbaren Herausforderungen konfrontiert sehen. Ein halbes Jahr begleitete das Filmteam den Alltag von Geflüchteten und dokumentiert dabei nicht nur ihren Tagesablauf, sondern auch ihre Motivationen, Gefühle und Gedanken. Auf der Suche nach Erklärungen beleuchtet der Film unterschiedliche Sichtweisen auf die Situation von Geflüchteten in Deutschland. Er lädt die Zuschauer*innen ein, zu verstehen und die Perspektive zu wechseln. Ein sehr hilfreicher Film.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

62

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 21.1. 20:30 | GI 22.1. 18:00 | BN 29.1. 11:00 | SAA 30.1. 20:30 | GL 30.1. 19:30

Trailer : 

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