Arbeit

Wie können Menschen von der Produktion von Waffen leben, die zum Töten anderer Menschen dienen? Um diese Frage zu beantworten, besucht der Regisseur den schwäbischen Ort Oberndorf, wo gleich mehrere Firmen Waffen produzieren. Er begleitet einen kritisch eingestellten OB-Kandidaten im Wahlkampf und zeichnet ein vielschichtiges Bild der Bevölkerung. Der Politiker benennt das Dilemma: „Die Leute wissen, dass sie täglich eine Todsünde begehen.“ Neben Kritiker*innen kommen auch Beschäftigte von „Heckler & Koch” zu Wort, wo die weltweit von Militärs und Terrorist*innen gleichermaßen geschätzten Sturmgewehre G3 und G36 hergestellt werden. Gerichtsverfahren konnten bisher nichts daran ändern, dass diese auch in Krisengebiete geliefert werden. Jeden Tag verlieren weltweit Menschen durch Waffen aus Oberndorf ihr Leben. Dieser Konsequenz ihres Handelns wollen die meisten der in der Waffenproduktion arbeitenden Menschen aber nicht ins Auge sehen. Sie fühlen sich stattdessen an den Pranger gestellt. Ein Film gegen eine Mauer aus Leugnung und Rationalisierung.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 24.1. 20:30 | WZ 25.1. 19:00 | SAA 31.1. 18:00 | GL 1.2. 19:30

Auf der Flucht vor sozialer und politischer Instabilität in ihren Heimatländern wandern viele Lateinamerikaner*innen nach Großbritannien aus. Sie suchen nach Arbeitsmöglichkeiten und einem sicheren Umfeld, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Vor Ort sehen sie sich mit Diskriminierung, Ausbeutung und sozialer „Unsichtbarkeit“ konfrontiert. Sprachbarrieren und die Notwendigkeit, ein Einkommen zu erwirtschaften, um zu überleben, bringen sie in eine schwierige Lage. „Limpiadores“ fängt das Leben dieser Wanderarbeiter*innen ein, die am Rande der Gesellschaft von London in Outsourcing-Unternehmen als Reinigungspersonal arbeiten. Der Regisseur begleitet drei Frauen auf dem Weg zur Arbeit und zeigt sie bei ihren frühen Morgenschichten an den Hochschulen der Stadt. Während sie die Büros und Klassenräume der Universitäten im Dunkeln der Nacht fegen und wischen, berichten sie über ihre Migrationserfahrungen, Desillusionierungen und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

39

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 27.1. 18:00 | GI 28.1. 18:00

Trailer : 

Die Investitionen der globalen Immobilienbranche verändern unsere Städte und Lebenswelten massiv. Welche Konflikte und Probleme daraus resultieren und wie Menschen sich dagegen wehren, verfolgt „Global Shopping Village” anhand der Planung und des Baus von Shoppingcentern. Der Film liefert spannende Einblicke in das Denken und die Arbeit von Projektentwickler*innen und in ihre politische Lobbyarbeit. Er macht auf die komplexen, von außen nicht unmittelbar ersichtlichen Verstrickungen mit den internationalen Finanzmärkten aufmerksam. Auf der anderen Seite kommen die vielfältigen kritischen Stimmen zu Wort, die den Ruin kleinerer Gewerbebetriebe und die zerstörerischen Auswirkungen auf Stadtbild und Kultur beklagen. An drei für diese Konflikte beispielhaften Orten in Österreich, Deutschland und Kroatien lernen wir die verschiedenen Akteur*innen und ihre Positionen kennen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

80

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

WZ 24.1. 19:00 | NW 2.2. 19:00 | GL 31.1. 19:30

Trailer : 

Bild

Dies ist eine Geschichte über Kleidung. Über die Kleidung, die wir tragen, die Menschen, die sie machen und die weltweiten Auswirkungen der Industrie, welche sie herstellt. Die Preise für Kleidung sinken seit Jahrzehnten, während die Kosten für Mensch und Umwelt dramatisch steigen. Wo wird die Kleidung hergestellt, welche Arbeitsbedingungen herrschen dort, was passiert in den Ländern, in denen riesige Wassermengen für die Baumwolle benötigt wird, während die Menschen verdursten? Die Ausbeutung von Mensch und Natur, die hinter den Preisen steckt, ist erschreckend. Ebenso erschreckend ist die Verdrängung dieser Tatsache in der westlichen Welt. “The True Cost” ist daher eine dringend notwendige Dokumentation, die den Schleier von einer unsichtbaren Industrie lüftet und uns fragt, wer den Preis für unsere Kleidung zahlt. Rund um die Erde, vom schillernden Laufsteg zum düsteren Slum besucht der Regisseur Menschen, die wir hinter der Entstehung unserer Bekleidung üblicherweise nicht sehen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

92

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 24.01. 20:30 | Gast: Vertreterin von FEMNET e. V. (Bonn) | HEU 27.01 20:00 | MR 31.01. 16:00 | Thomas Seibert (medico International)
Bild

Koudougou ist die drittgrößte Stadt Burkina Fasos. Dort gab es bis 2001 eine große Textilfabrik. Geschlossen wurde sie im Rahmen von „Strukturanpassungsmaßnahmen“, die Weltbank und Internationaler Währungsfond verordnet hatten. Wenige Jahre zuvor war der Präsident Thomas Sankara durch einen Militärputsch gestürzt worden. Regisseur Michel Zongo, selbst in Koudougou aufgewachsen, interviewt ehemalige Arbeiter und Verwandte und lässt mit Archivaufnahmen die Geschichte der Fabrik lebendig werden. Er beschränkt sich aber nicht auf die Dokumentation der Folgen einer ignoranten globalen Wirtschaftspolitik. Er sucht die Arbeiter von damals auf und bringt sie mit webenden Frauen zusammen, die eine Kooperative gegründet haben, um so die Textilproduktion wieder aufzunehmen. Der Film ist eine Hommage an einen spezifisch afrikanischen Widerstand gegen den Wahnsinn der Globalisierung. Ein bildstarkes Dokument der Revolte tatkräftiger Frauen und wortgewandter Männer, die aus Not und Überzeugung, mit Raffinesse und Charme an einer sehr gegenwartsbezogenen Vision von Fortschritt ohne IWF arbeiten.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

89

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 24.01. 18:00 | Gast: Ramata Sore (AfricAvenir)

„Money in Minutes“ erzählt von einem wenig beachteten Aspekt der Globalisierung, der internationalen Arbeitsmigration als Profitquelle von Finanzunternehmen, die sich auf den Transfer von Bargeld spezialisiert haben. Die größten unter ihnen sind die US-Firmen Western Union und MoneyGram. Für viele Migrant*innen ist es Alltag: der Transfer von Bargeld in ihre Herkunftsländer, vor allem, um dort Angehörige zu unterstützen. Die Weltbank schätzt die Höhe der Rücküberweisungen von Migrant*innen insgesamt auf jährlich ca. 420 Mrd. Dollar. Diese Rücküberweisungen werden meist über Bargeldtransfer-Unternehmen abgewickelt, da Migrant*innen und ihre Familien häufig über keinen Zugang zu einem Bankkonto verfügen. So bleibt ihnen nur dieser überteuerte Service. Der Film beschreibt Strategien und Logistik einer Industrie, die Migration als ökonomische Ressource nutzt und gleichzeitig deren finanzielle Infrastruktur bildet und nimmt sich dabei auch der Perspektive der Migrant*innen an.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 28.01. 20:30 | Gast: José-Luis Rocha, Soziologe mit Schwerpunkt Migration (Central American University, UCA Managua, Nicaragua)

Im August 2012 begannen die Bergarbeiter einer der größten Platin-Minen in Südafrika für bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen zu streiken. Sie stellten sich dem mächtigen Bergbauunternehmen Lonmin Mining Company entgegen und besetzten das Minengelände in Marikana. Nach sechs Tagen Arbeitskampf wurde der Streik durch ein grauenhaft es Massaker von der Polizei beendet. 34 Streikende wurden erschossen und mehr als 100 von ihnen verletzt. Erinnerungen an Sharpeville und Soweto, Orte der blutigsten Verbrechen des Apartheid-Regimes, kehrten zurück in das kollektive Bewusstsein der Bevölkerung. Trotzdem wurden nicht die Verantwortlichen für das Massaker zur Rechenschaft gezogen. Wieder saßen nur Bergarbeiter auf der Anklagebank. Der Film rekonstruiert die Ereignisse in chronologischer Form aus der Sicht der Minenarbeiter. Deutlich werden die engen Verbindungen zwischen Staat, Konzernen und der korrupten Gewerkschaft National Union of Mineworkers. Marikana gilt heute in Südafrika als ein Symbol für die Unzufriedenheit der schwarzen Bevölkerungsmehrheit mit ihren miserablen Lebensbedingungen und für die zynisch-brutale Antwort der ANC-Regierungsvertreter*innen darauf.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

86

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 25.01. 20:30 | Gast: Carmen Ludwig (Universität Gießen)
Bild

In den Bergen der Provinz Yúnnán im Südwesten der Volksrepublik China leben die Menschen größtenteils von Subsistenz-Landwirtschaft. Um dem schwierigen bäuerlichen Leben zu entfliehen, entscheiden sich viele zur Abwanderung in weit entfernte Städte. Sie gehen mit der Hoffnung auf ein besseres Leben und gut bezahlte Arbeit. Der Film beschreibt den Werdegang der jungen Generation, die zwischen dem Leben in ihrer Heimat und der Stadt zerrissen ist. Einfühlsam zeigt “Coming and Going”, wie die Familienmitglieder, vor allem die Kinder, unter der Abwesenheit ihrer Eltern oder Geschwister leiden. Wird der Vater zum neuen Jahr nach Hause zurückkehren, der seit Jahren als Wanderarbeiter in der Stadt ist und nur noch selten Geld und Nachrichten an die Familie schickt? Der Film geht der Frage nach, ob die ländliche Bevölkerung vom Wirtschaftswachstum Chinas tatsächlich profitiert. Was bewegt junge Menschen dazu, Familie und Heimat zu verlassen, um in der Stadt zu arbeiten? Und letztendlich auch: Was macht ein glückliches Leben aus?

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

89

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 27.01. 18:00 | Gast: Tianlin Xu (Regie)

Bei Auswahl, Motivation und Training der MitarbeiterInnen wird nichts dem Zufall überlassen. Selbst­optimierung steht auf dem Programm und der globalisierte Druck auf die Unternehmensleitungen fordert immer mehr Tugenden einer Unternehmensführung auch von den einzelnen MitarbeiterInnen. Die idealen MitarbeiterInnen haben ihren Job und das Unternehmensziel und -wohl ständig im Sinn. Der Film heftet sich an die Fersen einer High-Tech-Arbeiterschaft, die hochmobil und leidenschaftlich ihre Arbeit zum Leben machen soll. Selbst moderne Büroarchitektur hat nur das Ziel, die MitarbeiterInnen und ihre Leistung zu optimieren.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • dt

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

5.11. GI 18:00 | 6.11. MR 20:30 | 7.11. GL 19:30

Sie ist die geheime Religion des modernen Menschen: die Arbeit. Die einen haben zu wenig davon, andere zu viel. Die erste Kennenlern-Frage zwischen Menschen gilt meist dem Beruf. JedeR wird darüber definiert und definiert sich meist selbst damit. Das macht oft krank. Das Potential der Industrialisierung und Rationalisierung wird nicht dafür genutzt, die Menschen zu entlasten, sondern sie unter Druck zu setzen. In philosophischen Interviews und locker-leichten Spielfilmsequenzen setzt sich dieser Dokumentar-Spielfilm auf humorvolle Weise mit dem „Lebenssinn“ Arbeit auseinander. Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

98

Regie: 

Sprache: 

  • dt

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

2.11. SAA 20:30 | 6.11. WZ 19:00 6.11. GL 19:30 | 8.11. MR 20:30 | 9.11. GI 18:00 |
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