USA

WHOSE STREETS?

USA 2017 | Sabaah Folayan | 103 Min | OmengU

Am 8. August 2014 wurde in Ferguson/Missouri der 18-jährige Schüler Michael Brown von einem Polizisten erschossen. 12 mal drückte der Polizist ab und der Tote blieb über Stunden auf der Straße liegen. Dieses Ereignis markiert einen Wendepunkt in der »Black Lives Matter«-Bewegung. In den darauf folgenden Tagen werden Künstler*innen, Musiker*innen, Lehrer*innen und Eltern zu Kämpfer*innen für Gerechtigkeit, die an vorderster Front gegen die rassistische Polizeigewalt in den USA eintreten. Die Proteste halten an. Als schließlich die schwer bewaffnete Nationalgarde in Ferguson einrückt und gegen die Demonstrierenden vorgeht, weiten sich die Proteste über das ganze Land aus.
Der Dokumentarfilm WHOSE STREETS? wurde von Aktivist*innen gefilmt, die Teil der Bewegung sind und selbst an den Protesten teilgenommen haben. Er gibt der schwarzen Bevölkerung von Ferguson eine Stimme und die Möglichkeit, ihrer Wut Ausdruck zu verleihen.

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SANDS OF SILENCE

USA 2016 | Chelo Alvarez-Stehle | 86 Min | OmengU

Ihre journalistische Arbeit über sexuelle Gewalt gegen Frauen bringt die Filmemacherin Chelo Alvarez-Stehle in Kontakt mit der Mexikanerin Virginia Isaias und Anu Tamang aus Nepal. Virginia Isaias wurde mit ihrem Baby im Arm auf offener Straße entführt, eingesperrt und versklavt. Mit Glück gelang ihr nach Monaten die Flucht in die USA. Dort entschied sie sich nach vielen Jahren, für die betroffenen Frauen ihrer Latino-Community zu kämpfen. Anu Tamang wurde mit 16 Jahren als Sexsklavin nach Indien verkauft. Zwei Jahre darauf befreite die indische Regierung sie und 200 weitere junge Nepalesinnen. Zurück in ihrer Heimat gründete sie später die erste Selbsthilfe-Organisation dieser Art in Nepal. Beide Frauen sind mittlerweile mehrfach international für ihre Arbeit ausgezeichnet worden. Chelo Alvarez-Stehle bindet auch die Geschichte ihrer eigenen Familie in den Film ein. In diesem Auseinandersetzungsprozess stößt sie zunächst auf Schweigen und Tabus, die jedoch nach und nach aufgebrochen werden. SANDS OF SILENCE arbeitet mit verschiedensten Stilmitteln, währenddessen sich die drei Erzählstränge immer mehr verbinden, sodass letztlich ein facettenreiches, berührendes filmisches Dokument entsteht.

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I AM NOT YOUR NEGRO

USA, Frankreich 2017 | Raoul Peck | 93 Min | OmdtU

Als der US-Schriftsteller James Baldwin 1987 starb, hinterließ er ein Manuskript mit dem Titel »Remember this house«. Das Buch sollte eine persönliche Auseinandersetzung mit den Biografien von Martin Luther King, Malcolm X und Medgar Evers werden, die alle bei Attentaten ermordet wurden. Die persönlichen Erinnerungen an die drei großen Bürgerrechtler verknüpft Baldwin mit einer Reflexion der eigenen, schmerzhaften Lebenserfahrung als Person of Colour in den USA. Der Film schreibt Baldwins Fragment filmisch fort und verdichtet es zu einer beißenden Analyse der Repräsentation von Afro-Amerikaner*innen in der US-Kulturgeschichte. Baldwins Texte werden als Voice-Over über Archivfotos, Filmausschnitte und Nachrichten- Clips der 50er und 60er Jahre gelegt, die eine Idee vom Ausmaß der rassistischen Ausgrenzung vermitteln und von der Formierung der schwarzen Bürgerrechtsbewegungen in jener Zeit erzählen. In seiner Analyse geht der Film bis in die Gegenwart: zur bis heute permanenten Polizeigewalt gegen Afro-Amerikaner*innen, zu den Unruhen von Ferguson und Dallas und zur »Black-Lives-Matter«-Bewegung.

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BORDERLAND BLUES

Deutschland, USA 2016 | Gudrun Gruber | 73 Min | OmdtU

Im Hügelland der Sonora Wüste an der US-amerikanischen Grenze zu Mexiko werden jährlich die menschlichen Überreste hunderter Migrant*innen geborgen. Sie sterben bei dem Versuch, sich hier in die USA durchzuschlagen. Die hochtechnologisierte Sicherheitspolitik der Grenzwache zieht ihre Spuren weit ins Inland hinein und die Menschen leben zwischen Überwachungsanlagen, Terrorangst und mit dem bereits 1.100 km langen Grenzzaun, dessen Bauarbeiten sich weiter fortsetzen. Die angespannte Lage im Grenzland hat die Einwohner*innen längst in zwei Lager geteilt. Die einen verlangen noch mehr »Grenzsicherheit«, die anderen fordern mehr humanitäre Hilfe. BORDERLAND BLUES erzählt aus der Sicht der Wüstenbewohner*innen von einem Leben am geographischen Rand der Vereinigten Staaten. Er begleitet Einheimische, NGOs und selbsternannte paramilitärische Grenzwächter auf ihren Wegen durch das Grenzgebiet.

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AWAKE, A DREAM FROM STANDING ROCK

USA 2017 | Josh Fox | 84 Min | Englisch

Das Widerstandscamp von »Standing Rock« bildete 2016 das Zentrum des Widerstands gegen den Bau der »Dakota Access Pipeline«. Die Sioux der Standing Rock Reservation wehren sich gegen den Bau der Pipeline, die über die Grabstätten und das heilige Land ihrer Vorfahren verlaufen soll. Der Plan für die Pipeline sieht vor, den Lake Oahe zu unterqueren und stellt eine Gefahr für die Wasserversorgung des Reservats und bestehende Ökosysteme dar. Im Laufe des Jahres wuchs das Camp auf über 3.000 Menschen an, die sich friedlich gegen die Umweltzerstörung einsetzten. Über 100 Gemeinschaften der Native Americans, Umweltorganisationen und Menschenrechtsaktivist*innen kämpften gemeinsam und gestalteten selbstorganisiert den Alltag im Camp. Standing Rock wurde zu einem Symbol und zur Inspirationsquelle der globalen Bewegung für Klimagerechtigkeit. Der Film erzählt die dramatische Geschichte des Protests aus der Perspektive der Aktivist*innen und der Camp-Gemeinschaft vor Ort.

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