Schweiz

Seit März 2011 herrscht ein erbitterter Krieg in Syrien. Weit über vier Millionen Menschen haben bereits das Land verlassen, mehr als die Hälfte der Flüchtenden sind Kinder. „This is Exile“ verleiht auf einfühlsame Weise syrischen Kindern, die in libanesischen Camps Zuflucht gefunden haben, eine Stimme. Über ein Jahr hinweg hat der Filmemacher die Kinder begleitet. Sie erzählen von Erniedrigung und Trauma, vom Verlust der Heimat und ihrem Wunsch nach Vergeltung, von der Sorge um die Eltern und zu frühem Erwachsenwerden. Mustafa möchte zur Schule gehen, um später einmal zu studieren, muss nun aber die Schule abbrechen, um Geld für seine Familie zu verdienen. Für Fatima gibt es vielleicht eine Zukunft in der Schweiz, wo sie sich zum ersten Mal voll anerkannt fühlt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

57

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 26.1. 18:00

Trailer : 

In den letzten 60 Jahren haben sich rund um die Welt mehr als 350.000 Tonnen hochradioaktive Atomabfälle angesammelt. Diese müssen für tausende von Jahren an einem sicheren Ort, sprich: für Mensch und Umwelt unschädlich, endgelagert werden. Doch ein Endlager existiert bis heute nicht und die Produktion von atomarem Restmüll wird ungebrochen fortgesetzt. Der in der Schweiz lebende Nuklearphysiker und international renommierte Endlagerexperte Charles McCombie gibt Einblicke in das hartnäckige Ringen, den dereinst sichersten Ort der Erde zu finden, um das fatale Dilemma zu beheben. Die weltumspannende Suche führt an die unterschiedlichsten Orte: durch die Schweiz, in die chinesische Wüste Gobi, nach Gorleben bis hin in die westaustralische Steppe. Es zeichnet sich ab, dass es keine schnelle Lösung des Problems geben wird. Der Film bringt fixe Weltbilder ins Wanken und führt uns an die Grenzen von Wissen und gesellschaftlich Verantwortbarem.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

100

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 22.1. 20:30 | GI 22.1. 15:30

Trailer : 

Bild

Hunderttausend Inder*innen, Landlose und Ureinwohner*innen – die Adivasi – unterwegs zu Fuß. Ihr Weg ist ein Protestmarsch, der sie von Gwalior ins 400 Kilometer entfernte Delhi führt. Sie sind aus dem ganzen Land angereist, um gemeinsam für eine Existenz in Würde zu kämpfen und von der Regierung eine Landreform einzufordern. Der im großen Stil betriebene Abbau von Bodenschätzen, das Anlegen immenser Plantagen und mächtige Infrastrukturprojekte haben dazu geführt, dass sie vertrieben und ihrer Lebensgrundlage beraubt wurden – und werden. Auf der langen Reise sind sie der Hitze ausgesetzt, trotzen Krankheiten, nehmen Entbehrungen auf sich. Für sie steht fest: Sie werden ausharren, bis die Regierung auf ihre Forderungen eingeht. Ihr Marsch, dessen Idee auf Gandhis Philosophie des gewaltlosen Widerstandes gründet, schreibt Geschichte und fi ndet in den wichtigen internationalen Medien Beachtung. Der Film zeigt die vielfältigen Facetten des imposanten Protestmarsches und beleuchtet die schicksalshafte Geschichte sowie die tägliche Realität der Teilnehmenden. 

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

88

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 30.01. 20:30
Filmplakat

Knast und Zwangspsychiatrie sind die härtesten Unterdrückungsformen des Staates und die letzte Drohung der Verhaltensnormierung. Daher ist die Auseinandersetzung mit ihren Strukturen, Wirkungsweisen und Zielen ein wichtiges Feld der Kritik von Herrschaft. Aus der Züricher Zeitung: "Mit «Thorberg» dokumentiert Dieter Fahrer eingehend Alltag und Psychologie eines Gefängnisses ... Sieben sehr unterschiedliche Männer, sowohl in Bezug auf ihren Charakter wie auf die Art ihres Vergehens, haben sich bereit erklärt, vor der Kamera über sich und ihre Tat zu sprechen – sichtlich im Vertrauen zum Filmemacher, nach längerem gegenseitigem Kennenlernen, und wohl auch aus dem Wunsch heraus, dadurch die Eintönigkeit des Gefängnisalltags etwas aufzubrechen... Es ist die ungemeine Nähe zu den Porträtierten bei gleichzeitiger Distanz, die «Thorberg» in der Tradition des «Gefängnisfilms» in der Schweiz einen besonderen Platz einnehmen lässt."

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Regie: 

Sprache: 

  • de

Spielzeiten: 

15.11. Saasen 18:00 | in der Projektwerkstatt

Sie leben oft seit Jahren in der Schweiz, haben sich integriert, Familien gegründet, arbeiten und zahlen Steuern. Und dennoch können sie ohne Vorwarnung monatelang inhaftiert werden, bevor sie mit dem „Vol spécial“, dem Ausschaffungsflug, abgeschoben werden – denn sie sind MigrantInnen ohne reguläre Papiere. Jedes Jahr trifft es Tausende von ihnen. Der Film portraitiert Menschen im Abschiebegefängnis Frambois in Genf: Gefangene zwischen Hoffnung und Angst, und Aufseher, die sich um Mitmenschlichkeit bemühen. Doch am Ende bleibt meist tiefe Verzweiflung.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

100

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

3.11. SAA 20:30 | 7.11. GI 20:30 | 9.11. MR 20:30

Der Anbau von Soja, fast immer gentechnisch verändert, boomt in Südamerika. Es ist der billige Rohstoff für die industrielle Fleischproduktion in Europa und Asien. Der Film beschreibt eindringlich, welche Auswirkungen das für die KleinbäuerInnen Paraguays hat. Fruchtbares Land fällt dem Landgrabbing zum Opfer, der massive Einsatz von Herbiziden bedroht die Menschen und zerstört das ökologische Gleichgewicht. Der Film dokumentiert den Widerstand der KleinbäuerInnen und ihren Existenzkampf. Er bringt aber auch die Perspektiven von Großbauern und Investoren zur Sprache, und komplettiert so das Bild einer globalisierten Agrarindustrie.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

84

Regie: 

Sprache: 

  • dt/OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

Marburg Capitol 27.11. 20:00 | Gast: David Bernet (Regisseur)

Wie verwandelt man Wasser in Geld? Eine Firma kennt das Rezept: Nestlé. Dieser Konzern dominiert den globalen Handel mit abgepacktem Trinkwasser. Der Schweizer Journalist Res Gehriger macht sich auf, einen Blick hinter die Kulissen des Milliardengeschäfts zu werfen. Nestlé blockt ab. Doch der Journalist lässt sich nicht abwimmeln. Er bricht auf zu einer Entdeckungsreise, recherchiert in den USA, in Nigeria und in Pakistan. Die Expedition in die Welt des Flaschenwassers verdichtet sich zu einem Bild über die Denkweisen und Strategien des mächtigsten Lebensmittelkonzerns der Welt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • dt

Spielzeiten: 

4.11. GL 19:30 | 6.11. GI 18:00 | 7.11. HER 19:00
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