Italien

Lampedusa ist in den letzten Jahren zu einem Symbol für zahlreiche Geflüchtete geworden. In meist viel zu kleinen und kaum seetüchtigen Booten versuchen sie, die nur 130 Kilometer von der afrikanischen Küste gelegene Insel und damit ihr Ziel Europa zu erreichen. Die Fluchtrouten haben sich mittlerweile etwas verschoben, das Thema der „Bootsflüchtlinge“ hat jedoch um nichts an Aktualität verloren. Der Dokumentarfilm „Seefeuer“ porträtiert den Lebensalltag der Bewohner*innen Lampedusas, die tagtäglich Zeug*innen einer der größten humanitären Katastrophen werden. Einer von ihnen ist der 12-jährige Samuele. Wie Kinder seines Alters geht er nicht immer gern zur Schule. Viel lieber klettert er auf Uferfelsen, hantiert mit seiner Schleuder oder streift am Hafen umher. Der Film zeigt das zuweilen triste Leben auf der Insel und kontrastiert diese Bilder mit den dramatischen Aufnahmen von Rettungsaktionen vor der Küste und der Ankunft von Geflüchteten. (Gewinner des „Goldenen Bären“ Berlinale 2016)

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

109

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 27.01. 20:30

Trailer : 

Bild

Von Mailand nach Stockholm mit fünf aus Syrien Geflohenen. Kein leichtes Unternehmen. Auf verschiedenen Wegen haben sie es aus ihrem vom Bürgerkrieg zerstörten Land bis nach Italien geschafft, aber Schweden, das Ziel ihrer Reise, scheint in unerreichbarer Ferne. Der Regisseur und Journalist Gabriele Del Grande initiiert gemeinsam mit Freund*innen eine kreative und fiktive Geschichte: Sie tarnen sich als Hochzeitsgesellschaft , um die fünf von Italien bis nach Schweden zu bringen. Wer würde schon eine Hochzeitsgesellschaft stoppen? Und so begibt sich die Gruppe auf eine Reise durch die Festung Europa. Immer begleitet von der Kamera, halten sie dokumentarisch fest, wie das Filmteam gegen europäische Reisebeschränkungen verstößt. Menschen, die in ihrer Heimat und auf der Flucht alles verloren haben, nehmen sich ihr Recht auf Bewegungsfreiheit. Mit der Veröffentlichung des Films, quasi eine Selbstanzeige, nehmen sie die juristischen Konsequenzen in Kauf – und machen gleichzeitig deutlich, wie wenig Menschlichkeit in der europäischen Flüchtlings- und Asylpolitik herrscht.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

98

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 22.01. 19:30 | Gast: Regie | GI 23.01. 20:30 | Gast: Regie | WZ 25.01. 19:00 HEU 26.1. 20:00

Der Bau eines riesigen Wasserkraftwerks im Tal des Flusses Magdalena in Kolumbien bedroht die dort lebenden Menschen, Flora und Fauna. Eine Gruppe von KleinbäuerInnen und FischerInnen widersetzt sich den verschiedenen multinationalen Unternehmen, die das Megaprojekt dort mit staatlicher Unterstützung und militärischem Schutz umsetzen. Der Film begleitet die ProtagonistInnen und ihre Protestaktionen während eines Jahres. Kolumbien ist reich an Bodenschätzen: El Gigante zeigt die daraus entstehende Konfrontation zwischen den transnationalen, profitorientierten Industrien und den betroffenen lokalen Gemeinden.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

62

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Spielzeiten: 

7.11. MR 18:00 | 8.11. GI 20:30
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