Deutschland

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In den Bergen der Provinz Yúnnán im Südwesten der Volksrepublik China leben die Menschen größtenteils von Subsistenz-Landwirtschaft. Um dem schwierigen bäuerlichen Leben zu entfliehen, entscheiden sich viele zur Abwanderung in weit entfernte Städte. Sie gehen mit der Hoffnung auf ein besseres Leben und gut bezahlte Arbeit. Der Film beschreibt den Werdegang der jungen Generation, die zwischen dem Leben in ihrer Heimat und der Stadt zerrissen ist. Einfühlsam zeigt “Coming and Going”, wie die Familienmitglieder, vor allem die Kinder, unter der Abwesenheit ihrer Eltern oder Geschwister leiden. Wird der Vater zum neuen Jahr nach Hause zurückkehren, der seit Jahren als Wanderarbeiter in der Stadt ist und nur noch selten Geld und Nachrichten an die Familie schickt? Der Film geht der Frage nach, ob die ländliche Bevölkerung vom Wirtschaftswachstum Chinas tatsächlich profitiert. Was bewegt junge Menschen dazu, Familie und Heimat zu verlassen, um in der Stadt zu arbeiten? Und letztendlich auch: Was macht ein glückliches Leben aus?

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

89

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 27.01. 18:00 | Gast: Tianlin Xu (Regie)
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Was passiert mit Europa im Namen der Troika? Hohe Beamt*innen aus den drei Institutionen Internationaler Währungsfonds, Europäische Zentralbank und Europäische Kommission – der sogenannten Troika – agieren ohne parlamentarische Legitimation und Kontrolle. Trotzdem zwingen sie Staaten zu Sparmaßnahmen, die das soziale Gefüge gefährden und tief in das Leben von Millionen Menschen eingreifen. Harald Schumann reist nach Irland, Griechenland, Portugal, Zypern, Brüssel und in die USA und befragt Minister*innen, Ökonom*innen, Anwält*innen, Banker*innen und Betroffene. Die Armen werden ärmer und die Reichen reicher. Ist das Europas Politik? Leidenschaftlich fordert Harald Schumann mehr Transparenz und Verantwortung für ein soziales Europa. Dafür nimmt er seine Zuschauer*innen mit auf eine packende Recherchereise, bei der er dem Ursprung und den Auswirkungen konkreter Entscheidungen der Troika auf den Grund geht.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 26.01. 18:00 | Gast: Fabian Georgi (Universität Marburg)
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Erstmals beschäftigt sich ein Dokumentarfilm anschaulich mit dem hochaktuellen Themenkomplex der Patente. Im Wettkampf um die globale Marktherrschaft werden Patente längst als strategische Waffen eingesetzt. Technologiekonzerne wie Apple oder Google geben jedes Jahr mehr Geld für Patente aus, als sie in die Entwicklung neuer Produkte investieren. Wer profitiert vom aktuellen Patentrecht und wer trägt die sozialen Konsequenzen? Der Film widmet sich der Suche nach Antworten auf diese Fragen und macht dabei deutlich, welch enorme Brisanz das Thema besitzt: Elementare Menschenrechte, wie das Recht auf Gesundheit und Ernährungssouveränität in Ländern des globalen Südens, stehen auf dem Spiel. Kreativ, eindrücklich und gut nachvollziehbar nähert sich der Dokumentarfilm dem Thema des geistigen Eigentums und der Bedeutung von Patenten in der globalisierten Wirtschaft .

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

81

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

WZ 26.01. 19:00 | Gast: Hannah Leonie Prinzler (Regie) | GI 27.01. 20:30 | Gast: Hannah Leonie Prinzler (Regie) |  SAA 29.01. 18:00 
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Im Namen des Volkes urteilen sie nicht. Im Gegenteil: Sie tagen hinter verschlossenenTüren. Sie verurteilen Staaten zu Strafen in Milliardenhöhe. Konzerne verklagen mit ihrer Hilfe Regierungen, wenn sie ihre Geschäft e bedroht sehen. Schiedsgerichte gelten vielen als große Bedrohung in den geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA – den Verträgen der EU mit den USA und Kanada. Doch Schiedsgerichtsverfahren sind bereits heute weltweit in tausenden Verträgen verbindlich verankert. Mit welchen Folgen? Autor Michael Wech geht in dieser Dokumentation konkreten Fällen nach und stellt fest: Von der Öff entlichkeit weitgehend unbemerkt ist rund um die Schiedsgerichtsverfahren eine boomende, private Justizindustrie entstanden. Schiedsgerichte sind längst zu einem Geschäft smodell geworden, bei dem die Konzerne die Gewinner sind – und souveräne Staaten und deren Bürger die Verlierer*innen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

45

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 01.02. 20:30
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Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts – wer sie hat, hat das Geld und damit die Macht. Doch wer kontrolliert diesen Zugriff auf private Daten? Und was bedeutet das für die Gesellschaft ? Regisseur David Bernet öff net die Türen zu einer schier undurchdringlichen Welt. Zum ersten Mal in der Geschichte der EU konnte ein Filmteam so tief ins Innere der EU vordringen und die Entstehung eines Gesetzes filmisch begleiten. Es entsteht eine fesselnde und hoch brisante Geschichte über eine Handvoll Politiker*innen, die versucht, die Gesellschaft in der digitalen Welt vor den Gefahren von Big Data und Massenüberwachung zu schützen. Der Parlamentarier Jan Philipp Albrecht und EU-Kommissarin Viviane Reding versuchen das vermeintlich Unmögliche und stellen sich einem harten politischen Machtapparat, in dem Intrigen, Erfolg und Scheitern nahe beieinander liegen. Zweieinhalb Jahre hat der Regisseur den Gesetzgebungsprozess be- gleitet und zu einem erstaunlichen Dokumentarfi lm verdichtet, der die kom- plexe Mächtearchitektur sowie den Zustand der heutigen Demokratie mit Spannung erlebbar macht.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

100

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

WZ 27.01. 19:00 |  MR 28.01. 20:30 | Gast: N.N. | GI 29.01. 20:30 | Gast: David Bernet (Regie)
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Die Ankunft in Deutschland gleicht nicht wirklich einem Willkommen: Wer sich in Brandenburg als Asylbewerber*in zu erkennen gibt, kommt zunächst in die Zentrale Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt. Ein unwirklicher Ort in der absoluten Peripherie. Innerhalb von drei Monaten werden hier bereits die entscheidenden Stationen des Asylverfahrens durchlaufen. Das Leben im Heim ist geprägt von Langeweile und Ungewissheit – und trotzdem gibt es auch hier einen Alltag, ein unbestimmtes Gefühl von provisorischer Heimat. Der Film begleitet vier Asylsuchende auf dem Weg durch den behördlichen Prozess, dem Erfassen, Prüfen und Entscheiden: Ein seltener Einblick in die „Blackbox Asylrecht“. Die Hoffnung auf einen Neuanfang in Deutschland steht dabei im krassen Gegensatz zur Realität der bürokratischen Entscheidungsfindung. Brandaktuell gelingt es dem Film, sensibel und authentisch die Situation von Geflüchteten in Deutschland nachzuzeichnen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

78

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 29.01. 18:00 | Gast: Fritz Rickert (Hessischen Flüchtlingsrat) | SAA 30.01. 20:30
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Es ist ein langer Weg von Mali nach Europa: Grenzen überschreiten, Schleuser zahlen, sich vor der Polizei verbergen... Miriam Fassbender hat die zweieinhalb Jahre dauernde Odyssee von Mohamed von Mali bis vor die Tore Europas verfolgt. Wenn sie nicht mitreisen konnte, gab die Regisseurin ihm die Kamera, so dass er selbst seine Geschichte dokumentieren konnte. Auf diese Weise werden Flüchtende als Individuen wahrnehmbar und bekommen die Möglichkeit, für sich selbst zu sprechen. Sie, die in unseren Medien meist nur als anonyme Masse auft auchen, vor der es sich zu schützen gilt. Der Film sucht die Beweggründe für diese Flucht und gewährt Einblick in die Lebensumstände und den zermürbenden Alltag von Migrant*innen auf ihrem Weg vom subsaharischen Afrika über Algerien und Marokko nach Europa. Er zeigt ihr Leben, das geprägt ist von Hetze und Hoffnung, Flucht und Stillstand. Der gefährliche Weg in ein anderes Land ist kein Mythos, sondern die Realität von Tausenden von Menschen in Afrika, in Asien, in Amerika.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

92

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 29.01. 18:00 | Miriam Faßbender (Regie) | SAA 30.01. 18:00
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In der Europäischen Union werden jedes Jahr pro Person durchschnittlich 179 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen. Das Europäische Parlament hat das Jahr 2014 zum „Europäischen Jahr gegen Lebensmittelverschwendung“ ernannt. Ein wichtiges Thema, das uns alle angeht: von Privathaushalten über Supermärkte und Restaurants bis hin zu den Lebensmittelhersteller*innen. „Wastecooking“ ist ein unterhaltsames Roadmovie. David Groß, Lebensmittelaktivist und Koch, reist durch fünf europäische Länder, um all jenes kulinarisch zu recyceln, was sonst an Essbarem vergeudet wird. Mit seinem Cooking-Truck trifft er dabei auf verschiedenste Akteur*innen der Lebensmittelverschwendungskette und sucht nach Lösungswegen für eine nachhaltigere Produktions- und Konsumweise. “Wastecooking” ist inspirierend, voller Handlungsmöglichkeiten und ein spannendes Projekt, das Kunst, Politik und Aktivismus vereint.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

80

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 30.01. 18:00 | Gast: Wam Kat (BadBelzig) und Foodsharing Marburg | GL 2.02. 19:30
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Die Wayúu sind eine indigene Gemeinschaft , die in den Wäldern Nordkolumbiens lebt. Ihr Dorf Tamaquito ist bedroht, da sich der Kohletagebau in der nahegelegenen Mine von „El Cerrejón“ immer weiter ausbreitet. Die dort entstandene Mondlandschaft hat bereits ein Ausmaß von 700 Quadratkilometern angenommen und versorgt viele europäische Länder mit preiswerter Steinkohle, um ihnen ein „besseres Leben“ zu ermöglichen. Bevor die Wayúu durch den Kohleabbau bedroht wurden, lebten sie von ihrem Land, das ihnen alles gab, was sie brauchten. Geht es nach den mächtigen Rohstoff konzernen Glencore, Anglo American und BHP Billiton, sollten die Wayúu schnellstmöglich umgesiedelt werden. Mit den Verhandlungen um den zukünft igen Lebensraum der Wayúu beginnt ein Kampf um deren Existenz, bei dem sich die Dorfgemeinschaft nicht so einfach geschlagen geben will. Der Film „La Buena Vida“ stellt die Frage nach dem „guten Leben“ und zeigt exemplarisch die Folgen unseres stetig steigenden Energiehungers in anderen Regionen der Welt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

97

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

SAA 23.01. 18:00 | GI 26.01. 18:00 | Gast: Jens Schanze (Regie) | MR 26.01. 20:30 | Gast: Jens Schanze (Regie)
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Es wird prognostiziert, dass die Weltbevölkerung bis 2050 auf zehn Milliarden Menschen anwachsen wird. Wie werden all diese Menschen in Zukunft ernährt? Der Film zeigt: So wie bisher kann es nicht weitergehen. Die hemmungslose Ausbeutung unserer Ressourcen in der Massenproduktion zerstört unsere eigentliche Ernährungsgrundlage. Doch bislang behaupten Befürworter*innen der Agrarindustrie, dass die Massenproduktion der industriellen Landwirtschaft die einzige Lösung sei. Stimmt das? Oder sind Kleinbäuer*innen und ökologische Methoden vielmehr dazu geeignet, den Bedarf der Weltbevölkerung nachhaltig zu decken? An diesen Fragen entlang präsentiert „10 Milliarden” reale Lösungsansätze zur zukunftsfähigen Ernährungssicherung. Regisseur Valentin Thurn spricht mit Vertreter*innen aus den verschiedenen Lagern der industriellen und der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, trifft Biobäuer*innen und Nahrungsmittelspekulant*innen, besucht Laborgärten und Fleischfabriken.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

107

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

 WZ 24.01. 11:00 | SAA 24.01. 20:30 HEU 25.01. 20:00 | GI 30.01. 18:00

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