Deutschland

Wie können Menschen von der Produktion von Waffen leben, die zum Töten anderer Menschen dienen? Um diese Frage zu beantworten, besucht der Regisseur den schwäbischen Ort Oberndorf, wo gleich mehrere Firmen Waffen produzieren. Er begleitet einen kritisch eingestellten OB-Kandidaten im Wahlkampf und zeichnet ein vielschichtiges Bild der Bevölkerung. Der Politiker benennt das Dilemma: „Die Leute wissen, dass sie täglich eine Todsünde begehen.“ Neben Kritiker*innen kommen auch Beschäftigte von „Heckler & Koch” zu Wort, wo die weltweit von Militärs und Terrorist*innen gleichermaßen geschätzten Sturmgewehre G3 und G36 hergestellt werden. Gerichtsverfahren konnten bisher nichts daran ändern, dass diese auch in Krisengebiete geliefert werden. Jeden Tag verlieren weltweit Menschen durch Waffen aus Oberndorf ihr Leben. Dieser Konsequenz ihres Handelns wollen die meisten der in der Waffenproduktion arbeitenden Menschen aber nicht ins Auge sehen. Sie fühlen sich stattdessen an den Pranger gestellt. Ein Film gegen eine Mauer aus Leugnung und Rationalisierung.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 24.1. 20:30 | WZ 25.1. 19:00 | SAA 31.1. 18:00 | GL 1.2. 19:30

Urmila Chaudhary lebt im Süden Nepals und ist sechs Jahre alt, als sie von ihren Eltern als „Kamalari“, eine Haushaltssklavin, in die Hauptstadt verkauft wird. Erst 12 Jahre später gelingt ihre Befreiung. Mit der eigenen Freiheit gibt sich Urmila aber nicht zufrieden. Aus dem Erlebten zieht sie ihre Lehren und engagiert sich mit der Organisation „Freed Kamalari Development Forum“ gegen das „offiziell” als abgeschafft geltende System der Leibeigenschaft. Bis heute konnten von Urmila und ihren Mitstreiterinnen über 13.000 Mädchen aus der Sklaverei befreit werden. Gleichzeitig hat sich Urmila ein vermeintlich unerreichbares Ziel gesetzt: Sie möchte Rechtsanwältin werden und ihr Heimatland Nepal weiter verändern. Deshalb versucht sie, ihren Schulabschluss nachzuholen, denn wie den meisten „Kamalari“ blieb auch ihr eine Schulbildung verwehrt. Beim Versuch, das Lernen mit ihrer Arbeit als Aktivistin zu vereinbaren, stößt die mittlerweile 25-Jährige aber zunehmend an ihre persönlichen Grenzen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

87

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 26.1. 20:30

Trailer : 

Die beiden Roma Kefaet und Selami, zwei Brüder und Rapper, die in Essen als Asylbewerber aufgewachsen sind, werden im März 2010 in den Kosovo abgeschoben. Sie kommen, getrennt von ihrer Familie, in ein Land, das ihnen vollkommen unbekannt ist. Dort fühlen sie sich wie Touristen und treffen auf bislang unbekannte Verwandte. Statt Hilfe und Unterstützung erfahren sie nur Ablehnung. Es beginnt eine Odyssee durch den Behördendschungel, die geprägt ist von immer neuen Hoffnungen und Enttäuschungen. Ihre Ausreiseanträge werden regelmäßig ohne Begründung abgelehnt. Schließlich erhalten sie eine Einladung zu einem Festival nach Slowenien, die es ihnen ermöglichen könnte, nach Deutschland weiter zu reisen. Kommt ihre Geschichte doch noch zu einem guten Ende? Regisseur Sami Mustafa hat Selami und Kefaet über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren mit der Kamera begleitet. Es ist ein intimes Porträt zweier Brüder entstanden, die ihre alte Heimat verloren und ihre neue noch nicht gefunden haben. Ein Film über Heimat, Familie, Flucht und das Gefühl, zwischen zwei Welten zu leben.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 25.1. 18:00

Trailer : 

Am 30. und 31. Oktober 2014 kommt es zu einem Aufstand in Burkina Faso, der den Sturz des Regimes von Blaise Compaoré nach sich zieht. Im Film blicken unterschiedliche Protagonist*innen des politischen Aufstandes zurück und schildern die Hintergründe. Frauen, Männer und vor allem Jugendliche haben sich ohne Waffen zu einem „Nein“ gegen ein diktatorisches und militarisiertes Regime erhoben. Sie sind überzeugt, dass eine entschlossene Bevölkerung im Stande ist, gegen jede noch so große Übermacht zu siegen. Der Film fragt nach Hoffnungen und Erwartungen für eine zukünftige Gesellschaft: Eine Diktatur wurde gestürzt, aber welche politischen und sozialen Veränderungen müssen erst noch erreicht werden? Das Produktionsteam möchte diese Erfahrungen mit denjenigen teilen, die nach einer wirklichen demokratischen und gerechten Veränderung streben.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

70

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 24.1. 20:30

Trailer : 

Kaum irgendwohin sonst fließen pro Kopf gerechnet solch hohe Summen an Hilfsgeldern wie nach Palästina. Die EU ist dabei der größte Geber. Der Zweck ist die Unterstützung beim Aufbau eines unabhängigen demokratischen Staates Palästina, der Seite an Seite und in Frieden mit Israel existieren soll. Das wird seit 1993 in tausenden Dokumenten immer wieder herausgestellt. Doch die Bilanz nach 20 Jahren ist desaströs: Ein Staat Palästina ist ferner denn je und die wirtschaftliche Situation ist prekär. Ein Viertel der Bevölkerung lebt in Armut, die Arbeitslosigkeit im Westjordanland liegt bei 17 %, im Gazastreifen gar bei 43 %. Nur 18 % der Westbank stehen unter alleiniger palästinensischer Kontrolle. Nach 22 Jahren internationaler Unterstützung ist die Besatzung nicht beendet, sondern verhärtet. Die EU ersetzt mit den Zahlungen Politik durch Geld. Befördert die EU so den Stillstand im Friedensprozess?

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

58

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 24.1. 18:00 | GL 2.2. 19:30

Godeliève und Florida, zwei ruandische Aktivistinnen, engagieren sich gemeinsam, um die Traumata des Völkermords von 1994 in Ruanda zu überwinden. Sie organisieren Aktivitäten und Trainings für einzelne Frauen, aber auch für ganze Gemeinden. Teilnehmer*innen sind Überlebende der Gewalt ebenso wie Täter*innen. Beharrlich rütteln sie am Tabu der sexualisierten Kriegsgewalt. Trotz verschiedener Herkunft, die sie während des Genozids auf unterschiedlichen Seiten stehen ließ, kämpfen diese beiden Frauen heute für gemeinsame Ziele: Aufarbeitung, Geschlechtergerechtigkeit und Stärkung der politischen Selbstbestimmung von Frauen. Der Film zeigt Godeliève und Florida, wie sie entschlossen und selbstbewusst gegen tradierte patriarchale Strukturen kämpfen, um ihre Vision von sozialem Wandel zu verfolgen. In Form einer filmischen Langzeit-Dokumentation wird die Geschichte einer Transformation aus der Schockstarre in Aktivismus und politische Partizipation einfühlsam erzählt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

83

Regie: 

Sprache: 

  • dt/OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 29.1. 18:00 | GI 28.1. 20:30

Trailer : 

MinamisÕma, eine kleine Stadt in der Sperrzone um Fukushima, sucht nach dem SuperGAU im AKW nach Normalität. Hauptprotagonist*innen des Films sind ein Teenage-Rocker, ein Umweltaktivist, ein Ingenieur der AKW-Betreiberfirma Tepco und eine Pferdezüchterin. Sie alle versuchen, ihr Leben angesichts des Verlustes ihrer Häuser, ihres sozialen Gefüges und der unsichtbaren Strahlungsgefahr neu zu organisieren. Sie stehen vor der Frage, ob sie bleiben oder gehen sollen. „Furusato“ – „Heimatstadt“, ist ein beunruhigendes Porträt des alltäglichen Lebens inmitten einer Katastrophe, deren Auswirkungen weit über Japan hinausgehen. Der Film bietet viel Raum, sich mit den großen Problemen rund um Wachstum und Energie sowie den tatsächlichen Kosten unserer gegenwärtigen Lebensweise zu beschäftigen. Im November 2016 gewann der Film den Jurypreis „Goldene Taube” des DOK Leipzig Filmfestivals.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

94

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 24.1. 18:00 | GI 25.1. 20:30 | HEU 23.1. 20:00

Trailer : 

In einem entlegenen kurdischen Bergdorf im Osten der Türkei geraten die alte Berfe und ihre Enkelin Jiyan in Schwierigkeiten, als ihr Sohn und Vater Temo, einziges männliches Mitglied des Haushalts, mit allen anderen jüngeren Männern des Dorfes vom türkischen Militär verhaftet wird. Der kommandierende türkische Offizier hatte die Information, dass in jedem Haus des Dorfes Waffen versteckt seien. Jeder Gefangene kommt frei, sobald die Angehörigen ein Einsehen haben und die versteckten Waffen abgeben. Das Problem ist aber, dass es gar keine versteckten Waffen gibt! Jede Familie sucht nach einer Lösung und so mancher betreibt sein eigenes Geschäft mit den Unwissenden. Auch Berfe und Jiyan machen sich in ihrer Verzweiflung auf den Weg eine Waffe zu finden, um Temo aus den Händen des Militärs zu befreien. Die Suche nach dieser Waffe wird zur Geschichte eines alten kurdischen Märchens: Zur Geschichte des Fuchses …

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 22.1. 15:30 | GI 29.1. 15:30 | NW 1.2. 19:00

Trailer : 

Am Fluss Xingu im brasilianischen Amazonasgebiet entsteht seit 2011 der drittgrößte Staudamm der Welt, der Belo Monte. Er soll Strom für den „wirtschaftlichen Aufstieg Brasiliens” liefern – so die offizielle Version – und den Rohstoffhunger der Welt. Doch es geht auch um ein milliardenschweres Geschäft inklusive massiver Korruption und hoher Profite für die daran Beteiligten. „Das ist eine kriminelle Vereinigung“, sagt der katholische Bischof von Altamira, Erwin Kräutler, und verweist auch auf den aktuellen Skandal um den Ölkonzern „Petrobras“, der Brasilien erschüttert. Auch europäische Konzerne wie Siemens, Andritz oder Norsk Hydro wollen kräftig mitverdienen, indem sie Turbinen bauen oder Bauxit zu Aluminium verhütten. 150 weitere Staudämme sollen im Amazonasgebiet neu gebaut werden. Dafür will man hunderttausende Hektar Urwald roden, Indigene und Flussbauer*innen vertreiben, auch am Fluss Tapajos. Doch die indigene Gruppe der Mundruku leistet dort erbitterten Widerstand, während am Xingu schon Zehntausende zwangsweise umgesiedelt werden.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

95

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 29.1. 20:30 | NW 31.1. 19:00

Im bolivianischen Hochland erhebt sich der Berg Cerro Rico. Durch eine 1545 zufällig entdeckte Silberader wurden die spanischen Konquistadoren auf den Berg aufmerksam und begannen noch im selben Jahr zu graben. Dieser Reichtum finanzierte das spanische Imperium und beeinflusste die ökonomische Entwicklung in Europa maßgeblich. Der Preis dieses unvorstellbaren Silberabbaus: Völkermord. In nur drei Jahrhunderten fielen der Habgier der Europäer*innen am Cerro Rico mehr als acht Millionen Menschen zum Opfer. Vom Reichtum ist der Region nicht viel geblieben. Dennoch graben auch heute noch rund 150.000 Bergarbeiter in den Minen des Cerro Rico. 2014 begann Armin Thalhammer gemeinsam mit fünf jungen Filmemacher* innen, die Kumpel über sechs Wochen hinweg in den Stollen zu begleiten, um ihre harte Arbeit zu dokumentieren. Der Regisseur verlässt sich dabei ausschließlich auf die Atmosphäre, die mittels Bild und Ton geschaffen wird, um den Arbeitsalltag in einem realistischen Licht darzustellen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

30

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 27.01. 18:00 | GI 28.1. 18:00

Trailer : 

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