Dänemark

Vom marokkanischen Berg Gurugu aus hat man einen guten Blick auf die nordafrikanische Mittelmeerküste und die spanische Enklave Melilla. Genau hier werden Afrika und der europäische Kontinent durch eine stark gesicherte Grenze voneinander getrennt, die aus drei hintereinander gereihten, meterhohen Zäunen besteht. In den umliegenden Wäldern leben Geflüchtete, die meist aus der Subsahara-Region kommen. Sie warten auf einen geeigneten Zeitpunkt, um die Grenze zu überqueren. Auch der aus Mali stammende Abou Bakar Sidibé lebt seit 14 Monaten in dem inoffiziellen Camp und hat schon mehrfach den Sprung über die Grenzzäune versucht. Nach einem Treffen mit den Filmemachern Moritz Siebert und Estephan Wagner übernimmt Sidibé deren Kamera und beginnt, seinen Alltag am Rande einer abgeschotteten EU, der von zermürbendem Warten geprägt ist, selbst zu dokumentieren. So findet in „Les Sauteurs” ein längst notwendiger Perspektivenwechsel statt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

79

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 20.1. 19:30 | GI 21.1. 20:30

Trailer : 

1965 wurden in Indonesien in staatlich organisierten Massakern Gewerkschaftsmitglieder, Intellektuelle, ethnische Chines*innen und landloseBäuer*innen beschuldigt, Kommunist*innen zu sein, und verhaftet oder direkt ermordet. Die Täter*innen wurden für ihre Verbrechen nie zur Rechenschaft gezogen. Im Gegenteil: Sie werden für ihre Taten bis heute gefeiert.Über ihren absoluten Mangel an Unrechtsbewusstsein drehte Regisseur Joshua Oppenheimer bereits den Dokumentarfilm „The Act of Killing“. In seinemneuen Film geht es um die Opfer. Gemeinsam mit Angehörigen der Opfersucht der Regisseur die Mörder*innen und deren Familien auf, konfrontiertsie mit ihren sadistischen Taten, fragt nach Gewissen und Verantwortung.Doch die Täter*innen, denen die Angehörigen der Opfer jeden Tag im Dorfbegegnen, zeigen keine Regung oder Reue. Oppenheimer dokumentiert dasGrauen eines nie aufgearbeiteten, kollektiven Verbrechens und gibt so derindividuellen Trauer ihren Raum.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

99

Regie: 

Sprache: 

  • Indonesisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 29.01. 20:30 | GI 30.01. 20:30

Der Film begleitet die in pinkfarbene Saris gekleideten Frauenrechtsaktivis- tinnen der „Gulabi Gang” in die Dörfer des Bundesstaats Uttar Pradesh. Dort kämpfen sie in einer von Patriarchat und polizeilicher Korruption geprägten Atmosphäre für Gerechtigkeit und gegen die Unterdrückung von Frauen und Unberührbaren. So ist es z. B. keine Seltenheit, dass Morde an jung verhei- rateten Frauen vertuscht und gedeckt werden oder Vergewaltigungen unge- ahndet bleiben. Mit traditionellen Kampfstöcken bewaff net und wortstark auft retend erhebt sich die „Gulabi Gang“ gegen die dörfl ich-traditionellen und bürokratischen Strukturen. Im Mittelpunkt steht die charismatische, durchsetzungsfähige Gründerin der Bewegung, Sampat Pal Devi, die am eigenen Leib erfahren hat, was sie heute mit ihren Frauen in Pink bekämpft . Längst ist die Gulabi Gang zu einer Bewegung geworden, mehr als 150.000 Frauen haben sich ihr in Indien bereits angeschlossen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

96

Regie: 

Sprache: 

  • Hindi mit englischen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 26.01. 20:30
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