Dänemark

THE WAIT

Dänemark 2016 | Emil Langballe 58 Min | OmengU

Rokhsar Sediqi ist 14 und lebt in einer dänischen Kleinstadt. Sie ist gut in der Schule, hat Freunde und spielt im Mädchenteam des örtlichen Fußballvereins. Ein normales Teenagerleben, scheint es. Aber das täuscht: Vor mehr als fünf Jahren floh sie mit ihren Eltern und fünf Geschwistern aus Afghanistan nach Dänemark. Doch ihr Antrag auf Asyl wurde abgelehnt. Eine Abschiebung kann also jederzeit erfolgen.
»The Wait« zeigt eindrücklich, was die europäische Asylpolitik mit ihren abstrakten, bürokratischen Prozessen und jahrelanger Unsicherheit für Rokhsar und ihre ganze Familie bedeutet.

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YULAS WELT – SOMETHING BETTER TO COME

Dänemark, Polen, 2014 | Hanna Polak | 98 Min. | OmdtU

Yula wünscht sich nichts mehr, als ein Leben zu leben wie alle anderen. Ihre Realität ist allerdings trist. Sie lebt mit ihrer Mutter in der eigentlich verbotenen Zone von Svalka, der größten Müllhalde Europas, nur 20 km vom Kreml entfernt. Dort versucht sie, inmitten von Dreck und Müll zu überleben, aber gleichzeitig auch ein ganz normaler Teenager zu sein. Zwischen Abfall und gepanschtem Alkohol erlebt sie die erste Liebe mit all ihren Folgen. Gleichzeitig kümmert sie sich um ihre Mutter und verliert dabei nie das Ziel aus den Augen, Svalka irgendwann verlassen zu können. Während all dem fasziniert Yula durch ihre Unbeschwertheit und ihren Lebensmut, die sie trotz allem nie verliert. Hanna Polak hat Yula 14 Jahre lang mit der Kamera begleitet. Sie erzählt ihre unvorstellbare Geschichte mit packender Unmittelbarkeit und voller Feingefühl. Dabei ist ein universeller Film über das Erwachsenwerden entstanden, der von Hoffnung, Mut und Lebensfreude inmitten schwierigster Umstände erzählt.

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DREAM EMPIRE

Dänemark 2016 | David Borenstein | 73 Min | OmengU

Sieben Jahre lang folgt DREAM EMPIRE der jungen Chinesin Yana, einer Arbeitsmigrantin vom Lande, die in einem kuriosen Sektor vom chinesischen Bauboom profitieren und ihren eigenen Chinese Dream verwirklichen will: In ihrer Agentur vermarktet sie westliche Ausländer im Unterhaltungsprogramm von Immobilienverkaufsshows. Talent ist dafür nur bedingt erforderlich, Hauptsache die sog. »White Monkeys« schaffen internationales Flair. »Man stelle einen Europäer vor eine Geisterstadt, schon wird sie zur Metropole einer globalisierten Zukunft.« (Sarina Lacaf, DOK.fest München) Das Wohnen in »internationalen Städten« vom Reißbrett mit pseudo-westlicher Wohnkultur bedeute sozialen Aufstieg und Anlagegewinne, versprechen die Makler ihren chinesischen Kunden. Viele, darunter auch Yana selbst, glauben daran und werden zu Spielbällen in der Welt der Immobilienspekulation. Borenstein erzählt nicht nur Yanas, sondern auch seine eigene Geschichte. Denn als Musiker aus Europa ist er selbst ein »White Monkey«, den Yana im Neonlicht von Chinas Boomtown Chongqing anheuert.

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