Filmarchiv

10 Milliarden

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Es wird prognostiziert, dass die Weltbevölkerung bis 2050 auf zehn Milliarden Menschen anwachsen wird. Wie werden all diese Menschen in Zukunft ernährt? Der Film zeigt: So wie bisher kann es nicht weitergehen. Die hemmungslose Ausbeutung unserer Ressourcen in der Massenproduktion zerstört unsere eigentliche Ernährungsgrundlage. Doch bislang behaupten Befürworter*innen der Agrarindustrie, dass die Massenproduktion der industriellen Landwirtschaft die einzige Lösung sei. Stimmt das? Oder sind Kleinbäuer*innen und ökologische Methoden vielmehr dazu geeignet, den Bedarf der Weltbevölkerung nachhaltig zu decken? An diesen Fragen entlang präsentiert „10 Milliarden” reale Lösungsansätze zur zukunftsfähigen Ernährungssicherung. Regisseur Valentin Thurn spricht mit Vertreter*innen aus den verschiedenen Lagern der industriellen und der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, trifft Biobäuer*innen und Nahrungsmittelspekulant*innen, besucht Laborgärten und Fleischfabriken.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

107

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

 WZ 24.01. 11:00 | SAA 24.01. 20:30 HEU 25.01. 20:00 | GI 30.01. 18:00

2 m2 (zwei Quadratmeter) Leben

In Hongkong, der teuersten und reichsten Stadt der Welt, sind Mietpreise so hoch, dass sich viele Menschen, trotz Arbeit, nicht mehr als 2 Quadratmeter Wohnfläche leisten können. Andy (25) und der fast 60 jährige Mr. Lee leben in stapelbaren Gitterboxen und die vierköpfige Familie Leung teilt sich 4 qm. Liebevoll begleitet der Film seine ProtagonistInnen, zeigt ihre Lebensweisen und eine Seite, von der sich die Metropole nur selten zeigt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

13

Regie: 

Sprache: 

  • dt

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

2.11. SAA 18:00 | 5.11. HEU 20:00 | 10.11. GI 18:00

5 Jahre Leben

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„5 Jahre Leben“ basiert auf der wahren Geschichte des Bremers Murat Kurnaz, der insgesamt fünf Jahre als Gefangener der USA in Afghanistan und Guantánamo inhaftiert war. Es ist nicht nur die Chronik eines Missbrauchs von Macht, sondern zeigt auch den Überlebenswillen eines Mannes, dem man alles genommen hat. Murat Kurnaz wollte seinem Leben einen neuen Sinn geben, als er sich dem Islam zuwandte und nach dem 11. September 2001 nach Pakistan aufbrach, um eine Koranschule zu besuchen. Ihm wird vorgeworfen, in terroristische Aktivitäten involviert zu sein. In Haft trifft er auf Gail Holford, den Verhörspezialisten der US-Regierung, der versucht, mit allen Tricks der Manipulation und Einschüchterung Kurnaz ein Geständnis zu entlocken. Aber Kurnaz hat nichts zu gestehen. Er ist unschuldig. Seine Weigerung, ein Geständnis zu unterzeichnen, ist das Einzige, was ihm bleibt. „5 Jahre Leben“ ist ein spannendes Drama, welches das westliche Demokratieverständnis und die Rechtsstaatlichkeit auf den Prüfstein stellt und die Frage nach universalen Menschenrechten aufgreift .

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2013

Filmlänge (min): 

96

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 24.01. 15:30 | Gast: Younes Qrirou (Amnesty international)

Trailer : 

A Quien Conmigo Va

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Fünf Jahre ist es her, dass in Spanien die Immobilienblase platzte. Von der einstigen Wohlstandsgesellschaft ist nur noch wenig übrig. Der abstrakte Begriff “Finanzkrise” ist für den größten Teil der spanischen Gesellschaft zur harten Realität geworden. Mit über 200 Zwangsräumungen am Tag und knapp 2 Millionen Haushalten ohne gesichertes Einkommen ist das Existenzminimum für viele Menschen schon lange unterschritten. Auch Lola und ihre Familie sind von der Krise betroffen. Sie und ihr Partner haben ein Haus auf Kredit gekauft und dieses nur teilweise abbezahlen können. Nun sitzen sie auf 240.000 Euro Schulden. Ohne Dach über dem Kopf schließen sie sich mit anderen Betroff enen zusammen und besetzen einen leerstehenden Gebäudekomplex. Mit respektvoller Nähe zeigt der Dokumentarfilm, wie die Aktivist*innen sich mit politischen Aktionen, Flugblättern und Demonstrationen gegen die soziale Kälte der Banken und Politik zur Wehr setzen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

73

Regie: 

Sprache: 

  • Spanisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 25.01. 18:00 | Gast: Amparo Mejías (Regie)

Agorá - Von der Demokratie zum Markt

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Agorá war im antiken Griechenland der Versammlungsort für die aktiven Bürger und für das politische, ökonomische und kulturelle Leben. Im modernen Griechenland ist die AGORÁ verkommen zu einem Ort für rein kommerzielle Transaktionen und damit Symbol für die politische Entwicklung, die der Staat Griechenland in den letzten Jahrzehnten durchlief. Im Dokumentarfilm Agorá wird die Eurokrise aus griechischer Sicht über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren porträtiert. Der Regisseur fängt die politischen und sozialen Auswirkungen der Krise in intensiven, teilweise erschütternden Bildern ein und spricht sowohl mit politischen Entscheidungsträger*innen als auch mit direkt Betroffenen der Krise. Avgerópoulos dokumentiert Zustände, von denen man nicht glaubt, dass sie noch in Europa möglich wären: Armut, Obdachlosigkeit und eine stetig steigende Arbeitslosigkeit. Das soziale Gefüge des Landes ist tief erschüttert. Eine griechische Sicht auf die Folgen der Austeritätspolitik.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

117

Regie: 

Sprache: 

  • Griechisch und Englisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 25.01. 18:00 | Gast: Fabian Georgi (Universität Marburg) | GI 25.01. 20:30 | Gast: Fabian Georgi (Universität Marburg)

Agraprofit

Der Kurzfilm dokumentiert eine Kommunikations-Guerilla-Aktion des fiktiven Unternehmens Agraprofit, die im September 2012 auf dem Wochenmarkt einer deutschen Großstadt durchgeführt wurde.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2013

Filmlänge (min): 

5

Sprache: 

  • dt

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

4.11. GL 19:30 | 4.11. GI 20:30 | 3.11. MR 18:00 | 6.11. HER 19:00 | 6.11. NW 19:30 | 6.11. HEU 20:00 | 6.11. SAA 20:30 | 7.11. HER 19:00

Agrokalypse

Vielen ist bewusst, dass der Boom des Gen-Soja-Anbaus in Brasilien die Abholzung des Regenwalds beschleunigt und dass Soja vor allem für die industrielle Fleischproduktion angebaut wird. Ein Aspekt, der oft unerwähnt bleibt, ist die damit einhergehende Landenteignung der indigenen Bevölkerung. Der Film begleitet den Bio-Tofu-Produzenten Wolfgang Heck nach Brasilien, wo er das absolute Gegenteil seines europäischen kleinbäuerlichen Soja-Anbaus begutachtet. Er wird dort mit der harten Realität der indigenen Bevölkerung konfrontiert, die Teile ihres ursprünglichen Landes besetzen, um es als Lebensgrundlage für sich einzufordern. Die Gegensätze zwischen dem Leben in den „Gated Communities“ der Mittelklasse und der Großgrundbesitzer*innen und dem der Indigenen könnten größer nicht sein. „Eine Wirtschaft, die sich nur am Gewinn orientiert, und Konsumenten, die die Konsequenzen ihres Kaufverhaltens verdrängen – dies macht uns am Ende alle zu Verlierern“, befürchtet der Filmemacher Marco Keller.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

60

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 23.1. 18:00 | BN 26.1. 19:30 | SAA 1.2. 20:30

Trailer : 

Art/Violence

Der Friedensaktivist, Regisseur und Leiter des Freedom Theatre im Flüchtlingslager von Jenin, Juliano Mer-Khamis, wurde 2011 ermordet. Der Sohn einer jüdischen Mutter und eines palästinensischen Vaters setzte auf die Kunst als Mittel gegen die Hoffnungslosigkeit und die Gewalt im Flüchtlingslager. Er bot Künstlern, ungeachtet von Nationalität und Geschlecht, eine Bühne. Der Film beleuchtet die Schwierigkeiten und Herausforderungen, denen die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler nach der Ermordung Mer-Khamis bei ihrer Arbeit begegnen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2013

Filmlänge (min): 

75

Regie: 

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

Sonderveranstaltung 22.10.2013 um 19:30 | Capitol Center Marburg

Assistance Mortelle –Tödliche Hilfe

Am 12. Januar 2010 wurde Haiti von einem verheerenden Erdbeben verwüstet. 230.000 Menschen verloren ihr Leben, 1,5 Millionen Bewohner*innen des Karibikstaates wurden obdachlos. Die internationale Staatengemeinschaft sagte 11 Milliarden Dollar an Hilfsmaßnahmen zu. Hilfsorganisationen aus aller Welt entsandten Mitarbeiter*innen. Die Koordinierung und Verwaltung der Gelder übernahm die Interimskommission IHRC, geleitet von Bill Clinton. „Dies ist die größte Chance, die Haiti je hatte“, versprach der ehemalige US-Präsident. Der Filmregisseur und frühere Kulturminister Haitis Raoul Peck sieht das anders. Er dokumentierte den Wiederaufbau seines Landes zwei Jahre vor Ort. Er befragte Entscheidungsträger*innen, Ingenieure*innen und „einfache“ Haitianer*innen. Seine bittere Bilanz: Noch immer leben Hunderttausende in Zelten, nur ein Bruchteil des versprochenen Geldes ist angekommen und viele Spendengelder flossen zurück in die „Geberländer“. Haitianer*innen wurden beim Wiederaufbau von allen wichtigen Entscheidungen systematisch ausgeschlossen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2013

Filmlänge (min): 

99

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 26.1. 18:00 | SAA 31.1. 20:30

Trailer : 

Asyland

Ein Leben in Containern, Bettenlagern und Baracken. Eingezäunt und abgeschottet von der Außenwelt – so sieht die harte Realität der Erstaufnahmelager für Geflüchtete aus. Diese Bilder sind zwar aus den Abendnachrichten bekannt, viel weniger weiß man allerdings, wie es in den Menschen, die dort leben, aussieht. Der Dokumentarfilmer Çağdaş Yüksel nimmt uns mit auf eine Reise quer durch Deutschland. Er besucht Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und sich nun, angekommen in Deutschland, mit unvorstellbaren Herausforderungen konfrontiert sehen. Ein halbes Jahr begleitete das Filmteam den Alltag von Geflüchteten und dokumentiert dabei nicht nur ihren Tagesablauf, sondern auch ihre Motivationen, Gefühle und Gedanken. Auf der Suche nach Erklärungen beleuchtet der Film unterschiedliche Sichtweisen auf die Situation von Geflüchteten in Deutschland. Er lädt die Zuschauer*innen ein, zu verstehen und die Perspektive zu wechseln. Ein sehr hilfreicher Film.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

62

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 21.1. 20:30 | GI 22.1. 18:00 | BN 29.1. 11:00 | SAA 30.1. 20:30 | GL 30.1. 19:30

Trailer : 

Auf der Seite der Braut

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Von Mailand nach Stockholm mit fünf aus Syrien Geflohenen. Kein leichtes Unternehmen. Auf verschiedenen Wegen haben sie es aus ihrem vom Bürgerkrieg zerstörten Land bis nach Italien geschafft, aber Schweden, das Ziel ihrer Reise, scheint in unerreichbarer Ferne. Der Regisseur und Journalist Gabriele Del Grande initiiert gemeinsam mit Freund*innen eine kreative und fiktive Geschichte: Sie tarnen sich als Hochzeitsgesellschaft , um die fünf von Italien bis nach Schweden zu bringen. Wer würde schon eine Hochzeitsgesellschaft stoppen? Und so begibt sich die Gruppe auf eine Reise durch die Festung Europa. Immer begleitet von der Kamera, halten sie dokumentarisch fest, wie das Filmteam gegen europäische Reisebeschränkungen verstößt. Menschen, die in ihrer Heimat und auf der Flucht alles verloren haben, nehmen sich ihr Recht auf Bewegungsfreiheit. Mit der Veröffentlichung des Films, quasi eine Selbstanzeige, nehmen sie die juristischen Konsequenzen in Kauf – und machen gleichzeitig deutlich, wie wenig Menschlichkeit in der europäischen Flüchtlings- und Asylpolitik herrscht.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

98

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 22.01. 19:30 | Gast: Regie | GI 23.01. 20:30 | Gast: Regie | WZ 25.01. 19:00 HEU 26.1. 20:00

Aufstieg und Fall einer Patentlösung

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In vielen prägnanten Zitaten, Interviews, Bildern und Filmsequenzen wird nachgezeichnet, wie Parteien, Landesregierung, Universitäten, große internationale Firmen und dubiose Kleinstfirmen in Mecklenburg-Vorpommern ein Eldorado der Agro-Gentechnik aufbauten. Doch aus der vermutet widerstandslosen Region wurde ein bemerkenswertes Symbol für die Kraft des Widerstandes, in dem sich kreative Aktivist*innen, Umweltschützer*innen und Anwohner*innen gegen die scheinbare Übermacht verbündeten. Spektakuläre Bilder von Feldbesetzungen, O-Töne von Ohrenzeug*innen der nächtlichen Feldbefreiungen und Dokumente aus dem Inneren der Gentechnik- Seilschaften machen den Film zu einem umfassenden Rückblick auf fast zehn Jahre Aufstieg und Fall der Agro-Gentechnik. Am Ende siegte, zumindest in Deutschland und vorläufig, der Widerstand – ein nicht alltägliches Ergebnis... Wie es dazu kam, zeigt der Film von Jörg Bergstedt aus der Projektwerkstatt Saasen, die selbst Teil der deutschlandweiten Proteste gegen Gentechnik ist.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

102

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 28.01. 18:00|SAA 31.01. 18:00|GL 04.02 19:30

Ayotzinapa: Crónica de un Crimen de Estado

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 Am 26. September 2014 eröffnet die Polizei in Iguala, Mexiko das Feuer auf Studierende einer Lehrerschule, die sich auf dem Weg zu einer Demonstration befinden. Es ist der Beginn eines Ereignisses, bei dem 6 Menschen sterben und 43 Studierende spurlos verschwinden. Wenig später wird bekannt, dass die Studierenden von Polizeikräften an ein lokales Kartell übergeben wurden. Als weitere Indizien und Beweise dafür auftauchen, dass es sich bei dem Ereignis um ein Verbrechen des Staates in Kooperation mit der organisierten Kriminalität handelt, führt die Empörung in der mexikanischen Gesellschaft zur Entstehung einer Protestbewegung, die bis heute nicht Müde geworden ist gegen Repression, Korruption und staatliche Willkür in Mexiko zu kämpfen. Der Film thematisiert die dramatischen Ereignisse dieses Tages, beschäftigt sich mit den daran anschließenden Entwicklungen und gewährt dabei auch tiefe Einblicke in das politische System und die gesellschaftliche Realität in Mexiko. 

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

103

Regie: 

Sprache: 

  • Spanisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 30.1 19:00 (Kino im G-Werk)

Bad o Meh – Wind und Nebel

Wind und Nebel  ist ein hoffnungsvoller und ein schöner Film, auch wenn sein Thema alles andere als schön ist. Die Handlung spielt während des Iran-Irak-Krieges in den 80er-Jahren. Der kleine Sahand ist verstummt, seitdem er mit ansehen musste, wie seine Mutter bei einer Bombenexplosion ums Leben kam. Mit seiner älteren Schwester fährt er nun zu seinem Großvater in die Berge im Norden des Landes, in eine weitgehend sichere Gegend. Doch weil seine Mitschüler nicht um sein Trauma wissen, wird er wegen seines Schweigens gehänselt. Der Film nimmt die Perspektive von Kindern ein und erzählt dennoch vom Krieg an sich. Es ist ein Kinderfilm, der auch Erwachsene berührt.

FSK ab 6 Jahren - Empfohlen ab 10 Jahre
Preisträger des CinemaFairbindet Preises der Berlinale 2011

Pressestimmen zum Film
“Ein Meisterwerk wie Mohammad Ali Talebis ‘Wind und Nebel’, der bereits dritten Arbeit des Regisseurs, die seit 1995 ihren Weg ins Berlinale Kinderprogramm fand…” (FAZ)

“BAD O MEH ist ein herausragender Antikriegsfilm. In eindrucksvollen Bildern entwickelt der iranische Regisseur Mohammad Ali Talebis seine Geschichte…” (Der Tagesspiegel)

Kommentare von Kindern“Ein super Film, sehr gefühlvoll. Das Thema war Krieg und wie man sich fühlt, wenn Krieg ist.” (Enes)

“Der Film war schön und traurig. Traurig, weil der kleine Junge so unglücklich war und wie ein kleiner Bruder. Der Film war aber auch schön, weil die Schwester Shooka ihren Bruder nicht im Stich gelassen hat.” (Mahmoud)

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

74

Regie: 

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

3.11. MR 16:00 | 10.11. GI 16:00

Bekas

Wir befinden uns im kurdischen Teil des Iraks im Jahre 1990. Die Brüder Zana (6 Jahre) und Dana (10 Jahre) sind Straßenkinder und verdienen sich ihrGeld mit Schuhe putzen. Nach einer Kinovorstellung des Films „Superman“,die sie heimlich von einem Dach aus beobachten, beschließen sie, sich aufden Weg in das Land ihres Helden zu machen. Sie planen nach Amerika auszuwandern. Ohne Geld und gültige Pässe versuchen sie, die Landesgrenzezu überqueren. Dabei müssen sie zahlreiche Hindernisse und Gefahren überstehen, bei denen ihr außergewöhnlicher Zusammenhalt mehrfach auf dieProbe gestellt wird.Der Film „Bekas“ handelt von der besonderen Beziehung zweier Brüder, diezwar auf sich alleine gestellt sind, aber dennoch nie ihren Mut verlieren. Obwohl sie das Leben mit der ganzen Härte trifft, geben sie nicht auf und werden zu Helden ihres eigenen, für die Zuschauer*innen ausweglos erscheinenden Alltags. Ein Film, der komisch, spannend und realistisch zugleich ist,ohne dabei gängige Klischees von Armut zu bedienen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

97

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 24.01. 16:00 | GI 31.01. 16:00

Beyond the Red Lines

Ob im rheinischen Braunkohlegebiet, am Hafen von Amsterdam oder auf den Straßen von Paris während des Weltklimagipfels: Die Kämpfe für Klimagerechtigkeit werden an immer mehr Orten geführt. Der Film zeigt eine wachsende Bewegung, die zivilen Ungehorsam leistet und die Transformation hin zu einer klimagerechten Gesellschaft selbst in die Hand nimmt. 2015 wurde in Paris ein globales Klimaabkommen verabschiedet. Aber wurde damit wirklich der Klimaschutz vorangetrieben? Während die Verhandlungen auf Hochtouren laufen, liegen Welten zwischen dem, was notwendig wäre, um das Klimachaos noch abzuwenden, und dem, was tatsächlich passiert. Der Film porträtiert drei Initiativen im Vorfeld und während des Weltklimagipfels und dokumentiert, wie anlässlich des Gipfels trotz des ausgerufenen Notstands Zehntausende ihre Forderungen auf die Straßen von Paris tragen. Weltweit kommt es zur bisher größten Mobilisierung gegen den Klimawandel mit über 785.000 Menschen auf 2.200 Veranstaltungen in 175 Ländern.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 28.1. 20:30 | GI 27.1. 20:30 | WZ 27.1. 19:00 | SAA 2.2. 20:30

Bikes vs Cars

Der tägliche Verkehrsinfarkt macht das Leben in den Städten für Menschen weltweit immer problematischer. Eine Alternative zur Autonutzung sehen Viele im Radfahren. Wie mühsam dies aber häufig sein kann, zeigen Beispiele aus Sao Paulo, Los Angeles und anderen Städten. Radfahraktivist*innnen fordern daher mehr und sicherere Wege. Kontrastreich führt der Film uns vor Augen, wie die Entwicklung des Autoverkehrs mit der Schaffung entsprechender städtischer Infrastruktur korrespondiert und damit das Leben in der Stadt immer lebensfeindlicher macht. Es ist ein ungleicher Kampf, den die Aktivist*innen gegen die bedrückende Inbesitznahme der Stadt durch das Auto führen. Eine Automobilindustrie, die weiter expandiert, steht ihnen entgegen: Weltweit gab es im Jahr 2012 eine Milliarde Autos, 2020 sollen es doppelt so viele sein. Dass Aktivität jedoch zu Veränderung führen kann, sieht man am hoffnungsvollen Beispiel von Kopenhagen, wo mittlerweile rund 40 % der Pendler*innen mit dem Rad unterwegs sind.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

91

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 22.1. 18:00 | SAA 1.2. 18:00

Trailer : 

Black Block

Vom der G8-Gipfel 2001 in Genua sind vor allem die Bilder der Auseinandersetzungen zwischen Globalisierungskritiker_innen und der italienischen Polizei im Gedächtnis haften geblieben. Die deprimierenden Höhepunkte dieser Auseinandersetzungen waren der Tod von Carlo Giuliani, der von einem Polizisten erschossen wurde sowie der Überfall auf die Diaz-Schule. Black Block rekonstruiert die Ereignisse des 21. Juli 2001. Das besondere Ausmaß an Polizeiwillkür und -gewalt sowie die Suspendierung jeglicher rechtsstaatlicher Normen werden erfahrbar.

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

76

Regie: 

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

4.11. SAA 18:00 | 5.11. MR 20:30

Blut muss fließen. Undercover unter Nazis

Der Sänger grölt Gewaltparolen, die Skinheads toben und die Arme gehen hoch zum Hitlergruß: Als Thomas Kuban zum ersten Mal ein Neonazi Konzert mit versteckter Kamera dreht, ermöglicht er Einblicke in eine Jugendszene, in die sich kaum ein Außenstehender hineinwagt. Sechs Jahre später hat er rund vierzig Undercover-Drehs hinter sich, auch in Ländern jenseits deutscher Grenzen. Hoch brisant ist das Material, einzigartig in Europa, wahrscheinlich sogar weltweit. Mit Rechtsrock junge Menschen zu ködern und zu radikalisieren – diese „Masche“ zieht: Laut einer Studie ist der Rechtsextremismus in Deutschland zur größten Jugendbewegung geworden.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

87

Regie: 

Sprache: 

  • dt

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

3.11. SAA 16:00

Bottled Life

Wie verwandelt man Wasser in Geld? Eine Firma kennt das Rezept: Nestlé. Dieser Konzern dominiert den globalen Handel mit abgepacktem Trinkwasser. Der Schweizer Journalist Res Gehriger macht sich auf, einen Blick hinter die Kulissen des Milliardengeschäfts zu werfen. Nestlé blockt ab. Doch der Journalist lässt sich nicht abwimmeln. Er bricht auf zu einer Entdeckungsreise, recherchiert in den USA, in Nigeria und in Pakistan. Die Expedition in die Welt des Flaschenwassers verdichtet sich zu einem Bild über die Denkweisen und Strategien des mächtigsten Lebensmittelkonzerns der Welt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • dt

Spielzeiten: 

4.11. GL 19:30 | 6.11. GI 18:00 | 7.11. HER 19:00

Boza

„Boza“ bedeutet „Sieg“ in der westafrikanischen Sprache Bambara. „Boza“ rufen die Migrant*innen aus Ländern der südlichen Sahara, wenn sie es nach Jahren vergeblicher Versuche endlich schaffen, die Grenzen Europas zu überwinden. Der Film des tunesischen Filmemachers Walid Fellah beschreibt die Situation der Migrant*innen, die aus dem subsaharischen Afrika geflüchtet sind und in Marokko mit den Realitäten des Grenzregimes der „Festung Europa” konfrontiert werden. Er stellt auch eine Verbindung zum Kampf der Geflüchteten um Bewegungsfreiheit innerhalb Europas her: Am Beispiel des „March of Freedom” von Straßburg nach Brüssel sehen wir Geflüchtete eindrucksvoll von einer energischen, wütenden und hoffnungsvollen Seite. Diese Szenen geben den Protagonist*innen zusätzlich Kraft. Im Gegensatz zu den meisten Filmen über das Grenzregime, die von Europäer*innen gedreht werden, betont „Boza“ die Perspektive von Geflüchteten und Migrant*innen, die die europäischen Grenzen nicht akzeptieren.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

52

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 23.1. 20:30 | SAA 30.1. 18:00

Trailer : 

Burden of Peace

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Die Menschenrechtsaktivistin Claudia Paz y Paz wird 2010 in Guatemala zur Generalstaatsanwältin ernannt. Mit den Möglichkeiten dieses Amtes sagt die bescheidene Frau mit der sanften Stimme der Korruption und Straflosigkeit in ihrem Land den Kampf an. Doch ihre Feinde sind mächtig. Guatemala zählt seit dem jahrzehntelangen Bürgerkrieg zu den gewalttätigsten Ländern der Welt. Vier Jahre lang begleitet das Filmteam Claudia Paz y Paz auf Schritt und Tritt bei ihrer Arbeit. Der Staatsanwältin gelingt Historisches: Die Aufklärungsraten der Strafverfolgungsbehörden steigen exponentiell, korrupte Beamt*innen werden angeklagt. 2012 wird mit Ríos Montt zum ersten Mal ein ehemaliges Staatsoberhaupt in seinem eigenen Land des Völkermords angeklagt. Doch noch während des Verfahrens übernehmen die alten Eliten wieder die Macht im Lande und Claudia Paz y Paz Errungenschaften sind gefährdet.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

76

Regie: 

Sprache: 

  • Spanisch mit engl. Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 28.01. 18:00 | Gast: Katharina Ochsendorf

Buy Buy Europe

Es hätte ein großes Fest geben müssen. Aber elf Jahre nach der Einführung des Euros ist die Krise allgegenwärtig. Nie waren die Unterschiede zwischen den Ländern so stark, nie war die Kluft zwischen Arm und Reich derart schockierend.Diese Webserie macht sich auf die Suche nach den Gewinnern und Verlierern der Eurokrise. Und über alledem schwebt die Frage: Welches Europa wollen wir?

Erscheinungsjahr: 

2013

Filmlänge (min): 

50

Regie: 

Sprache: 

  • de, en, nl, fr, es

Schlagworte: 

Call me Kuchu

Der bekannte Schwulenaktivist des ostafrikanischen Landes Uganda, David Kato, der sich jahrelang für die Rechte von Homosexuellen (in der Landessprache „Kuchu“) stark macht, steht vor seiner größten Herausforderung: der Kampf gegen ein Gesetz, das die Todesstrafe für HIV-positive schwule Männer sowie Haftstrafe für Menschen vorsieht, die Kenntnis von Homosexuellen haben und diese nicht bei der Polizei melden. Nachdem radikale Evangelikale aus den USA Uganda als Ground Zero bezeichnet haben, erwartet das diskriminierende Gesetz die Abstimmung durch das ugandische Parlament. Nach einer Hetzkampagne lokaler Zeitungen wird Kato ermordet.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Spielzeiten: 

20.11. Marburg 20:00 | Gast: Antonia Klein (Mitglied der Koordinationsgruppe Uganda von Amnesty)

Can‘t be silent

Heinz Ratz hat 80 AsylbewerberInnenheime in  Deutschland besucht  und dort Musiker von Weltklasseformat gefunden: Sänger, Musiker, Rapper. Seine Combo „Strom & Wasser“ wurde kurzerhand durch ein „feat. The Refugees“ erweitert und begeisterte auf einer großen Deutschland-Tournee ein riesiges Publikum. Wir begleiten Heinz Ratz und die Refugees bei dem Versuch, sich von ihren verordneten Plätzen zu lösen – durch die so simple wie machtvolle Geste, die eigene Stimme zu erheben.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

88

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Spielzeiten: 

2.11. GI 20:30 | 3.11. MR 20:30 | 5.11. WZ 19:00 | 5.11. GL 19:30

Cerro Rico – The Silver Mountain

Im bolivianischen Hochland erhebt sich der Berg Cerro Rico. Durch eine 1545 zufällig entdeckte Silberader wurden die spanischen Konquistadoren auf den Berg aufmerksam und begannen noch im selben Jahr zu graben. Dieser Reichtum finanzierte das spanische Imperium und beeinflusste die ökonomische Entwicklung in Europa maßgeblich. Der Preis dieses unvorstellbaren Silberabbaus: Völkermord. In nur drei Jahrhunderten fielen der Habgier der Europäer*innen am Cerro Rico mehr als acht Millionen Menschen zum Opfer. Vom Reichtum ist der Region nicht viel geblieben. Dennoch graben auch heute noch rund 150.000 Bergarbeiter in den Minen des Cerro Rico. 2014 begann Armin Thalhammer gemeinsam mit fünf jungen Filmemacher* innen, die Kumpel über sechs Wochen hinweg in den Stollen zu begleiten, um ihre harte Arbeit zu dokumentieren. Der Regisseur verlässt sich dabei ausschließlich auf die Atmosphäre, die mittels Bild und Ton geschaffen wird, um den Arbeitsalltag in einem realistischen Licht darzustellen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

30

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 27.01. 18:00 | GI 28.1. 18:00

Trailer : 

Climate Crimes

Der massive Ausbau der erneuerbaren Energien, von allen gesellschaftlichen Gruppen als Ausweg aus der Klimakrise gefordert, hat eine Kehrseite. Ulrich Eichelmann hat sich auf die Spuren von Klimaschutzprojekten und „grünen  Energien“ begeben. Aus den Mesopotamischen Sümpfen im Irak, den Urwäldern Amazoniens und Indonesiens, aus der Türkei sowie aus Schutzgebieten in Norddeutschland berichtet er von Missbrauch und Etikettenschwindel. Klimaschutz werde häufig als Werbeslogan zur Durchsetzung von Großprojekten missbraucht.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

54

Regie: 

Sprache: 

  • dt

Spielzeiten: 

4.11. GI 18:00 | 4.11. NW 19:30 | 7.11. HEU 20:00 | 9.11. SAA 20:30

Coming and Going

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In den Bergen der Provinz Yúnnán im Südwesten der Volksrepublik China leben die Menschen größtenteils von Subsistenz-Landwirtschaft. Um dem schwierigen bäuerlichen Leben zu entfliehen, entscheiden sich viele zur Abwanderung in weit entfernte Städte. Sie gehen mit der Hoffnung auf ein besseres Leben und gut bezahlte Arbeit. Der Film beschreibt den Werdegang der jungen Generation, die zwischen dem Leben in ihrer Heimat und der Stadt zerrissen ist. Einfühlsam zeigt “Coming and Going”, wie die Familienmitglieder, vor allem die Kinder, unter der Abwesenheit ihrer Eltern oder Geschwister leiden. Wird der Vater zum neuen Jahr nach Hause zurückkehren, der seit Jahren als Wanderarbeiter in der Stadt ist und nur noch selten Geld und Nachrichten an die Familie schickt? Der Film geht der Frage nach, ob die ländliche Bevölkerung vom Wirtschaftswachstum Chinas tatsächlich profitiert. Was bewegt junge Menschen dazu, Familie und Heimat zu verlassen, um in der Stadt zu arbeiten? Und letztendlich auch: Was macht ein glückliches Leben aus?

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

89

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 27.01. 18:00 | Gast: Tianlin Xu (Regie)

Count-Down am Xingu III

Eine spannende Reportage auf der Suche nach den Hintergründen für die anhaltende Zerstörung des Amazonas-Urwaldes und die weitere Vertreibung der Indigenen, über den anhaltenden Widerstand gegen den Mega-Staudamm Belo Monte und die größte Goldmine Brasiliens. Ein Film über rebellierende BauarbeiterInnen, Korruptionsverdacht, Energie- und Rohstoffhunger und über europäische Firmen, die an der fortschreitenden Zerstörung Amazoniens kräftig verdienen. Mit dem aktuellen Film wird eine dokumentarische Langzeitbeobachtung (seit 2009) fortgesetzt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2013

Filmlänge (min): 

76

Sprache: 

  • dt

Spielzeiten: 

NW 19:30

Count-Down am Xingu V

Am Fluss Xingu im brasilianischen Amazonasgebiet entsteht seit 2011 der drittgrößte Staudamm der Welt, der Belo Monte. Er soll Strom für den „wirtschaftlichen Aufstieg Brasiliens” liefern – so die offizielle Version – und den Rohstoffhunger der Welt. Doch es geht auch um ein milliardenschweres Geschäft inklusive massiver Korruption und hoher Profite für die daran Beteiligten. „Das ist eine kriminelle Vereinigung“, sagt der katholische Bischof von Altamira, Erwin Kräutler, und verweist auch auf den aktuellen Skandal um den Ölkonzern „Petrobras“, der Brasilien erschüttert. Auch europäische Konzerne wie Siemens, Andritz oder Norsk Hydro wollen kräftig mitverdienen, indem sie Turbinen bauen oder Bauxit zu Aluminium verhütten. 150 weitere Staudämme sollen im Amazonasgebiet neu gebaut werden. Dafür will man hunderttausende Hektar Urwald roden, Indigene und Flussbauer*innen vertreiben, auch am Fluss Tapajos. Doch die indigene Gruppe der Mundruku leistet dort erbitterten Widerstand, während am Xingu schon Zehntausende zwangsweise umgesiedelt werden.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

95

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 29.1. 20:30 | NW 31.1. 19:00

Das Schönauer Gefühl

Der prämierte Dokumentarfilm schildert die Geschichte der Stromrebellen aus Schönau im Schwarzwald. Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 gründete sich im Schwarzwaldstädtchen Schönau eine Bürgerinitiative, um der Atomkraft den Kampf anzusagen und für eine ökologische Energiewende einzutreten. Ein mitreißender Film, der zeigt, was Bürgerinnen und Bürger durch Eigeninitiative in der Energiewirtschaft erreichen können.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2008

Filmlänge (min): 

60

Regie: 

Sprache: 

  • dt

Spielzeiten: 

5.11. GI Café Amélie | 10.11. SAA 16:00

DeGX-Analyse

Endlich erfreuliche Nachrichten: Die DeGX-Analyse berichtet vom Zustand Deutschlands – und zwar die wirklich wichtigen Fakten. Wie glücklich sind die Menschen in unserem Lande?

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2010

Filmlänge (min): 

5

Regie: 

Sprache: 

  • dt

Spielzeiten: 

6.11. GI 20:30 | 7.11. MR 20:30

Democracy - Im Rausch der Daten

Bild

Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts – wer sie hat, hat das Geld und damit die Macht. Doch wer kontrolliert diesen Zugriff auf private Daten? Und was bedeutet das für die Gesellschaft ? Regisseur David Bernet öff net die Türen zu einer schier undurchdringlichen Welt. Zum ersten Mal in der Geschichte der EU konnte ein Filmteam so tief ins Innere der EU vordringen und die Entstehung eines Gesetzes filmisch begleiten. Es entsteht eine fesselnde und hoch brisante Geschichte über eine Handvoll Politiker*innen, die versucht, die Gesellschaft in der digitalen Welt vor den Gefahren von Big Data und Massenüberwachung zu schützen. Der Parlamentarier Jan Philipp Albrecht und EU-Kommissarin Viviane Reding versuchen das vermeintlich Unmögliche und stellen sich einem harten politischen Machtapparat, in dem Intrigen, Erfolg und Scheitern nahe beieinander liegen. Zweieinhalb Jahre hat der Regisseur den Gesetzgebungsprozess be- gleitet und zu einem erstaunlichen Dokumentarfi lm verdichtet, der die kom- plexe Mächtearchitektur sowie den Zustand der heutigen Demokratie mit Spannung erlebbar macht.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

100

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

WZ 27.01. 19:00 |  MR 28.01. 20:30 | Gast: N.N. | GI 29.01. 20:30 | Gast: David Bernet (Regie)

Der Pakt mit dem Panda

Die Dokumentation über den Naturschutzverband WWF zeigt, wie tief sich der Verband in die Interessenssphären großer Konzerne verstrickt hat. Er thematisiert, dass der WWF ihnen zu „Nachhaltigkeitszertifikaten“ verhilft. Der Verband arbeitet an „runden Tischen“ mit Gentechnikunternehmen wie dem Agrargiganten Monsanto und dem multinationalen Konzern Wilmar zusammen – und bestätigt ihnen demnach, dass sie „nachhaltig“ Soja und Palmöl produzieren. Die Naturschutzorganisation rechtfertigt eine solch enge Zusammenarbeit damit, dass ein „unideologischer“ Kurs viel mehr Erfolg bringe als eine konsequente Ablehnung.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

43

Regie: 

Sprache: 

  • dt

Spielzeiten: 

7.11. NW 19:30 | 8.11. MR 18:00 | 9.11. SAA 16:00

Der Prozess

Die preisgekrönte Dokumentation begleitet 13 Tierschützer in Österreich, die durch ihre öffentlichen Aktionen ins Visier der Justiz gerieten. Die  Folge: Geheimpolizeiliche Maßnahmen samt verdeckter Ermittlung und mehrmonatige Untersuchungshaft. Angeklagt werden sie nach § 278a wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Organisation. Am Ende werden sie frei gesprochen, stehen jedoch vor dem finanziellen Ruin. Handelt es sich um einen Musterprozess gegen zivilen Ungehorsam? Wie weit ist die Rechtsstaatlichkeit bedroht?

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

116

Regie: 

Sprache: 

  • dt

Spielzeiten: 

4.11. SAA 20:30 | 5.11. GI 20:30

Die Ökonomie des Glücks

Angesichts der Umwelt- und Wirtschaftskrise brauchen wir positive Visionen für Mensch und Planet. Der Film zeigt Verbindungen auf zwischen den drängenden Problemen unserer Zeit und unserem globalen, nicht nachhaltigen Wirtschaftssystem. WissenschaftlerInnen und  AktivistInnen aus der ganzen Welt befürworten eine Regionalisierung wirtschaftlichen Handelns als Strategie, um unseren Ökosystemen, Gesellschaften und uns selbst zu einem besseren Leben zu verhelfen. Ein hoffnungsvoller Film, der zum Handeln anregt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

67

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Spielzeiten: 

4.11. HEU 20:00 | 6.11. GI 20:30 | 6.11. SAA 20:30 | 7.11. MR 20:30

Die Reise zum sichersten Ort der Erde

In den letzten 60 Jahren haben sich rund um die Welt mehr als 350.000 Tonnen hochradioaktive Atomabfälle angesammelt. Diese müssen für tausende von Jahren an einem sicheren Ort, sprich: für Mensch und Umwelt unschädlich, endgelagert werden. Doch ein Endlager existiert bis heute nicht und die Produktion von atomarem Restmüll wird ungebrochen fortgesetzt. Der in der Schweiz lebende Nuklearphysiker und international renommierte Endlagerexperte Charles McCombie gibt Einblicke in das hartnäckige Ringen, den dereinst sichersten Ort der Erde zu finden, um das fatale Dilemma zu beheben. Die weltumspannende Suche führt an die unterschiedlichsten Orte: durch die Schweiz, in die chinesische Wüste Gobi, nach Gorleben bis hin in die westaustralische Steppe. Es zeichnet sich ab, dass es keine schnelle Lösung des Problems geben wird. Der Film bringt fixe Weltbilder ins Wanken und führt uns an die Grenzen von Wissen und gesellschaftlich Verantwortbarem.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

100

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 22.1. 20:30 | GI 22.1. 15:30

Trailer : 

Die roten Schuhe des Diktators (Theater)

In Zeiten weltweiter Fanatisierung im Politischen und Religiösen ergreift auch beim Wetzlarer Erwachsenentheaterprojekt E.T.P.tete der Diktator die Macht. Er führt streng, konsequent und erbarmungslos.Er verführt eloquent, gekonnt, unmerkbar – auch dich. Ein Spiel im Innen und Außen. Ein Spiel mit und um Macht. Ein Spiel um Mächtige und Machtlose. Ein Spiel um Mitläufer, Angehörige, Profiteure, Täter und Unterdrückte. Kein Spiel?! Und doch gespielt. Manchmal so, dass dem Betrachter das Lachen im Halse stecken bleibt. Ein Stück, das berührt, erinnert, wach rüttelt, und im besten Fall amüsiert – denn auch das darf sein.

Die Schauspieler*innen stehen im Anschluss zum Gespräch bereit.

Spielzeiten: 

WZ 28.1. 19:00 

Die Strategie der krummen Gurken

Der Film zeigt Menschen, die in Zeiten ökonomischer und ökologischer Krise der Macht der Agrarindustrie etwas entgegensetzen, das auch in anderen Ländern bereits erfolgreich praktiziert wird. Die Mitglieder einer Garten-Kooperative in Freiburg teilen sich die Verantwortung für einen landwirtschaftlichen Betrieb und tragen gemeinsam die Kosten und Risiken – wie z.B. krumme Gurken. Ökologischer Anbau, Saisonalität, kurze Wege, solidarische Ökonomie, kollektives Eigentum, Bildung sowie Mit-Anpacken in der Landwirtschaft sind die wesentlichen Aspekte dieses „Unternehmens“.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2013

Filmlänge (min): 

64

Regie: 

Sprache: 

  • dt

Spielzeiten: 

3.11. WZ 11:00 | 4.11. GI 20:30 | 5.11. MR 18:00 | 6.11. NW 19:30

Die Unsichtbaren

Bild

Die Ankunft in Deutschland gleicht nicht wirklich einem Willkommen: Wer sich in Brandenburg als Asylbewerber*in zu erkennen gibt, kommt zunächst in die Zentrale Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt. Ein unwirklicher Ort in der absoluten Peripherie. Innerhalb von drei Monaten werden hier bereits die entscheidenden Stationen des Asylverfahrens durchlaufen. Das Leben im Heim ist geprägt von Langeweile und Ungewissheit – und trotzdem gibt es auch hier einen Alltag, ein unbestimmtes Gefühl von provisorischer Heimat. Der Film begleitet vier Asylsuchende auf dem Weg durch den behördlichen Prozess, dem Erfassen, Prüfen und Entscheiden: Ein seltener Einblick in die „Blackbox Asylrecht“. Die Hoffnung auf einen Neuanfang in Deutschland steht dabei im krassen Gegensatz zur Realität der bürokratischen Entscheidungsfindung. Brandaktuell gelingt es dem Film, sensibel und authentisch die Situation von Geflüchteten in Deutschland nachzuzeichnen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

78

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 29.01. 18:00 | Gast: Fritz Rickert (Hessischen Flüchtlingsrat) | SAA 30.01. 20:30

Die Zukunft pflanzen

Eine andere Landwirtschaft ist nötig. Die Lebensmittelproduktion muss und kann anders organisiert werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass den kleinbäuerlichen Strukturen wieder eine Schlüsselrolle zugebilligt wird. Anhand von Beispielen aus aller Welt veranschaulicht die Filmemacherin, dass radikales Umdenken gefordert ist und schon praktiziert wird. Der Film entlarvt die pestizid- und gentechnikbasierten Anbaumethoden und wirbt für eine weltweite naturkonforme Produktion.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • dt

Spielzeiten: 

18.11. Wetzlar 19:00 | Gast: Marburger Bündnis gegen TTIP

Dunkler Klang – aufgeklärte Ohren? (Diskussion mit Einspielungen)

Das Label Gruenrekorder aus Frankfurt am Main beschäftigt sich seit Jahren mit Ökopolitiken und Klang. Vor kurzem wurde „Dark Sound“ von Mikel R. Nieto veröffentlicht – mit Texten, Fotos und Audioaufnahmen, sowie Berichten verschiedener Gruppen und Institutionen, die von den Auswirkungen und den Zusammenhängen des Noise der Ölindustrie in Bezug auf Menschen, Flora und Fauna handeln. Der Preis von Buch und CD bemisst sich süffisanterweise am tagesaktuellen Preis eines Barrel Brent Rohöl. An dieser Stelle, wo sich Ökologie und Ökonomie kreuzen, diskutieren wir, u.a. an Einspielungen von Fieldrecordings, mit Lasse-Marc Riek und Roland Etzin von Gruenrekorder die Hörbarkeit politischer Implikationen, die Beziehung von Umwelt und Kapitalinteressen, aber auch die Release-Policy des Labels.

 Moderation: Matze Schmidt (Berlin/Kassel)

Spielzeiten: 

WZ 29.1 12:30

Ehrfurcht vor dem Leben - lasst uns über das Töten reden

Ein Film pro "artgerechter Tierhaltung". Das Auswählen des zu schlachtenden Tieres, die Schlachtung und das Zerlegen selbst bis hin zur Zubereitung des fertigen Menüs hält die Kamera direkt auf das Geschehen.im Anschluss: Ein Film der die Gegenmeinung vertritt, also die Tierhaltung als vermeintlich schönes Leben der Tiere entlarvt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Regie: 

Sprache: 

  • de

Spielzeiten: 

21.11. Saasen ab 20:00 | in der Projektwerkstatt

El Gigante

Der Bau eines riesigen Wasserkraftwerks im Tal des Flusses Magdalena in Kolumbien bedroht die dort lebenden Menschen, Flora und Fauna. Eine Gruppe von KleinbäuerInnen und FischerInnen widersetzt sich den verschiedenen multinationalen Unternehmen, die das Megaprojekt dort mit staatlicher Unterstützung und militärischem Schutz umsetzen. Der Film begleitet die ProtagonistInnen und ihre Protestaktionen während eines Jahres. Kolumbien ist reich an Bodenschätzen: El Gigante zeigt die daraus entstehende Konfrontation zwischen den transnationalen, profitorientierten Industrien und den betroffenen lokalen Gemeinden.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

62

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Spielzeiten: 

7.11. MR 18:00 | 8.11. GI 20:30

Entre nos mains – In unseren Händen

Der Firma Starissima droht die Pleite. Doch die Beschäftigten wollen nicht aufgeben und wagen die Gründung einer Genossenschaft. Zu Büstenhaltern und Unterhosen gesellen sich bald jede Menge Fragen darüber, wie ein Unternehmen funktioniert und zu führen sei, und vor allem wie man eine Kooperative am Leben hält. Mariana Otéro zeigt die Beschäftigten zwischen Euphorie und Ernüchterung, berichtet von Solidarität und der harten Realität des kapitalistischen Marktes.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2010

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

6.11. MR 18:00 | 7.11. GI 18:00

Flowers of Freedom

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Täglich donnern riesige LKWs durch das kirgisische Dorf Barskoon mit einer gefährlichen Fracht: Zyanid, eine hochgiftige Chemikalie, mit der in der nahe gelegenen Kumtor-Mine Gold abgebaut wird. Als 1998 ein mit Zyanid beladener LKW in den Fluss des Dorfes stürzt, erkranken Hunderte von Dorfbewohner*innen. Sieben Jahre später beginnt eine Gruppe von mutigen Frauen ihren Kampf für die Rechte der Opfer. Sie gründen eine kleine Umweltorganisation und blockieren die Zufahrt zur Mine. Nachdem im Frühjahr 2010 eine Revolution das Regime in Kirgisien stürzt, finden die ersten demokratischen Wahlen statt und eine Aktivistin schafft den Sprung ins Parlament. Dort führt sie ihren zähen Kampf gegen die Goldmine als Politikerin weiter. Einfühlsam und humorvoll porträtiert der Film Leben und Überleben in einem kirgisischen Dorf. Zudem zeigt er die Folgen des globalen Kampfs um Rohstoffe aus der Perspektive mutiger Frauen in Zentralasien. Ein Film über Frauen, Freundschaft und Widerstand gegen Umweltzerstörung

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

91

Regie: 

Sprache: 

  • Kirgisisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 23.01. 18:00|MR 23.01. 20:30|SAA 29.01. 20:30

Folge meiner Stimme – Were Dengê Min

In einem entlegenen kurdischen Bergdorf im Osten der Türkei geraten die alte Berfe und ihre Enkelin Jiyan in Schwierigkeiten, als ihr Sohn und Vater Temo, einziges männliches Mitglied des Haushalts, mit allen anderen jüngeren Männern des Dorfes vom türkischen Militär verhaftet wird. Der kommandierende türkische Offizier hatte die Information, dass in jedem Haus des Dorfes Waffen versteckt seien. Jeder Gefangene kommt frei, sobald die Angehörigen ein Einsehen haben und die versteckten Waffen abgeben. Das Problem ist aber, dass es gar keine versteckten Waffen gibt! Jede Familie sucht nach einer Lösung und so mancher betreibt sein eigenes Geschäft mit den Unwissenden. Auch Berfe und Jiyan machen sich in ihrer Verzweiflung auf den Weg eine Waffe zu finden, um Temo aus den Händen des Militärs zu befreien. Die Suche nach dieser Waffe wird zur Geschichte eines alten kurdischen Märchens: Zur Geschichte des Fuchses …

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 22.1. 15:30 | GI 29.1. 15:30 | NW 1.2. 19:00

Trailer : 

Freightened – The Real Price of Shipping

Der Großteil der Waren, die wir konsumieren, wird weit entfernt von uns produziert und per Schiff zu uns gebracht. Die Frachtschiff-Industrie hat eine zentrale Rolle in der globalen Ökonomie inne und stellt eine Basis unseres „Zivilisationsmodells“ dar. Die Mechanismen der Frachtschifffahrt bleiben zwar größtenteils im Dunkeln, ihre versteckten Kosten betreffen uns jedoch alle. Wegen ihrer Größe können Frachtschiffe nicht mehr die traditionellen Stadthäfen anlaufen, bewegen sich außerhalb der Sichtweite der Öffentlichkeit hinter Barrieren und Checkpoints. Wer zieht die Fäden in diesem Milliardengeschäft? Welche Auswirkungen hat die Frachtschiff-Industrie auf die Umwelt über und unter Wasser? Und wie sieht das Leben der modernen Seefahrer*innen aus? Eine Reise über die Ozeane, in der die Facetten und Konsequenzen eines weltweit agierenden Industriezweigs beleuchtet werden.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

83

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 29.1. 18:00 | HEU 24.1. 20:00 | HER 2.2. 19:30

Trailer : 

Fremd

Bild

Es ist ein langer Weg von Mali nach Europa: Grenzen überschreiten, Schleuser zahlen, sich vor der Polizei verbergen... Miriam Fassbender hat die zweieinhalb Jahre dauernde Odyssee von Mohamed von Mali bis vor die Tore Europas verfolgt. Wenn sie nicht mitreisen konnte, gab die Regisseurin ihm die Kamera, so dass er selbst seine Geschichte dokumentieren konnte. Auf diese Weise werden Flüchtende als Individuen wahrnehmbar und bekommen die Möglichkeit, für sich selbst zu sprechen. Sie, die in unseren Medien meist nur als anonyme Masse auft auchen, vor der es sich zu schützen gilt. Der Film sucht die Beweggründe für diese Flucht und gewährt Einblick in die Lebensumstände und den zermürbenden Alltag von Migrant*innen auf ihrem Weg vom subsaharischen Afrika über Algerien und Marokko nach Europa. Er zeigt ihr Leben, das geprägt ist von Hetze und Hoffnung, Flucht und Stillstand. Der gefährliche Weg in ein anderes Land ist kein Mythos, sondern die Realität von Tausenden von Menschen in Afrika, in Asien, in Amerika.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

92

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 29.01. 18:00 | Miriam Faßbender (Regie) | SAA 30.01. 18:00

Frohes Schaffen

Sie ist die geheime Religion des modernen Menschen: die Arbeit. Die einen haben zu wenig davon, andere zu viel. Die erste Kennenlern-Frage zwischen Menschen gilt meist dem Beruf. JedeR wird darüber definiert und definiert sich meist selbst damit. Das macht oft krank. Das Potential der Industrialisierung und Rationalisierung wird nicht dafür genutzt, die Menschen zu entlasten, sondern sie unter Druck zu setzen. In philosophischen Interviews und locker-leichten Spielfilmsequenzen setzt sich dieser Dokumentar-Spielfilm auf humorvolle Weise mit dem „Lebenssinn“ Arbeit auseinander. Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

98

Regie: 

Sprache: 

  • dt

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

2.11. SAA 20:30 | 6.11. WZ 19:00 6.11. GL 19:30 | 8.11. MR 20:30 | 9.11. GI 18:00 |

Fuocoammare – Seefeuer

Lampedusa ist in den letzten Jahren zu einem Symbol für zahlreiche Geflüchtete geworden. In meist viel zu kleinen und kaum seetüchtigen Booten versuchen sie, die nur 130 Kilometer von der afrikanischen Küste gelegene Insel und damit ihr Ziel Europa zu erreichen. Die Fluchtrouten haben sich mittlerweile etwas verschoben, das Thema der „Bootsflüchtlinge“ hat jedoch um nichts an Aktualität verloren. Der Dokumentarfilm „Seefeuer“ porträtiert den Lebensalltag der Bewohner*innen Lampedusas, die tagtäglich Zeug*innen einer der größten humanitären Katastrophen werden. Einer von ihnen ist der 12-jährige Samuele. Wie Kinder seines Alters geht er nicht immer gern zur Schule. Viel lieber klettert er auf Uferfelsen, hantiert mit seiner Schleuder oder streift am Hafen umher. Der Film zeigt das zuweilen triste Leben auf der Insel und kontrastiert diese Bilder mit den dramatischen Aufnahmen von Rettungsaktionen vor der Küste und der Ankunft von Geflüchteten. (Gewinner des „Goldenen Bären“ Berlinale 2016)

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

109

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 27.01. 20:30

Trailer : 

Furusato

MinamisÕma, eine kleine Stadt in der Sperrzone um Fukushima, sucht nach dem SuperGAU im AKW nach Normalität. Hauptprotagonist*innen des Films sind ein Teenage-Rocker, ein Umweltaktivist, ein Ingenieur der AKW-Betreiberfirma Tepco und eine Pferdezüchterin. Sie alle versuchen, ihr Leben angesichts des Verlustes ihrer Häuser, ihres sozialen Gefüges und der unsichtbaren Strahlungsgefahr neu zu organisieren. Sie stehen vor der Frage, ob sie bleiben oder gehen sollen. „Furusato“ – „Heimatstadt“, ist ein beunruhigendes Porträt des alltäglichen Lebens inmitten einer Katastrophe, deren Auswirkungen weit über Japan hinausgehen. Der Film bietet viel Raum, sich mit den großen Problemen rund um Wachstum und Energie sowie den tatsächlichen Kosten unserer gegenwärtigen Lebensweise zu beschäftigen. Im November 2016 gewann der Film den Jurypreis „Goldene Taube” des DOK Leipzig Filmfestivals.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

94

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 24.1. 18:00 | GI 25.1. 20:30 | HEU 23.1. 20:00

Trailer : 

Gabel statt Skalpell

Laut Wikipedia: "Der Dokumentarfilm schildert, wie die westliche Ernährungsweise aus zuviel tierischem Protein, Fetten, Zucker und industriell verarbeiteten Lebensmitteln zu den typischen degenerativen Erkrankungen wie Herz- und Kreislauferkrankungen, bestimmten Krebserkrankungen, sowie Diabetes Typ II und weiteren Erkrankungen führt. Eine vollwertige, fettarme, pflanzliche Kost aus naturbelassenen Pflanzen, wie Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchten, kann nicht nur viele schwerwiegende Erkrankungen verhindern oder lindern, sondern sogar heilen. Dabei sollten tierische Produkte, hierbei insbesondere auch Milchprodukte und industriell verarbeitete Lebensmittel wie Fertigprodukte, Weißmehl, raffinierter Zucker und Öle, weitestgehend gemieden werden."

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

96

Regie: 

Sprache: 

  • deutsch / Original mit deutschen Untertiteln

Gänseblümchen

Ein Neonazi und ein Junge mit dunkler Hautfarbe beschreiben eine Wand mit ihren Parolen. Dann geht dem Neonazi die Sprühfarbe aus. Ein alter Mann kommt und vervollständigt das Bild.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

3

Regie: 

Sprache: 

  • ohne Worte

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

4.11. HEU 20:00 | 5.11. WZ 19:00

Gli Immacolati

2011 wird in Coninassa, einem Vorort von Turin, ein Lager von Roma-Familien von Teilen der Bevölkerung angegriffen. Was verleitete dieAnwohner*innen zu diesem Pogrom? Mit virtuellen Animationenrekonstruiert dieser Kurzfilm den rassistischen Angriff.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

14

Regie: 

Sprache: 

  • Italienisch mit englischen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 28.01. 18:00 | GI 28.01. 20:30

Global Shopping Village – Endstation Kaufrausch

Die Investitionen der globalen Immobilienbranche verändern unsere Städte und Lebenswelten massiv. Welche Konflikte und Probleme daraus resultieren und wie Menschen sich dagegen wehren, verfolgt „Global Shopping Village” anhand der Planung und des Baus von Shoppingcentern. Der Film liefert spannende Einblicke in das Denken und die Arbeit von Projektentwickler*innen und in ihre politische Lobbyarbeit. Er macht auf die komplexen, von außen nicht unmittelbar ersichtlichen Verstrickungen mit den internationalen Finanzmärkten aufmerksam. Auf der anderen Seite kommen die vielfältigen kritischen Stimmen zu Wort, die den Ruin kleinerer Gewerbebetriebe und die zerstörerischen Auswirkungen auf Stadtbild und Kultur beklagen. An drei für diese Konflikte beispielhaften Orten in Österreich, Deutschland und Kroatien lernen wir die verschiedenen Akteur*innen und ihre Positionen kennen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

80

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

WZ 24.1. 19:00 | NW 2.2. 19:00 | GL 31.1. 19:30

Trailer : 

God is Not Working on Sunday!

Godeliève und Florida, zwei ruandische Aktivistinnen, engagieren sich gemeinsam, um die Traumata des Völkermords von 1994 in Ruanda zu überwinden. Sie organisieren Aktivitäten und Trainings für einzelne Frauen, aber auch für ganze Gemeinden. Teilnehmer*innen sind Überlebende der Gewalt ebenso wie Täter*innen. Beharrlich rütteln sie am Tabu der sexualisierten Kriegsgewalt. Trotz verschiedener Herkunft, die sie während des Genozids auf unterschiedlichen Seiten stehen ließ, kämpfen diese beiden Frauen heute für gemeinsame Ziele: Aufarbeitung, Geschlechtergerechtigkeit und Stärkung der politischen Selbstbestimmung von Frauen. Der Film zeigt Godeliève und Florida, wie sie entschlossen und selbstbewusst gegen tradierte patriarchale Strukturen kämpfen, um ihre Vision von sozialem Wandel zu verfolgen. In Form einer filmischen Langzeit-Dokumentation wird die Geschichte einer Transformation aus der Schockstarre in Aktivismus und politische Partizipation einfühlsam erzählt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

83

Regie: 

Sprache: 

  • dt/OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 29.1. 18:00 | GI 28.1. 20:30

Trailer : 

Gulabi Gang

Der Film begleitet die in pinkfarbene Saris gekleideten Frauenrechtsaktivis- tinnen der „Gulabi Gang” in die Dörfer des Bundesstaats Uttar Pradesh. Dort kämpfen sie in einer von Patriarchat und polizeilicher Korruption geprägten Atmosphäre für Gerechtigkeit und gegen die Unterdrückung von Frauen und Unberührbaren. So ist es z. B. keine Seltenheit, dass Morde an jung verhei- rateten Frauen vertuscht und gedeckt werden oder Vergewaltigungen unge- ahndet bleiben. Mit traditionellen Kampfstöcken bewaff net und wortstark auft retend erhebt sich die „Gulabi Gang“ gegen die dörfl ich-traditionellen und bürokratischen Strukturen. Im Mittelpunkt steht die charismatische, durchsetzungsfähige Gründerin der Bewegung, Sampat Pal Devi, die am eigenen Leib erfahren hat, was sie heute mit ihren Frauen in Pink bekämpft . Längst ist die Gulabi Gang zu einer Bewegung geworden, mehr als 150.000 Frauen haben sich ihr in Indien bereits angeschlossen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

96

Regie: 

Sprache: 

  • Hindi mit englischen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 26.01. 20:30

How to Stop a Deportation – I Ain’t Getting on No Plane!

„Don’t fasten your seatbelt“, „Stand up and refuse to sit down“, „Talk to the captain“ – dies sind die besonderen Verhaltensregeln für den Flug, beidem niemand abgeschoben wird...

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

15

Regie: 

Sprache: 

  • deutsch / Original mit deutschen Untertiteln

Spielzeiten: 

MR 22.01. 19:30 | SAA 30.01. 18:00 &  31.01. 18:00 | GI31.01. 18:00

Jakarta Disorder

Der Film zeigt die Herausforderungen, vor denen der Kampf für die Demokratisierung Indonesiens steht. Zwei couragierte Frauen kämpfen für eine echte Teilhabe der verarmten Bevölkerungsmehrheit an der neuen Demokratie. Dafür schlagen sie sich durch das Dickicht von Machtstrukturen und Smogschwaden einer Stadt, die scheinbar aus allen Nähten platzt. Oma Dela, die selber im Slum lebt, und die Akademikerin Wardah Hafidz versuchen, die verarmte Bevölkerung zu aktivieren, die von lokaler Gesetzeswillkür und Gentrifizierung durch globales Kapital bedrängt wird. Erst zum zweiten Mal wählen die Indonesier*innen einen neuen Präsidenten. Die beiden Protagonistinnen wollen diese Gelegenheit nutzen und die Stimmen der ärmeren Bevölkerung vereinen. Sie formulieren Forderungen und sichern dem Kandidaten, der sich verpflichtet, diese zu erfüllen, die Stimmen der Slumbewohner*innen zu. Kann die Macht der Vielen tatsächlich die Macht einer kleinen Elite brechen oder bleibt „echte Demokratie“ ein Ideal?

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2013

Filmlänge (min): 

87

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 21.1. 18:00 | GI 22.1. 20:30

Trailer : 

Konzerne klagen - wir zahlen. Wie Schiedsgerichte den Rechtsstaat aushebeln

Bild

Im Namen des Volkes urteilen sie nicht. Im Gegenteil: Sie tagen hinter verschlossenenTüren. Sie verurteilen Staaten zu Strafen in Milliardenhöhe. Konzerne verklagen mit ihrer Hilfe Regierungen, wenn sie ihre Geschäft e bedroht sehen. Schiedsgerichte gelten vielen als große Bedrohung in den geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA – den Verträgen der EU mit den USA und Kanada. Doch Schiedsgerichtsverfahren sind bereits heute weltweit in tausenden Verträgen verbindlich verankert. Mit welchen Folgen? Autor Michael Wech geht in dieser Dokumentation konkreten Fällen nach und stellt fest: Von der Öff entlichkeit weitgehend unbemerkt ist rund um die Schiedsgerichtsverfahren eine boomende, private Justizindustrie entstanden. Schiedsgerichte sind längst zu einem Geschäft smodell geworden, bei dem die Konzerne die Gewinner sind – und souveräne Staaten und deren Bürger die Verlierer*innen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

45

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 01.02. 20:30

Krieg der Patente

Bild

Erstmals beschäftigt sich ein Dokumentarfilm anschaulich mit dem hochaktuellen Themenkomplex der Patente. Im Wettkampf um die globale Marktherrschaft werden Patente längst als strategische Waffen eingesetzt. Technologiekonzerne wie Apple oder Google geben jedes Jahr mehr Geld für Patente aus, als sie in die Entwicklung neuer Produkte investieren. Wer profitiert vom aktuellen Patentrecht und wer trägt die sozialen Konsequenzen? Der Film widmet sich der Suche nach Antworten auf diese Fragen und macht dabei deutlich, welch enorme Brisanz das Thema besitzt: Elementare Menschenrechte, wie das Recht auf Gesundheit und Ernährungssouveränität in Ländern des globalen Südens, stehen auf dem Spiel. Kreativ, eindrücklich und gut nachvollziehbar nähert sich der Dokumentarfilm dem Thema des geistigen Eigentums und der Bedeutung von Patenten in der globalisierten Wirtschaft .

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

81

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

WZ 26.01. 19:00 | Gast: Hannah Leonie Prinzler (Regie) | GI 27.01. 20:30 | Gast: Hannah Leonie Prinzler (Regie) |  SAA 29.01. 18:00 

La Buena Vida

Bild

Die Wayúu sind eine indigene Gemeinschaft , die in den Wäldern Nordkolumbiens lebt. Ihr Dorf Tamaquito ist bedroht, da sich der Kohletagebau in der nahegelegenen Mine von „El Cerrejón“ immer weiter ausbreitet. Die dort entstandene Mondlandschaft hat bereits ein Ausmaß von 700 Quadratkilometern angenommen und versorgt viele europäische Länder mit preiswerter Steinkohle, um ihnen ein „besseres Leben“ zu ermöglichen. Bevor die Wayúu durch den Kohleabbau bedroht wurden, lebten sie von ihrem Land, das ihnen alles gab, was sie brauchten. Geht es nach den mächtigen Rohstoff konzernen Glencore, Anglo American und BHP Billiton, sollten die Wayúu schnellstmöglich umgesiedelt werden. Mit den Verhandlungen um den zukünft igen Lebensraum der Wayúu beginnt ein Kampf um deren Existenz, bei dem sich die Dorfgemeinschaft nicht so einfach geschlagen geben will. Der Film „La Buena Vida“ stellt die Frage nach dem „guten Leben“ und zeigt exemplarisch die Folgen unseres stetig steigenden Energiehungers in anderen Regionen der Welt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

97

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

SAA 23.01. 18:00 | GI 26.01. 18:00 | Gast: Jens Schanze (Regie) | MR 26.01. 20:30 | Gast: Jens Schanze (Regie)

La Sirène de Faso Fani

Bild

Koudougou ist die drittgrößte Stadt Burkina Fasos. Dort gab es bis 2001 eine große Textilfabrik. Geschlossen wurde sie im Rahmen von „Strukturanpassungsmaßnahmen“, die Weltbank und Internationaler Währungsfond verordnet hatten. Wenige Jahre zuvor war der Präsident Thomas Sankara durch einen Militärputsch gestürzt worden. Regisseur Michel Zongo, selbst in Koudougou aufgewachsen, interviewt ehemalige Arbeiter und Verwandte und lässt mit Archivaufnahmen die Geschichte der Fabrik lebendig werden. Er beschränkt sich aber nicht auf die Dokumentation der Folgen einer ignoranten globalen Wirtschaftspolitik. Er sucht die Arbeiter von damals auf und bringt sie mit webenden Frauen zusammen, die eine Kooperative gegründet haben, um so die Textilproduktion wieder aufzunehmen. Der Film ist eine Hommage an einen spezifisch afrikanischen Widerstand gegen den Wahnsinn der Globalisierung. Ein bildstarkes Dokument der Revolte tatkräftiger Frauen und wortgewandter Männer, die aus Not und Überzeugung, mit Raffinesse und Charme an einer sehr gegenwartsbezogenen Vision von Fortschritt ohne IWF arbeiten.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

89

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 24.01. 18:00 | Gast: Ramata Sore (AfricAvenir)

Landraub

Bild

Landwirtschaftlich nutzbare Flächen werden weltweit immer knapper und kostbarer. Spätestens seit der Finanzkrise 2008 haben global agierende Investoren genau deshalb die Äcker der Welt als attraktives Geschäftsfeld entdeckt. Ihr „Land Grabbing“ sichert ihnen den Zugriff auf eine der wichtigsten Ressourcen und zerstört dabei die Lebensgrundlagen zahlreicher Kleinbäuer*innen weltweit. Das Filmteam hat zwei Jahre lang die Welt bereist, um Facetten und Folgen dieses modernen Raubzugs mit eindrucksvollen Bildern zu dokumentieren. Sie haben Investor*innen und Opfer besucht und zeigen anhand von Beispielen aus Kambodscha, Äthiopien, Sierra Leone und Rumänien, wie indigene Völker und einzelne Bäuer*innen vertrieben werden, um Nahrung nicht für die Region, sondern für die Märkte der wohlhabenden Länder zu produzieren. Aber der Widerstand gegen den Landraub wird zunehmend stärker und lauter.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

91

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

WB 24.01. 11:00 | SAA 24.01. 18:00 | GI 27.01. 18:00  | Gast: Gertrud Falk (FIAN) | MR 27.01. 20:30 | Gast: Gertrud Falk (FIAN) | GL 3.02. 19:30

Lauffeuer

Ukraine im Mai 2014: Nach heftigen Auseinandersetzungen mit gewaltbereiten Hooligans des Euromaidans flüchtet sich eine Gruppe von regierungskritischen Aktivist*innen des Anti-Maidan in das Gewerkschaftshaus der ukrainischen Hafenstadt Odessa. Sie verbarrikadieren Fenster und Türen mit allem, was sie in dem Haus finden, um sich vor den Angreifer*innen zu schützen. Als diese anfangen, Molotow-Cocktails auf das Gebäude zu werfen, gerät die Lage völlig außer Kontrolle. Das Gebäude fängt Feuer, mindestens 48Menschen kommen an diesem Tag ums Leben. Viele, die den Sturz aus dembrennenden Haus überlebt haben, werden erschlagen oder erschossen. DieEreignisse von Odessa haben dazu beigetragen, die ukrainische Gesellschaftnoch weiter zu spalten. Weder eine Aufarbeitung der Geschehnisse noch eine Verurteilung der Täter*innen hat bisher stattgefunden. In den westeuropäischen Staaten wurde das Massaker größtenteils mit einem Achselzuckenabgetan.Was geschah genau an diesem Tag und wie konnte es dazu kommen? In demFilm kommen Augenzeug*innen, Beteiligte des Anti-Maidan und ihre Angehörigen mit teilweise erschütternden Berichten zu Wort.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

45

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 23.01. 18:00 | GL 01.02. 19:30

Leben mit der Energiewende 2 - 100% Regenerativ

Die Energiewende geht weiter. Die Fortsetzung des erfolgreichen Kinofilms „Leben mit der Energiewende". Jetzt in der aktuellen Version 2.2. Neu: Die Novellierung des EEG, ein weiterer Besuch in der energieautarken Wohnsiedlung in Norderstadt und viele weitere Aktualisierungen.   „Leben mit der Energiewende - Der Kinofilm" begeisterte hunderttausende Zuschauer. Ein Film, der für die Energiewende Mut machen sollte und die Widerstände dagegen aufzeigte.   Mit „Leben mit der Energiewende 2 - 100% regenerativ" geht es im Kino mit der Energiewende jetzt weiter. Die neue Bundesregierung betreibt die Energiewende nur noch als politische Kosmetik, die Lobby der alten Energiewirtschaft hat sich einmal mehr durchgesetzt. Doch unabhängig von allen politischen Widerständen gestalten die Bürger selber die Energiewende weiter. Denn es sind alle Instrumente da! Wir können uns heute und sofort mit günstiger, regenerativer und damit umweltfreundlicher Energie versorgen. Das geht sogar zu 100%. Der neue Kinofilm zeigt gegen alle Propaganda von Medien, Politik und der konservativen Energiewirtschaft das eine Versorgung zu 100% mit regenerativer Energie möglich ist. Im ersten Teil zeigt der Film die politischen Widerstände gegen die Energiewende auf, im zweiten Teil werden Werkzeuge präsentiert mit welchen die Bürger und Unternehmen ihre eigene Energiewende gestalten können.  Der Film versammelt beeindruckende Persönlichkeiten. Spezieller Gast im Film ist EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Mit dabei sind auch Claudia Kemfert (DIW), Martin-Richard Kristek (Care Energy), Holger Laudeley (Laudeley Betriebstechnik), Kurt Krannich (Krannich Solar), Ulrich Jochimsen, Frank Henn + Nicole Hölscher (Solarworld), Andreas Piepenbrink (E3DC), Thomas Bosse (Stadtrat Norderstedt) und viele mehr. Bis auf EU-Kommissar Oettinger zeigen diese Protagonisten auf, dass die Energiewende heute möglich ist. Und so macht auch dieser Film und Spaß, die Energiewende geht weiter! Trotz aller Widerstände

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

96

Regie: 

Sprache: 

  • de

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

19.11. Giessen 17:30 | im Café Ameliè / Ali-Café | Gast: Thomas Link (Team newslab) | Eintritt Frei

Les Sauteurs – Those Who Jump

Vom marokkanischen Berg Gurugu aus hat man einen guten Blick auf die nordafrikanische Mittelmeerküste und die spanische Enklave Melilla. Genau hier werden Afrika und der europäische Kontinent durch eine stark gesicherte Grenze voneinander getrennt, die aus drei hintereinander gereihten, meterhohen Zäunen besteht. In den umliegenden Wäldern leben Geflüchtete, die meist aus der Subsahara-Region kommen. Sie warten auf einen geeigneten Zeitpunkt, um die Grenze zu überqueren. Auch der aus Mali stammende Abou Bakar Sidibé lebt seit 14 Monaten in dem inoffiziellen Camp und hat schon mehrfach den Sprung über die Grenzzäune versucht. Nach einem Treffen mit den Filmemachern Moritz Siebert und Estephan Wagner übernimmt Sidibé deren Kamera und beginnt, seinen Alltag am Rande einer abgeschotteten EU, der von zermürbendem Warten geprägt ist, selbst zu dokumentieren. So findet in „Les Sauteurs” ein längst notwendiger Perspektivenwechsel statt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

79

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 20.1. 19:30 | GI 21.1. 20:30

Trailer : 

Limpiadores

Auf der Flucht vor sozialer und politischer Instabilität in ihren Heimatländern wandern viele Lateinamerikaner*innen nach Großbritannien aus. Sie suchen nach Arbeitsmöglichkeiten und einem sicheren Umfeld, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Vor Ort sehen sie sich mit Diskriminierung, Ausbeutung und sozialer „Unsichtbarkeit“ konfrontiert. Sprachbarrieren und die Notwendigkeit, ein Einkommen zu erwirtschaften, um zu überleben, bringen sie in eine schwierige Lage. „Limpiadores“ fängt das Leben dieser Wanderarbeiter*innen ein, die am Rande der Gesellschaft von London in Outsourcing-Unternehmen als Reinigungspersonal arbeiten. Der Regisseur begleitet drei Frauen auf dem Weg zur Arbeit und zeigt sie bei ihren frühen Morgenschichten an den Hochschulen der Stadt. Während sie die Büros und Klassenräume der Universitäten im Dunkeln der Nacht fegen und wischen, berichten sie über ihre Migrationserfahrungen, Desillusionierungen und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

39

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 27.1. 18:00 | GI 28.1. 18:00

Trailer : 

Llévate Mis Amores

Hunderte Menschen in Zentralamerika verlassen täglich unter lebensbedrohlichen Bedingungen ihre Heimat, um in den USA ein besseres Leben zu suchen. Ihr Weg führt sie auf einer Strecke von mehreren tausend Kilometern durch Mexiko. Der Trip dauert oft mehrere Wochen und gilt als eine der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt. Seit 20 Jahren stehen mexikanische Frauen an den Bahngleisen und versorgen diese Migrant*innen mit Lebensmitteln. Die sogenannten „Patronas“ kochen täglich mehrere hundert Portionen Essen und stehen pünktlich zur Durchfahrt der Züge an den Gleisen, um sich von den hungrigen Menschen das Essen aus den Händen reißen zu lassen. Solch beherzte und kämpferische Frauen hat man lange nicht mehr auf der Leinwand gesehen. Mit Witz, Entschlossenheit und ganzem Körpereinsatz geben sie alles für völlig Unbekannte. Es ist eine besondere Geschichte der Solidarität und der Selbstlosigkeit, die dieser Dokumentarfilm erzählt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

87

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 21.1. 18:00

Trailer : 

Macht ohne Kontrolle – Die Troika

Bild

Was passiert mit Europa im Namen der Troika? Hohe Beamt*innen aus den drei Institutionen Internationaler Währungsfonds, Europäische Zentralbank und Europäische Kommission – der sogenannten Troika – agieren ohne parlamentarische Legitimation und Kontrolle. Trotzdem zwingen sie Staaten zu Sparmaßnahmen, die das soziale Gefüge gefährden und tief in das Leben von Millionen Menschen eingreifen. Harald Schumann reist nach Irland, Griechenland, Portugal, Zypern, Brüssel und in die USA und befragt Minister*innen, Ökonom*innen, Anwält*innen, Banker*innen und Betroffene. Die Armen werden ärmer und die Reichen reicher. Ist das Europas Politik? Leidenschaftlich fordert Harald Schumann mehr Transparenz und Verantwortung für ein soziales Europa. Dafür nimmt er seine Zuschauer*innen mit auf eine packende Recherchereise, bei der er dem Ursprung und den Auswirkungen konkreter Entscheidungen der Troika auf den Grund geht.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 26.01. 18:00 | Gast: Fabian Georgi (Universität Marburg)

Marinaleda – eine Utopie?

Landbesetzungen haben in Spanien eine lange Tradition und erleben in den letzten zehn Jahren einen gewaltigen Aufschwung. Während im Norden des Landes Menschen aus der städtischen BesetzerInnenszene verlassene Dörfer besetzen, um eine Lebensalternative zu schaffen und sich den Zwängen des Lohnarbeitsystems zu entziehen, ist es in Andalusien vor allem die Landbevölkerung selbst, die Großgrundbesitz besetzt und in selbstverwaltete Bauernhöfe oder Kooperativen verwandelt. Das Dorf Marinaleda ist ein Sonderfall dieser Bewegung: Es handelt sich um ein ganz normales Dorf, das Land besetzt – und bekommen hat.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

20

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

7.11. MR 18:00 | 8.11. GI 20:30

Matinée mit Bio-Akteuren aus der Region

Matinée mit Bio-Akteuren aus der Region

Mattis und die Milch

"Der Film „Mattis & die Milch“ vermittelt kindgerecht Einblick in das Leben von „Milch“kühen und in die Produktion von Kuhmilch als Nahrungsmittel für den Menschen.Das Kalb Mattis wurde im August 2011 auf Hof Butenland geboren. Die ersten Monate seines jungen Lebens wurden von den Betreibern des Tierschutzhofes intensiv mit der Kamera begleitet. Karin Mück und Jan Gerdes haben uns dieses Filmmaterial freundlicherweise zur Verfügung gestellt und somit das Projekt „Mattis & die Milch“ überhaupt erst möglich gemacht. 2€ jeder verkauften DVD gehen daher an die Tierschutzstiftung Hof Butenland." Quelle: werkstatt-zukunft.eu

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2013

Filmlänge (min): 

16

Sprache: 

  • de

Spielzeiten: 

21.11. Saasen ab 20:00 | in der Projektwerkstatt

Milliarden für den Stillstand – Die Rolle der EU im Nahost-Konflikt

Kaum irgendwohin sonst fließen pro Kopf gerechnet solch hohe Summen an Hilfsgeldern wie nach Palästina. Die EU ist dabei der größte Geber. Der Zweck ist die Unterstützung beim Aufbau eines unabhängigen demokratischen Staates Palästina, der Seite an Seite und in Frieden mit Israel existieren soll. Das wird seit 1993 in tausenden Dokumenten immer wieder herausgestellt. Doch die Bilanz nach 20 Jahren ist desaströs: Ein Staat Palästina ist ferner denn je und die wirtschaftliche Situation ist prekär. Ein Viertel der Bevölkerung lebt in Armut, die Arbeitslosigkeit im Westjordanland liegt bei 17 %, im Gazastreifen gar bei 43 %. Nur 18 % der Westbank stehen unter alleiniger palästinensischer Kontrolle. Nach 22 Jahren internationaler Unterstützung ist die Besatzung nicht beendet, sondern verhärtet. Die EU ersetzt mit den Zahlungen Politik durch Geld. Befördert die EU so den Stillstand im Friedensprozess?

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

58

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 24.1. 18:00 | GL 2.2. 19:30

Millions Can Walk

Bild

Hunderttausend Inder*innen, Landlose und Ureinwohner*innen – die Adivasi – unterwegs zu Fuß. Ihr Weg ist ein Protestmarsch, der sie von Gwalior ins 400 Kilometer entfernte Delhi führt. Sie sind aus dem ganzen Land angereist, um gemeinsam für eine Existenz in Würde zu kämpfen und von der Regierung eine Landreform einzufordern. Der im großen Stil betriebene Abbau von Bodenschätzen, das Anlegen immenser Plantagen und mächtige Infrastrukturprojekte haben dazu geführt, dass sie vertrieben und ihrer Lebensgrundlage beraubt wurden – und werden. Auf der langen Reise sind sie der Hitze ausgesetzt, trotzen Krankheiten, nehmen Entbehrungen auf sich. Für sie steht fest: Sie werden ausharren, bis die Regierung auf ihre Forderungen eingeht. Ihr Marsch, dessen Idee auf Gandhis Philosophie des gewaltlosen Widerstandes gründet, schreibt Geschichte und fi ndet in den wichtigen internationalen Medien Beachtung. Der Film zeigt die vielfältigen Facetten des imposanten Protestmarsches und beleuchtet die schicksalshafte Geschichte sowie die tägliche Realität der Teilnehmenden. 

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

88

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 30.01. 20:30

Miners Shot Down

Im August 2012 begannen die Bergarbeiter einer der größten Platin-Minen in Südafrika für bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen zu streiken. Sie stellten sich dem mächtigen Bergbauunternehmen Lonmin Mining Company entgegen und besetzten das Minengelände in Marikana. Nach sechs Tagen Arbeitskampf wurde der Streik durch ein grauenhaft es Massaker von der Polizei beendet. 34 Streikende wurden erschossen und mehr als 100 von ihnen verletzt. Erinnerungen an Sharpeville und Soweto, Orte der blutigsten Verbrechen des Apartheid-Regimes, kehrten zurück in das kollektive Bewusstsein der Bevölkerung. Trotzdem wurden nicht die Verantwortlichen für das Massaker zur Rechenschaft gezogen. Wieder saßen nur Bergarbeiter auf der Anklagebank. Der Film rekonstruiert die Ereignisse in chronologischer Form aus der Sicht der Minenarbeiter. Deutlich werden die engen Verbindungen zwischen Staat, Konzernen und der korrupten Gewerkschaft National Union of Mineworkers. Marikana gilt heute in Südafrika als ein Symbol für die Unzufriedenheit der schwarzen Bevölkerungsmehrheit mit ihren miserablen Lebensbedingungen und für die zynisch-brutale Antwort der ANC-Regierungsvertreter*innen darauf.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

86

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 25.01. 20:30 | Gast: Carmen Ludwig (Universität Gießen)

Money in Minutes

„Money in Minutes“ erzählt von einem wenig beachteten Aspekt der Globalisierung, der internationalen Arbeitsmigration als Profitquelle von Finanzunternehmen, die sich auf den Transfer von Bargeld spezialisiert haben. Die größten unter ihnen sind die US-Firmen Western Union und MoneyGram. Für viele Migrant*innen ist es Alltag: der Transfer von Bargeld in ihre Herkunftsländer, vor allem, um dort Angehörige zu unterstützen. Die Weltbank schätzt die Höhe der Rücküberweisungen von Migrant*innen insgesamt auf jährlich ca. 420 Mrd. Dollar. Diese Rücküberweisungen werden meist über Bargeldtransfer-Unternehmen abgewickelt, da Migrant*innen und ihre Familien häufig über keinen Zugang zu einem Bankkonto verfügen. So bleibt ihnen nur dieser überteuerte Service. Der Film beschreibt Strategien und Logistik einer Industrie, die Migration als ökonomische Ressource nutzt und gleichzeitig deren finanzielle Infrastruktur bildet und nimmt sich dabei auch der Perspektive der Migrant*innen an.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 28.01. 20:30 | Gast: José-Luis Rocha, Soziologe mit Schwerpunkt Migration (Central American University, UCA Managua, Nicaragua)

Mysteries of Organism

 Ein Klassiker unter den Doku-Filmen entstanden in den Jahren 1968-1971 in den USA und in Jugoslawien. Er gewann unter anderem den Luis Bunuel Filmpreis 1971. Der Film kommt im Original Ton Format und ist teilweise englisch untertitelt. Bestandteile sind Interviews, Vorträge und Spielfilmszenen, die sich abwechseln, ein Mix mit viel Zeitkolorit. "The film intercuts documentary footage with, predominantly, a narrative about a Yugoslav woman who seduces a Soviet ice skater. Despite different settings, characters and time periods, the different elements produce a single story of human sexuality and revolution through a montage effect.The song that Vladimir sings in Russian after Milena's murder at the end of the movie is called "François Villon's Prayer" by Bulat Okudzhava.Milena violates her proletariat convictions (and rejects the sexual advances of a worker) by pursuing the Joseph Stalin-like ice skater who represents both class oppression and corruption from the West into communist beliefs. This concept is at the central themes of the film: the degradation of pure communism, the Western-like repression of free sexuality, and the ignored applicability of Reich's theories of human sexuality to personal freedom also in economic and political realms.In classes given at New York University Department of Cinema Studies in 1975, Makavejev alluded to his frustration that idealistic communism had become corrupted in practice in Eastern Europe and the Soviet Union because it had abandoned free love and open sexuality as a way of freeing economic and political oppression. These ideas are central to this film as the Soviet ice skater can not cope with his huge and healthy sexual hunger and converts that energy into a murderous rage.A couple of scenes in the film are re-stagings of scenes from Sergei Eisenstein films, to allude to a moment of more pure (truthful) film making in the Soviet Union." Quelle: Wikipedia 

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

1971

Filmlänge (min): 

84

Sprache: 

  • OmU

Spielzeiten: 

19.11. Giessen 20:00 | im Café Ameliè / Ali-Café | Eintritt Frei

Ngutu

Ngutu arbeitet erfolglos als Zeitungsverkäufer auf der Straße. Verärgert über seine Situation beginnt er das Verhalten der Passanten gründlich zu beobachten, in der Hoffnung doch noch seine Zeitungen verkaufen zu können.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

4

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Spielzeiten: 

8.11. MR 20:30 | 9.11. GI 18:00

Persisting Dreams

Der Fischer Toni erzählt von der Rettung und der Ankunft vonBootsflüchtlingen auf seiner Insel: Lampedusa. Unterstrichen vonAnimationen rüttelt Tonis Zeugnis an unserer Wahrnehmung von Migration.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

25

Regie: 

Sprache: 

  • Italienisch mit englischen Untertiteln

Spielzeiten: 

HEU 23.01. 18:00 | GI 25.01. 18:00 | MR 29.01. 18:00

Pfade durch Utopia

Dieser Film ist spannender Reisebericht und Dokumentation utopischer Praxis, eine Entdeckungsreise auf der Suche nach postkapitalistischen Lebensformen. Vom illegalen Klima-Camp in England bis zum von Punks besetzten Weiler in den Cevennen, von der selbst verwalteten anarchistischen Schule in Spanien bis zur besetzten Fabrik in Serbien, über die Freie-Liebe-Kommune in einer alten ostdeutschen Stasi-Basis und so weiter – die FilmemacherInnen haben in den Breschen und Lücken der Gegenwart sehr lebendige Utopien gefunden. Ein poetisches Roadmovie aus der Zukunft.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2010

Filmlänge (min): 

108

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

9.11. GI 20:30

Population Boom

Population Boom-Bild

Das globale Bevölkerungswachstum gilt als eine der größten Herausforderungen, denen sich die Menschheit im 21. Jahrhundert gegenübersieht. Über sieben Milliarden Menschen sind gegenwärtig auf unserem Planeten zu Hause. Täglich hören wir von schwindenden Ressourcen, giftigen Müllbergen, Hunger und Klimawandel, die mit dem Problem der Überbevölkerung in einen direkten Zusammenhang gesetzt werden. Nach dem großen Kinoerfolg von „Plastic Planet” reist der neugierige Dokumentarfilmer Werner Boote rund um den Globus und untersucht das Phänomen der Überbevölkerung. Während seiner Recherchen stellt der Filmemacher fest, dass die Theorien und Szenarien über den Bevölkerungsboom zum Selbstläufer geworden und in ihrem Kern oft überholt sind: Nicht die zur Neige gehenden Ressourcen, sondern deren ungerechte Verteilung und die Machtpolitik westlicher Staaten seien ursächlich für Hunger und Umweltprobleme. „Population Boom“ liefert erhellende und hoffnungsvolle Erkenntnisse und ist ein Plädoyer für mehr Mitmenschlichkeit.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2013

Filmlänge (min): 

93

Regie: 

Sprache: 

  • deutsch / Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

17.11. Wetzlar 19:00 | in der Phantastischen Bibliothek | Eintritt Frei

Raising Resistance

Der Anbau von Soja, fast immer gentechnisch verändert, boomt in Südamerika. Es ist der billige Rohstoff für die industrielle Fleischproduktion in Europa und Asien. Der Film beschreibt eindringlich, welche Auswirkungen das für die KleinbäuerInnen Paraguays hat. Fruchtbares Land fällt dem Landgrabbing zum Opfer, der massive Einsatz von Herbiziden bedroht die Menschen und zerstört das ökologische Gleichgewicht. Der Film dokumentiert den Widerstand der KleinbäuerInnen und ihren Existenzkampf. Er bringt aber auch die Perspektiven von Großbauern und Investoren zur Sprache, und komplettiert so das Bild einer globalisierten Agrarindustrie.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

84

Regie: 

Sprache: 

  • dt/OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

Marburg Capitol 27.11. 20:00 | Gast: David Bernet (Regisseur)

Resistencia en la línea negra

Dieser komplett von Indigenen produzierte Film dokumentiert den Widerstand der Arhuco, Kogi und Wiwa im Norden Kolumbiens gegen multinationale Unternehmen, Paramilitärs und die Guerrilla sowie deren zerstörerische Eingriffe in die Natur der Gebiete ihrer Ahnen. Die Schwarze Linie ist eine traditionelle Grenze aus Erdhügeln für rituelle Zeremonien, Übergang von der sichtbaren zur unsichtbaren Welt. Der Film wirft auch ein Schlaglicht auf die Betrachtungsweisen externer DokumentarfilmerInnen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

84

Regie: 

Sprache: 

  • dt/OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

9.11. MR 18:00

Revolution mit bloßen Händen – Le Trajectoire d’un Peuple. Le Burkina Faso

Am 30. und 31. Oktober 2014 kommt es zu einem Aufstand in Burkina Faso, der den Sturz des Regimes von Blaise Compaoré nach sich zieht. Im Film blicken unterschiedliche Protagonist*innen des politischen Aufstandes zurück und schildern die Hintergründe. Frauen, Männer und vor allem Jugendliche haben sich ohne Waffen zu einem „Nein“ gegen ein diktatorisches und militarisiertes Regime erhoben. Sie sind überzeugt, dass eine entschlossene Bevölkerung im Stande ist, gegen jede noch so große Übermacht zu siegen. Der Film fragt nach Hoffnungen und Erwartungen für eine zukünftige Gesellschaft: Eine Diktatur wurde gestürzt, aber welche politischen und sozialen Veränderungen müssen erst noch erreicht werden? Das Produktionsteam möchte diese Erfahrungen mit denjenigen teilen, die nach einer wirklichen demokratischen und gerechten Veränderung streben.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

70

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 24.1. 20:30

Trailer : 

Riot from wrong

In den englischen Medien und im politischen Diskurs wurden die England-Riots 2011 übereinstimmend als Ausschreitungen von kriminellen Jugendlichen verhandelt und es wurde nach einer schnellen und kompromisslosen Wiederherstellung von Recht und Ordnung gerufen. Viele Beteiligte wurden in Schnellverfahren zu hohen Strafen verurteilt. „Riot from Wrong“ dokumentiert diese Ereignisse aus dem Blickwinkel der Betroffenen: Die vom Jugendmedienkollektiv Fully Focused produzierte Dokumentation versucht, die Hintergründe der Ausschreitungen zu analysieren und der Dämonisierung einer ganzen Generation von Jugendlichen entgegenzuwirken.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

68

Regie: 

Sprache: 

  • eng

Spielzeiten: 

2.11. MR 18:00

Rupa

Das indische Mädchen Rupa ist 15 Jahre alt, als sie nachts Opfer eines Säureattentats wird. Es vergehen Stunden, bevor sie im Krankenhaus in Neu-Delhi medizinisch versorgt wird. Anderthalb Jahre und rund ein Dutzend Operationen später erschrickt Rupa vor ihrem eigenen Spiegelbild. Der Säureangriff hat sichtbare Narben in ihrem Gesicht hinterlassen. Zufällig erfährt sie von der Kampagne „Stop Acid Attacks“ und schließt sich dieser an. Die Kampagne kämpft für Anerkennung und gesellschaftliche Teilhabe, für eine bessere medizinische Versorgung und finanzielle Entschädigung der Überlebenden von Säureattacken. Rupa und ihre Mitstreiterinnen gründen „Sheroes Hangout“, ein Café in Agra. Als Kollektiv leben und arbeiten sie zusammen und überwinden so die gesellschaftliche Isolation, die sie aufgrund ihrer vernarbten Gesichter erfahren. Ein dokumentarisches Porträt über Selbstermächtigung, Zusammenhalt und die Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes Leben.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

25

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 26.1. 20:30

Sadakat

Nach einer Demonstration gegen das politische Regime Erdo ̆gans verstecktAsli einen Aktivisten in ihrer Arbeitsstelle. Ihre Entscheidung wirkt sichschnell auf das Leben ihrer Familie aus.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

24

Regie: 

Sprache: 

  • Türkisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 23.01. 18:00

Schrei nach Land – der blutige Landkonflikt im Bajo Aguán

Das Bajo Aguán-Tal in Honduras ist seit Jahren Schauplatz einer der blutigsten Landkonflikte in Lateinamerika. Der Film beleuchtet die Hintergründe. Der Boom der Agrospritproduktion führt zu steigender Nachfrage nach Palmöl. Daher versuchen die Großgrundbesitzer im Bajo Aguán ihre Plantagen auszuweiten, auf Kosten der KleinbäuerInnen. Diese wehren sich gegen die Vertreibungen durch private Sicherheitsfirmen, Polizei und Militär. Seit dem Putsch 2009 in Honduras wurden 57 KleinbäuerInnen und UnterstützerInnen ermordet. Keiner der Morde wurde bisher aufgeklärt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

30

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

4.11. GI 18:00 | 4.11. NW 19:30 | 8.11. MR 18:00

Sklaven des Freihandels

"Am 1. Januar 1994 trat das Freihandelsabkommen NAFTA in Kraft, welches den schrittweisen Abbau der Zölle auf Waren und Dienstleistungen zwischen Mexiko, den USA und Kanada garantiert. Für Mexiko sollte so der Weg vom Entwicklungsland zum Industriestaat geebnet, Arbeitsplätze geschaffen und die Armut reduziert werden. Aber zehn Jahre danach sieht die Realität dramatisch anders aus." Quelle: arte.de

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Filmlänge (min): 

52

Regie: 

Sprache: 

  • deutsch / Original mit deutschen Untertiteln

Spielzeiten: 

18.11. Marburg 19:00 | im Capitol | Gast: Marburger Bündnis gegen TTIP

Solidarische Landwirtschaft - eine Reise-Bilder-Schau

 Emely Stolle und Matthias Zinke waren ein halbes Jahr mit Fahrrädern und Auto in Europa unterwegs und haben u.a. Solidarische-Landwirtschafts-Initiativen (SoLaWi) besucht. Die Erfahrungen, die sie dort gesammelt haben, wollen sie nun in die Solidarische Landwirtschaft der Familie Zinke in Braunfels-Neukirchen einfließen lassen.2014 wurden auf deren Hof zum ersten Mal Gemüseanteile auf Probe vergeben. Ein fester UnterstützerInnen-Kreis soll die ökologische landwirtschaftliche Arbeit mit monatlichen Beiträgen finanzieren; als konkrete Antwort auf die großen Herausforderungen für die Zukunft der Landwirtschaft (s. "Zukunft pflanzen"). Emely und Matthias berichten, wie sie sich die Anbausaison 2015 vorstellen.

Sprache: 

  • de

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

19.11. Wetzlar 19:00 | in der Phantastischen Bibliothek | Eintritt Frei

Sonic Sea – Der Sound der Meere

Still war es noch nie im Ozean. Denn Geräusche sind wesentlich für das Überleben und Gedeihen maritimen Lebens. Aber menschengemachter Lärm bedroht diese empfindliche Welt. Der Lärm der Schifffahrt, militärische Schallexperimente, Erkundungsexplosionen usw. versetzen Wale und andere Meerestiere in Dauerstress, der immer wieder in Massenstrandungen und oft tödlich endet. Der Film zeigt überwältigende Aufnahmen der Meereswelt und nimmt uns mit unter die Wasseroberfläche, um die schädlichen Auswirkungen der Lärmverschmutzung in den Meeren zu dokumentieren. Mit Tricksequenzen und grandiosen Soundbeispielen macht der Film das Ausmaß der Beeinträchtigungen nachfühlbar. Wissenschaftler*innen und Umweltexpert*innen zeigen Wege auf, wie der Lärm nachhaltig vermindert werden kann. Ein sensibler Film, der ein wenig bekanntes Thema aufgreift und energisch zu Veränderungen auffordert.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

60

Regie: 

Sprache: 

  • Englisch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 28.1. 18:00 | GI 27.1. 18:00 | WZ 29.1. 11:00

Trailer : 

Sound of Torture

Viele Eritreer*innen befinden sich auf der Flucht vor der Militärdiktatur in ihrem Heimatland in Richtung Israel. Beim Passieren der ägyptischen Sinai-Wüste wurden zwischen 2009 und 2013 Zehntausende von ihnen durch Beduinen-Banden gefangen genommen und in Lager gebracht, wo sie gefoltert und vergewaltigt wurden, um die Familien der Geiseln mit immensen Lösegeldforderungen zu erpressen. Der Film begleitet die eritreische, in Schweden lebende Journalistin Meron Estefanos. Sie versucht in ihrer live übertragenen Radiosendung „Stimmen Eritreas“, telefonisch Kontakt zu den Peinigern und den Geiseln herzustellen und deren Freilassung zu ermöglichen. Um eine seit längerem vermisste junge Frau, deren Lösegeld bereits bezahlt wurde, aufzufinden und eine andere mit ihrem Baby zu befreien, begibt sich die Aktivistin letztlich selbst nach Sinai und zur ägyptisch-israelischen Grenze.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

60

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 26.1. 20:30

Trailer : 

Sushi – The Global Catch

Was jetzt Massenware ist, erforderte einst nicht nur Kunstfertigkeit, sondern vor allem: Zeit. Die industrielle Verfertigung treibt kuriose Blüten: Sushi-am-Stiel in New York, Fast-Sushi in Warschau oder abgepackt beim Imbiss um die Ecke – es entstand ein Lifestyle, der fatale ökologische Konsequenzen hat. Im Zentrum des Geschehens: der Thunfisch, einer der kostbarsten Fische der Welt. Aber auch die wohl empfindlichste Stelle des Ökosystems Ozean. WissenschaftlerInnen warnen, dass bei der globalen Sushi-Nachfrage die Weltmeere in 35 Jahren leer gefischt und als Ökosystem völlig zerstört sein werden.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

75

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Spielzeiten: 

4.11. MR 20:30

Szenische Lesung „Adressat unbekannt“

„Adressat unbekannt“ ist der Briefwechsel zweier Freunde, die während des NS-Regimes nach gemeinsamer Zeit nun in unterschiedlichen Ländern leben und daraus eine jeweils eigene Haltung entwickeln. Die lokale Anbindung erfolgt durch das Zusammenspiel mit den Tagebüchern von Friedrich Kellner, der die Auswirkungen des Dritten Reiches auf die Region akribisch dokumentierte.
Die Inszenierung ist eine Lesung mit Collage aus Elementen der Theatergruppe ETPtete aus der Produktion „Angst“ von 2012. Daraus entsteht eine intensive, alle Sinne ansprechende Darstellung für den Zuschauer.

Spielzeiten: 

9.11. WZ 20:00

The Corporation

 Diese Dokumentation zeigt das Wesen, die Entwicklung und Auswirkungen sowie die Zukunftsformen von Konzernen auf , die wie nichts anderes heutzutage der allgegenwärtige Machtfaktor geworden zu sein scheint, so wie früher Kirche, Monarchie oder Politik. Rechtslagen, Aufgaben und Interessen, die nicht dem Allgemeinwohl unterstehen, werden erklärt. Ein bemerkenswert interessanter Film von fast 2,5 Std. Länge.  WINNER OF 26 INTERNATIONAL AWARDS! 10 Audience Choice Awards including the 2004 Sundance Film Festival. "The Corporation ist ein kanadischer Dokumentarfilm aus dem Jahr 2003. Der Film analysiert das Verhalten von Großunternehmen im Geschäftsleben. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass solche Unternehmen in der Regel alle Kriterien für einen Psychopathen erfüllten, wenn Bewertungsmaßstäbe für menschliches Verhalten angelegt würden. Zudem wird dargelegt, dass solch ein Vergleich durchaus seine Berechtigung habe – weil Unternehmen als juristische Personen rechtlich größtenteils mit Menschen (Natürliche Personen) gleichgestellt seien. Einer der wesentlichen Aspekte des Films ist, dass Großunternehmen nur die eigenen Interessen verfolgen und dabei prinzipiell keinerlei Interessen anderer Personen – insbesondere von Menschen – berücksichtigen. Der Film wurde vom Rechtswissenschaftler Joel Bakan geschrieben und von Mark Achbar und Jennifer Abbott produziert." Quelle: Wikipedia

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2004

Filmlänge (min): 

144

Regie: 

Sprache: 

  • OmU

Spielzeiten: 

18.11. Giessen ca. 21:00 | im Café Ameliè / Ali-Café | Eintritt Frei

The Great Invisible

Bild

Am 20. April 2010 explodierte die Deepwater Horizon Öl-Plattform im Golf von Mexiko. Eine der schwersten Umweltkatastrophen dieser Art in der Geschichte war die Folge. Über 780 Millionen Liter Erdöl gelangten ins Meer mit verheerenden Folgen für Mensch und Natur. Elf Mitarbeiter der Plattform kamen bei der Explosion ums Leben, weitere wurden verletzt. Der Film dokumentiert die Auswirkungen der Katastrophe auf das Ökosystem und zeigt die Veränderungen für den Alltag der lokalen Bevölkerung und für die in der Fischereiwirtschaft Arbeitenden auf. Anhand von Interviews mit ehemaligen Mitarbeitern beleuchtet der Film den Alltag auf einer Bohrplattform und benennt die potentiellen Ursachen der Katastrophe. Die Filmemacher*innen dringen bei ihrer Recherche bis in die zentralen Strukturen der Öl-Industrie vor und lassen dabei wichtige Entscheidungsträger*innen zu Wort kommen. Die lokalen Arbeiter*innen sehen sich letztlich vor die Wahl gestellt: mit dem Fischfang fortzufahren unter dem Risiko, noch weiter in Armut zu geraten, oder auf die Seite der Öl-Industrie zu wechseln, die auch nach dem Unfall noch Arbeitsplätze anbietet.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

93

Regie: 

Sprache: 

  • Englisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

SAA 23.01. 20:30 | GI 24.01. 18:00 |  MR 24.01. 20:30 | Gast: Greenpeace Marburg

The Look of Silence

1965 wurden in Indonesien in staatlich organisierten Massakern Gewerkschaftsmitglieder, Intellektuelle, ethnische Chines*innen und landloseBäuer*innen beschuldigt, Kommunist*innen zu sein, und verhaftet oder direkt ermordet. Die Täter*innen wurden für ihre Verbrechen nie zur Rechenschaft gezogen. Im Gegenteil: Sie werden für ihre Taten bis heute gefeiert.Über ihren absoluten Mangel an Unrechtsbewusstsein drehte Regisseur Joshua Oppenheimer bereits den Dokumentarfilm „The Act of Killing“. In seinemneuen Film geht es um die Opfer. Gemeinsam mit Angehörigen der Opfersucht der Regisseur die Mörder*innen und deren Familien auf, konfrontiertsie mit ihren sadistischen Taten, fragt nach Gewissen und Verantwortung.Doch die Täter*innen, denen die Angehörigen der Opfer jeden Tag im Dorfbegegnen, zeigen keine Regung oder Reue. Oppenheimer dokumentiert dasGrauen eines nie aufgearbeiteten, kollektiven Verbrechens und gibt so derindividuellen Trauer ihren Raum.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

99

Regie: 

Sprache: 

  • Indonesisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 29.01. 20:30 | GI 30.01. 20:30

The Revolution Won‘t be Televised

Staatsoberhäupter, die stur und brutal an ihrer Macht festhalten, sind für viele Länder Afrikas ein großes Problem – und dementsprechend verhasst. Als Senegals Präsident Wade 2011 erneut kandidieren wollte, formierte sich daher breiter Widerstand. Kurz nachdem sich die Bewegung „Y’en a marre“ („Wir haben die Schnauze voll“) gegründet hatte, unter ihnen auch die beiden Rapper Thiat und Kilifeu, begann die Filmemacherin Rama Thiaw, die Ereignisse zu dokumentieren. Über mehrere Jahre begleitete sie Meetings, Kampagnen, Konzerte, Reisen, Verhaftungen, Erschöpfungszustände. Der Film gibt dem Zuschauer Einblicke in die Widersprüche zwischen Musik und Politik, Straße und Staat. Entstanden ist so das mitreißende Porträt einer jugendlichen Protestbewegung, die tatsächlich großen Einfluss auf den Ausgang der Wahl hatte. „The Revolution Won’t be Televised” ist ein Film über die Sehnsucht nach einem Neubeginn in einem Land, in dem der Großteil der Bevölkerung unter 25 ist.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

110

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 23.1. 18:0

The Storm Makers

Mit drastischer Offenheit dokumentiert „The Storm Makers” den massiven Menschenhandel in Kambodscha, der immer wieder aufs Neue von Armut, Verzweiflung und Gier angetrieben wird. Mehr als eine halbe Million Kambodschaner*innen arbeiten im Ausland, ein Drittel wurde als Sklav*innen in Länder wie Malaysia, Thailand oder Taiwan verkauft. Der Großteil von ihnen sind Frauen. Der Film zeigt das Beispiel von Aya, die, in einem kleinen Dorf aufgewachsen, mit 16 als Hausmädchen nach Malaysia verkauft worden war. Nach zwei Jahren, in denen sie Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch erlebt hat, ohne je ein Gehalt erhalten zu haben, kehrt sie traumatisiert und mit einem Kind in ihr Dorf zurück. Als Vergleich dazu erzählt der Film ebenfalls vom Alltag zweier Menschenhändler, in Kambodscha „Storm Makers“ genannt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

66

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 25.1. 18:00

Trailer : 

The True Cost

Bild

Dies ist eine Geschichte über Kleidung. Über die Kleidung, die wir tragen, die Menschen, die sie machen und die weltweiten Auswirkungen der Industrie, welche sie herstellt. Die Preise für Kleidung sinken seit Jahrzehnten, während die Kosten für Mensch und Umwelt dramatisch steigen. Wo wird die Kleidung hergestellt, welche Arbeitsbedingungen herrschen dort, was passiert in den Ländern, in denen riesige Wassermengen für die Baumwolle benötigt wird, während die Menschen verdursten? Die Ausbeutung von Mensch und Natur, die hinter den Preisen steckt, ist erschreckend. Ebenso erschreckend ist die Verdrängung dieser Tatsache in der westlichen Welt. “The True Cost” ist daher eine dringend notwendige Dokumentation, die den Schleier von einer unsichtbaren Industrie lüftet und uns fragt, wer den Preis für unsere Kleidung zahlt. Rund um die Erde, vom schillernden Laufsteg zum düsteren Slum besucht der Regisseur Menschen, die wir hinter der Entstehung unserer Bekleidung üblicherweise nicht sehen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

92

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 24.01. 20:30 | Gast: Vertreterin von FEMNET e. V. (Bonn) | HEU 27.01 20:00 | MR 31.01. 16:00 | Thomas Seibert (medico International)

The Yes Men - Jetzt wird's persönlich

Bild

Sie sind Ikonen der Protestbewegung in den USA: Die berüchtigten Aktivisten The Yes Men (Mike Bonanno und Andy Bichlbaum) inszenieren seit 15 Jahren unterhaltsame, aber vor allem provokative Aktionen. Sie stellen Konzerne, Lobbygruppen oder Regierungen bloß, um aufzurütteln und aufzudecken. In schicken Secondhand-Anzügen und mit wenig Schamgefühl schleusen sie sich in Business-Events und Regierungsfunktionen ein, um auf die negativen Folgen der Globalisierung und der „Geiz-ist-geil“-Kultur hinzuweisen. Mittlerweile sind sie über 40 und die Midlife-Crisis droht ihrem Aktivismus ein Ende zu setzen, obwohl sie gerade dabei sind, die größte Herausforderung ihres Lebens vorzubereiten: den Klimawandel zu stoppen. „The Yes Men – Jetzt wird’s persönlich“ ist mehr als nur eine unterhaltsame Dokumentation ihrer letzten Interventionen. Der Film zeigt, wer die Menschen hinter den Aktionen sind und vermittelt die hoffnungsvolle Botschaft, dass Veränderungen möglich sind, wenn man für sie kämpft.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

91

Regie: 

Sprache: 

  • Englisch mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

SAA 25.01. 20:30| GI 31.01. 18:00

This is Exile – Diaries of Child Refugees

Seit März 2011 herrscht ein erbitterter Krieg in Syrien. Weit über vier Millionen Menschen haben bereits das Land verlassen, mehr als die Hälfte der Flüchtenden sind Kinder. „This is Exile“ verleiht auf einfühlsame Weise syrischen Kindern, die in libanesischen Camps Zuflucht gefunden haben, eine Stimme. Über ein Jahr hinweg hat der Filmemacher die Kinder begleitet. Sie erzählen von Erniedrigung und Trauma, vom Verlust der Heimat und ihrem Wunsch nach Vergeltung, von der Sorge um die Eltern und zu frühem Erwachsenwerden. Mustafa möchte zur Schule gehen, um später einmal zu studieren, muss nun aber die Schule abbrechen, um Geld für seine Familie zu verdienen. Für Fatima gibt es vielleicht eine Zukunft in der Schweiz, wo sie sich zum ersten Mal voll anerkannt fühlt.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

57

Regie: 

Sprache: 

  • OmengU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

GI 26.1. 18:00

Trailer : 

This is Not a Coup

Beim Referendum im Juli 2015 sagten die Menschen in Griechenland mit überwältigender Mehrheit „Nein – OXI“ zur Fortsetzung der europäischen Verarmungspolitik. Nur eine Woche später wurde die Syriza-Regierung von den europäischen Eliten gezwungen, genau diese abgelehnte Politik fortzuführen. Viele sprachen von „mentalem waterboarding“, dem Alexis Tsipras in dieser Nacht ausgesetzt worden sei. Soziale Bewegungen prägten den Slogan „This is a Coup“ – „Das ist ein Putsch“. Der neue Film der Macher*innen von „Debtocracy“, „Catastroika“ und „Fascism Inc.“ nimmt diese Ereignisse zum Ausgangspunkt und stellt sie in einen größeren Zusammenhang: Wie funktioniert der Euro und wessen Interessen dient er? Welche Ziele verfolgt die europäische Kürzungspolitik? Wie wurden die sogenannten Rettungsprogramme in Irland, Portugal und Zypern durchgesetzt? Welche Rolle spielt die EZB? Fazit: Das war kein Putsch, sondern gängige Praxis der EU-Institutionen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

80

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 25.1. 20:30

Trailer : 

Thorberg

Filmplakat

Knast und Zwangspsychiatrie sind die härtesten Unterdrückungsformen des Staates und die letzte Drohung der Verhaltensnormierung. Daher ist die Auseinandersetzung mit ihren Strukturen, Wirkungsweisen und Zielen ein wichtiges Feld der Kritik von Herrschaft. Aus der Züricher Zeitung: "Mit «Thorberg» dokumentiert Dieter Fahrer eingehend Alltag und Psychologie eines Gefängnisses ... Sieben sehr unterschiedliche Männer, sowohl in Bezug auf ihren Charakter wie auf die Art ihres Vergehens, haben sich bereit erklärt, vor der Kamera über sich und ihre Tat zu sprechen – sichtlich im Vertrauen zum Filmemacher, nach längerem gegenseitigem Kennenlernen, und wohl auch aus dem Wunsch heraus, dadurch die Eintönigkeit des Gefängnisalltags etwas aufzubrechen... Es ist die ungemeine Nähe zu den Porträtierten bei gleichzeitiger Distanz, die «Thorberg» in der Tradition des «Gefängnisfilms» in der Schweiz einen besonderen Platz einnehmen lässt."

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2012

Regie: 

Sprache: 

  • de

Spielzeiten: 

15.11. Saasen 18:00 | in der Projektwerkstatt

Tomorrow

Ein ermutigender Film über mögliche Lösungen, den globalen ökologischen Kollaps aufzuhalten. Mit der Absicht, danach zu suchen, machen sich die Schauspielerin Mélanie Laurent und der französische Aktivist Cyril Dion in zehn Länder auf. Dort besuchen sie Organisationen, Wissenschaftler*innen, Landwirt*innen und Umweltschützer*innen. Sie wollen Antworten auf die Frage erhalten, wie die Energiewende und der Umweltschutz in Zukunft umgesetzt werden können. Die große Stärke des Films ist, dass er bei diesen Themen nicht stehen bleibt, sondern auch in den Bereichen soziale Gerechtigkeit, Bildung und Demokratisierung positive Beispiele zeigt. Der Film beginnt mit einem düsteren Zukunftsszenario, bietet im Verlauf aber eine Fülle von Perspektiven, selbst aktiv zu werden.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

118

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 23.1. 20:30 | GI 29.1. 20:30 | HEU 26.1. 20:00 | WB 23.1. 19:00 | SAA 2.2. 18:00

Trailer : 

Trapped by Law

Die beiden Roma Kefaet und Selami, zwei Brüder und Rapper, die in Essen als Asylbewerber aufgewachsen sind, werden im März 2010 in den Kosovo abgeschoben. Sie kommen, getrennt von ihrer Familie, in ein Land, das ihnen vollkommen unbekannt ist. Dort fühlen sie sich wie Touristen und treffen auf bislang unbekannte Verwandte. Statt Hilfe und Unterstützung erfahren sie nur Ablehnung. Es beginnt eine Odyssee durch den Behördendschungel, die geprägt ist von immer neuen Hoffnungen und Enttäuschungen. Ihre Ausreiseanträge werden regelmäßig ohne Begründung abgelehnt. Schließlich erhalten sie eine Einladung zu einem Festival nach Slowenien, die es ihnen ermöglichen könnte, nach Deutschland weiter zu reisen. Kommt ihre Geschichte doch noch zu einem guten Ende? Regisseur Sami Mustafa hat Selami und Kefaet über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren mit der Kamera begleitet. Es ist ein intimes Porträt zweier Brüder entstanden, die ihre alte Heimat verloren und ihre neue noch nicht gefunden haben. Ein Film über Heimat, Familie, Flucht und das Gefühl, zwischen zwei Welten zu leben.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 25.1. 18:00

Trailer : 

Urmila – Für die Freiheit

Urmila Chaudhary lebt im Süden Nepals und ist sechs Jahre alt, als sie von ihren Eltern als „Kamalari“, eine Haushaltssklavin, in die Hauptstadt verkauft wird. Erst 12 Jahre später gelingt ihre Befreiung. Mit der eigenen Freiheit gibt sich Urmila aber nicht zufrieden. Aus dem Erlebten zieht sie ihre Lehren und engagiert sich mit der Organisation „Freed Kamalari Development Forum“ gegen das „offiziell” als abgeschafft geltende System der Leibeigenschaft. Bis heute konnten von Urmila und ihren Mitstreiterinnen über 13.000 Mädchen aus der Sklaverei befreit werden. Gleichzeitig hat sich Urmila ein vermeintlich unerreichbares Ziel gesetzt: Sie möchte Rechtsanwältin werden und ihr Heimatland Nepal weiter verändern. Deshalb versucht sie, ihren Schulabschluss nachzuholen, denn wie den meisten „Kamalari“ blieb auch ihr eine Schulbildung verwehrt. Beim Versuch, das Lernen mit ihrer Arbeit als Aktivistin zu vereinbaren, stößt die mittlerweile 25-Jährige aber zunehmend an ihre persönlichen Grenzen.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

87

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 26.1. 20:30

Trailer : 

Vol spécial

Sie leben oft seit Jahren in der Schweiz, haben sich integriert, Familien gegründet, arbeiten und zahlen Steuern. Und dennoch können sie ohne Vorwarnung monatelang inhaftiert werden, bevor sie mit dem „Vol spécial“, dem Ausschaffungsflug, abgeschoben werden – denn sie sind MigrantInnen ohne reguläre Papiere. Jedes Jahr trifft es Tausende von ihnen. Der Film portraitiert Menschen im Abschiebegefängnis Frambois in Genf: Gefangene zwischen Hoffnung und Angst, und Aufseher, die sich um Mitmenschlichkeit bemühen. Doch am Ende bleibt meist tiefe Verzweiflung.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

100

Regie: 

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

3.11. SAA 20:30 | 7.11. GI 20:30 | 9.11. MR 20:30

Vom Töten Leben

Wie können Menschen von der Produktion von Waffen leben, die zum Töten anderer Menschen dienen? Um diese Frage zu beantworten, besucht der Regisseur den schwäbischen Ort Oberndorf, wo gleich mehrere Firmen Waffen produzieren. Er begleitet einen kritisch eingestellten OB-Kandidaten im Wahlkampf und zeichnet ein vielschichtiges Bild der Bevölkerung. Der Politiker benennt das Dilemma: „Die Leute wissen, dass sie täglich eine Todsünde begehen.“ Neben Kritiker*innen kommen auch Beschäftigte von „Heckler & Koch” zu Wort, wo die weltweit von Militärs und Terrorist*innen gleichermaßen geschätzten Sturmgewehre G3 und G36 hergestellt werden. Gerichtsverfahren konnten bisher nichts daran ändern, dass diese auch in Krisengebiete geliefert werden. Jeden Tag verlieren weltweit Menschen durch Waffen aus Oberndorf ihr Leben. Dieser Konsequenz ihres Handelns wollen die meisten der in der Waffenproduktion arbeitenden Menschen aber nicht ins Auge sehen. Sie fühlen sich stattdessen an den Pranger gestellt. Ein Film gegen eine Mauer aus Leugnung und Rationalisierung.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2016

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 24.1. 20:30 | WZ 25.1. 19:00 | SAA 31.1. 18:00 | GL 1.2. 19:30

Wahllos

Im Supermarkt. Ein Mann steht vor der Qual der Wahl. Eine Metapherunserer Konsumgesellschaft, der Pluralisierung und Demokratie?

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

3

Regie: 

Sprache: 

  • Stummfilm

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

SAA 24.01. 18:00 & 20:30 | GI  27.01. 20:30 | MR 30.01. 18:0

Wastecooking

Bild

In der Europäischen Union werden jedes Jahr pro Person durchschnittlich 179 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen. Das Europäische Parlament hat das Jahr 2014 zum „Europäischen Jahr gegen Lebensmittelverschwendung“ ernannt. Ein wichtiges Thema, das uns alle angeht: von Privathaushalten über Supermärkte und Restaurants bis hin zu den Lebensmittelhersteller*innen. „Wastecooking“ ist ein unterhaltsames Roadmovie. David Groß, Lebensmittelaktivist und Koch, reist durch fünf europäische Länder, um all jenes kulinarisch zu recyceln, was sonst an Essbarem vergeudet wird. Mit seinem Cooking-Truck trifft er dabei auf verschiedenste Akteur*innen der Lebensmittelverschwendungskette und sucht nach Lösungswegen für eine nachhaltigere Produktions- und Konsumweise. “Wastecooking” ist inspirierend, voller Handlungsmöglichkeiten und ein spannendes Projekt, das Kunst, Politik und Aktivismus vereint.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

80

Regie: 

Sprache: 

  • Original mit deutschen Untertiteln

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

MR 30.01. 18:00 | Gast: Wam Kat (BadBelzig) und Foodsharing Marburg | GL 2.02. 19:30

Weniger ist Mehr

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Film "Weniger ist mehr"Die Grenzen des Wachstums und das bessere Leben Die Matinée beginnt mit der Filmvorführung von "Weniger ist mehr": Kann es Wohlstand ohne Wirtschaftswachstum geben? Die Filmemacherin Karin de Miguel unternimmt einen Selbstversuch und fragt: "Was muss ich ändern, damit mein Lebensstil zukunftsfähig ist? Und worauf kann ich verzichten ohne Verlust an Lebensqualität?" Auf ihrer Reise durch Europa besucht sie Menschen, Initiativen und Unternehmen, die erkannt haben, dass Wirtschaftswachstum nicht das Maß aller Dinge ist und sich auf Solidarität besinnen. Über diese Erfahrung wollen wir im Anschluss mit der Regisseurin sprechen. Anschließend gibt es ein leckeres Buffet mit regionalen und internationalen Leckerbissen. Lokale Initiativen, wie sie im Film zu sehen sind, stellen sich vor. Untermalt wird das Ganze von Musik und Kleinkunst.Um Spenden wird gebeten.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2014

Filmlänge (min): 

53

Regie: 

Sprache: 

  • de

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

16.11. Wetzlar RegioMatinee 11:00 bis 14:00 | in der Phantastischen Bibliothek

Wie funktioniert Geld

Ein Animationsfilm der leicht verständlich die Grundlagen der Funktionen unseres Geldsystems und die Rolle der Banken erklärt.Die Animation von Max Bock erklärt leicht verständlich die Grundlagen der Funktion unseres Geldsystems und die Rolle der Banken. Diese humorvolle Zeichentrick Animation ist keineswegs ein Kinderfilm und steigert langsam und stetig den Anspruch. Wer diese Dokumentation verstanden hat versteht unser Geldsystem und dem dämmern dann auch die Gründe für die heutige Finanzkrise.Standard-YouTube-Lizenz

Erscheinungsland: 

Filmlänge (min): 

20

Sprache: 

  • OmdtU

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

18.11. Giessen 20:00 | im Café Ameliè / Ali-Café | Gast: Herr Schubert (Bankenkenner) | Eintritt Frei

Willkommen zuhause

Am 14. April 2010 wurde das Rückübernahmeabkommen zwischen Deutschland und Kosovo unterzeichnet. Seitdem fanden zunehmend Abschiebungen von aus dem Kosovo stammenden Roma statt. In den Flugzeugen saßen Menschen, die meistens seit über zehn Jahren in Deutschland lebten und nun im Kosovo ihre Heimat finden sollten. Der Film ermöglicht einen Einblick in das Leben abgeschobener Roma im Kosovo und solchen, die in Deutschland von der Abschiebung bedroht sind.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

69

Regie: 

Sprache: 

  • dt

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

3.11. GI 18:00 | 4.11. MR 18:00

Wir könnten, wir sollten, wir hätten doch...

Sonntagabend im winterlichen Deutschland. Im Fernsehen die üblichenNachrichten über die Flüchtlingskrise. Ein Paar bereitet sich gerade aufeinen gemütlichen Fernsehabend vor, als es plötzlich an der Tür klingelt ...

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2015

Filmlänge (min): 

11

Regie: 

Sprache: 

  • Deutsch

Spielzeiten: 

GI 23.01. 20:00 | MR 31.01. 16:00

Work Hard Play Hard

Bei Auswahl, Motivation und Training der MitarbeiterInnen wird nichts dem Zufall überlassen. Selbst­optimierung steht auf dem Programm und der globalisierte Druck auf die Unternehmensleitungen fordert immer mehr Tugenden einer Unternehmensführung auch von den einzelnen MitarbeiterInnen. Die idealen MitarbeiterInnen haben ihren Job und das Unternehmensziel und -wohl ständig im Sinn. Der Film heftet sich an die Fersen einer High-Tech-Arbeiterschaft, die hochmobil und leidenschaftlich ihre Arbeit zum Leben machen soll. Selbst moderne Büroarchitektur hat nur das Ziel, die MitarbeiterInnen und ihre Leistung zu optimieren.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2011

Filmlänge (min): 

90

Regie: 

Sprache: 

  • dt

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

5.11. GI 18:00 | 6.11. MR 20:30 | 7.11. GL 19:30

Zum Vergleich

Wie arbeitet die Welt? Dieser Frage geht der Film am Beispiel des Hausbauens nach. Er stellt Beispiele aus der ganzen Welt gegenüber. Das hochindustrielle Europa, das traditionelle Afrika oder das frühindustrielle Indien: Alle haben die kleinste Materialeinheit, den Ziegelstein, gemeinsam. Doch sind, begonnen bei der Ziegelsteinherstellung, Aussehen, Vorgehensweise, Umsetzung und Ergebnis sehr unterschiedlich. In sechzig Minuten werden zwanzig Einheiten gezeigt und ohne Kommentar in den Raum gestellt. Harun Farockis Film zeigt das „zum“ Vergleich, den Ohren und Augen zum Denken, und nicht: „im“ Vergleich, nicht in Konkurrenz.

Erscheinungsland: 

Erscheinungsjahr: 

2009

Filmlänge (min): 

61

Regie: 

Sprache: 

  • ohne Worte

Schlagworte: 

Spielzeiten: 

5.11. HEU 20:00 | 10.11. GI 18:00