Filmarchiv

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Deutschland 2015 | Valentin Thurn | 107 Min. | deutsch

Es wird prognostiziert, dass die Weltbevölkerung bis 2050 auf zehn Milliarden Menschen anwachsen wird. Wie werden all diese Menschen in Zukunft ernährt? Der Film zeigt: So wie bisher kann es nicht weitergehen. Die hemmungslose Ausbeutung unserer Ressourcen in der Massenproduktion zerstört unsere eigentliche Ernährungsgrundlage. Doch bislang behaupten Befürworter*innen der Agrarindustrie, dass die Massenproduktion der industriellen Landwirtschaft die einzige Lösung sei. Stimmt das?

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In Hongkong, der teuersten und reichsten Stadt der Welt, sind Mietpreise so hoch, dass sich viele Menschen, trotz Arbeit, nicht mehr als 2 Quadratmeter Wohnfläche leisten können. Andy (25) und der fast 60 jährige Mr. Lee leben in stapelbaren Gitterboxen und die vierköpfige Familie Leung teilt sich 4 qm. Liebevoll begleitet der Film seine ProtagonistInnen, zeigt ihre Lebensweisen und eine Seite, von der sich die Metropole nur selten zeigt.

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„5 Jahre Leben“ basiert auf der wahren Geschichte des Bremers Murat Kurnaz, der insgesamt fünf Jahre als Gefangener der USA in Afghanistan und Guantánamo inhaftiert war. Es ist nicht nur die Chronik eines Missbrauchs von Macht, sondern zeigt auch den Überlebenswillen eines Mannes, dem man alles genommen hat. Murat Kurnaz wollte seinem Leben einen neuen Sinn geben, als er sich dem Islam zuwandte und nach dem 11. September 2001 nach Pakistan aufbrach, um eine Koranschule zu besuchen. Ihm wird vorgeworfen, in terroristische Aktivitäten involviert zu sein.

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Fünf Jahre ist es her, dass in Spanien die Immobilienblase platzte. Von der einstigen Wohlstandsgesellschaft ist nur noch wenig übrig. Der abstrakte Begriff “Finanzkrise” ist für den größten Teil der spanischen Gesellschaft zur harten Realität geworden. Mit über 200 Zwangsräumungen am Tag und knapp 2 Millionen Haushalten ohne gesichertes Einkommen ist das Existenzminimum für viele Menschen schon lange unterschritten. Auch Lola und ihre Familie sind von der Krise betroffen. Sie und ihr Partner haben ein Haus auf Kredit gekauft und dieses nur teilweise abbezahlen können.

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Agorá war im antiken Griechenland der Versammlungsort für die aktiven Bürger und für das politische, ökonomische und kulturelle Leben. Im modernen Griechenland ist die AGORÁ verkommen zu einem Ort für rein kommerzielle Transaktionen und damit Symbol für die politische Entwicklung, die der Staat Griechenland in den letzten Jahrzehnten durchlief. Im Dokumentarfilm Agorá wird die Eurokrise aus griechischer Sicht über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren porträtiert.

Der Kurzfilm dokumentiert eine Kommunikations-Guerilla-Aktion des fiktiven Unternehmens Agraprofit, die im September 2012 auf dem Wochenmarkt einer deutschen Großstadt durchgeführt wurde.

Vielen ist bewusst, dass der Boom des Gen-Soja-Anbaus in Brasilien die Abholzung des Regenwalds beschleunigt und dass Soja vor allem für die industrielle Fleischproduktion angebaut wird. Ein Aspekt, der oft unerwähnt bleibt, ist die damit einhergehende Landenteignung der indigenen Bevölkerung. Der Film begleitet den Bio-Tofu-Produzenten Wolfgang Heck nach Brasilien, wo er das absolute Gegenteil seines europäischen kleinbäuerlichen Soja-Anbaus begutachtet.

Der Friedensaktivist, Regisseur und Leiter des Freedom Theatre im Flüchtlingslager von Jenin, Juliano Mer-Khamis, wurde 2011 ermordet. Der Sohn einer jüdischen Mutter und eines palästinensischen Vaters setzte auf die Kunst als Mittel gegen die Hoffnungslosigkeit und die Gewalt im Flüchtlingslager. Er bot Künstlern, ungeachtet von Nationalität und Geschlecht, eine Bühne. Der Film beleuchtet die Schwierigkeiten und Herausforderungen, denen die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler nach der Ermordung Mer-Khamis bei ihrer Arbeit begegnen.

Am 12. Januar 2010 wurde Haiti von einem verheerenden Erdbeben verwüstet. 230.000 Menschen verloren ihr Leben, 1,5 Millionen Bewohner*innen des Karibikstaates wurden obdachlos. Die internationale Staatengemeinschaft sagte 11 Milliarden Dollar an Hilfsmaßnahmen zu. Hilfsorganisationen aus aller Welt entsandten Mitarbeiter*innen. Die Koordinierung und Verwaltung der Gelder übernahm die Interimskommission IHRC, geleitet von Bill Clinton. „Dies ist die größte Chance, die Haiti je hatte“, versprach der ehemalige US-Präsident.

Ein Leben in Containern, Bettenlagern und Baracken. Eingezäunt und abgeschottet von der Außenwelt – so sieht die harte Realität der Erstaufnahmelager für Geflüchtete aus. Diese Bilder sind zwar aus den Abendnachrichten bekannt, viel weniger weiß man allerdings, wie es in den Menschen, die dort leben, aussieht. Der Dokumentarfilmer Çağdaş Yüksel nimmt uns mit auf eine Reise quer durch Deutschland. Er besucht Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und sich nun, angekommen in Deutschland, mit unvorstellbaren Herausforderungen konfrontiert sehen.

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Von Mailand nach Stockholm mit fünf aus Syrien Geflohenen. Kein leichtes Unternehmen. Auf verschiedenen Wegen haben sie es aus ihrem vom Bürgerkrieg zerstörten Land bis nach Italien geschafft, aber Schweden, das Ziel ihrer Reise, scheint in unerreichbarer Ferne. Der Regisseur und Journalist Gabriele Del Grande initiiert gemeinsam mit Freund*innen eine kreative und fiktive Geschichte: Sie tarnen sich als Hochzeitsgesellschaft , um die fünf von Italien bis nach Schweden zu bringen. Wer würde schon eine Hochzeitsgesellschaft stoppen?

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In vielen prägnanten Zitaten, Interviews, Bildern und Filmsequenzen wird nachgezeichnet, wie Parteien, Landesregierung, Universitäten, große internationale Firmen und dubiose Kleinstfirmen in Mecklenburg-Vorpommern ein Eldorado der Agro-Gentechnik aufbauten. Doch aus der vermutet widerstandslosen Region wurde ein bemerkenswertes Symbol für die Kraft des Widerstandes, in dem sich kreative Aktivist*innen, Umweltschützer*innen und Anwohner*innen gegen die scheinbare Übermacht verbündeten.

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 Am 26. September 2014 eröffnet die Polizei in Iguala, Mexiko das Feuer auf Studierende einer Lehrerschule, die sich auf dem Weg zu einer Demonstration befinden. Es ist der Beginn eines Ereignisses, bei dem 6 Menschen sterben und 43 Studierende spurlos verschwinden. Wenig später wird bekannt, dass die Studierenden von Polizeikräften an ein lokales Kartell übergeben wurden.

Wind und Nebel  ist ein hoffnungsvoller und ein schöner Film, auch wenn sein Thema alles andere als schön ist. Die Handlung spielt während des Iran-Irak-Krieges in den 80er-Jahren. Der kleine Sahand ist verstummt, seitdem er mit ansehen musste, wie seine Mutter bei einer Bombenexplosion ums Leben kam. Mit seiner älteren Schwester fährt er nun zu seinem Großvater in die Berge im Norden des Landes, in eine weitgehend sichere Gegend. Doch weil seine Mitschüler nicht um sein Trauma wissen, wird er wegen seines Schweigens gehänselt.

Wir befinden uns im kurdischen Teil des Iraks im Jahre 1990. Die Brüder Zana (6 Jahre) und Dana (10 Jahre) sind Straßenkinder und verdienen sich ihrGeld mit Schuhe putzen. Nach einer Kinovorstellung des Films „Superman“,die sie heimlich von einem Dach aus beobachten, beschließen sie, sich aufden Weg in das Land ihres Helden zu machen. Sie planen nach Amerika auszuwandern. Ohne Geld und gültige Pässe versuchen sie, die Landesgrenzezu überqueren.

Ob im rheinischen Braunkohlegebiet, am Hafen von Amsterdam oder auf den Straßen von Paris während des Weltklimagipfels: Die Kämpfe für Klimagerechtigkeit werden an immer mehr Orten geführt. Der Film zeigt eine wachsende Bewegung, die zivilen Ungehorsam leistet und die Transformation hin zu einer klimagerechten Gesellschaft selbst in die Hand nimmt. 2015 wurde in Paris ein globales Klimaabkommen verabschiedet. Aber wurde damit wirklich der Klimaschutz vorangetrieben?

Der tägliche Verkehrsinfarkt macht das Leben in den Städten für Menschen weltweit immer problematischer. Eine Alternative zur Autonutzung sehen Viele im Radfahren. Wie mühsam dies aber häufig sein kann, zeigen Beispiele aus Sao Paulo, Los Angeles und anderen Städten. Radfahraktivist*innnen fordern daher mehr und sicherere Wege. Kontrastreich führt der Film uns vor Augen, wie die Entwicklung des Autoverkehrs mit der Schaffung entsprechender städtischer Infrastruktur korrespondiert und damit das Leben in der Stadt immer lebensfeindlicher macht.

Vom der G8-Gipfel 2001 in Genua sind vor allem die Bilder der Auseinandersetzungen zwischen Globalisierungskritiker_innen und der italienischen Polizei im Gedächtnis haften geblieben. Die deprimierenden Höhepunkte dieser Auseinandersetzungen waren der Tod von Carlo Giuliani, der von einem Polizisten erschossen wurde sowie der Überfall auf die Diaz-Schule. Black Block rekonstruiert die Ereignisse des 21. Juli 2001. Das besondere Ausmaß an Polizeiwillkür und -gewalt sowie die Suspendierung jeglicher rechtsstaatlicher Normen werden erfahrbar.

Der Sänger grölt Gewaltparolen, die Skinheads toben und die Arme gehen hoch zum Hitlergruß: Als Thomas Kuban zum ersten Mal ein Neonazi Konzert mit versteckter Kamera dreht, ermöglicht er Einblicke in eine Jugendszene, in die sich kaum ein Außenstehender hineinwagt. Sechs Jahre später hat er rund vierzig Undercover-Drehs hinter sich, auch in Ländern jenseits deutscher Grenzen. Hoch brisant ist das Material, einzigartig in Europa, wahrscheinlich sogar weltweit.

Wie verwandelt man Wasser in Geld? Eine Firma kennt das Rezept: Nestlé. Dieser Konzern dominiert den globalen Handel mit abgepacktem Trinkwasser. Der Schweizer Journalist Res Gehriger macht sich auf, einen Blick hinter die Kulissen des Milliardengeschäfts zu werfen. Nestlé blockt ab. Doch der Journalist lässt sich nicht abwimmeln. Er bricht auf zu einer Entdeckungsreise, recherchiert in den USA, in Nigeria und in Pakistan. Die Expedition in die Welt des Flaschenwassers verdichtet sich zu einem Bild über die Denkweisen und Strategien des mächtigsten Lebensmittelkonzerns der Welt.

„Boza“ bedeutet „Sieg“ in der westafrikanischen Sprache Bambara.

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Die Menschenrechtsaktivistin Claudia Paz y Paz wird 2010 in Guatemala zur Generalstaatsanwältin ernannt. Mit den Möglichkeiten dieses Amtes sagt die bescheidene Frau mit der sanften Stimme der Korruption und Straflosigkeit in ihrem Land den Kampf an. Doch ihre Feinde sind mächtig. Guatemala zählt seit dem jahrzehntelangen Bürgerkrieg zu den gewalttätigsten Ländern der Welt. Vier Jahre lang begleitet das Filmteam Claudia Paz y Paz auf Schritt und Tritt bei ihrer Arbeit.

Es hätte ein großes Fest geben müssen. Aber elf Jahre nach der Einführung des Euros ist die Krise allgegenwärtig. Nie waren die Unterschiede zwischen den Ländern so stark, nie war die Kluft zwischen Arm und Reich derart schockierend.Diese Webserie macht sich auf die Suche nach den Gewinnern und Verlierern der Eurokrise. Und über alledem schwebt die Frage: Welches Europa wollen wir?

Der bekannte Schwulenaktivist des ostafrikanischen Landes Uganda, David Kato, der sich jahrelang für die Rechte von Homosexuellen (in der Landessprache „Kuchu“) stark macht, steht vor seiner größten Herausforderung: der Kampf gegen ein Gesetz, das die Todesstrafe für HIV-positive schwule Männer sowie Haftstrafe für Menschen vorsieht, die Kenntnis von Homosexuellen haben und diese nicht bei der Polizei melden. Nachdem radikale Evangelikale aus den USA Uganda als Ground Zero bezeichnet haben, erwartet das diskriminierende Gesetz die Abstimmung durch das ugandische Parlament.

Heinz Ratz hat 80 AsylbewerberInnenheime in  Deutschland besucht  und dort Musiker von Weltklasseformat gefunden: Sänger, Musiker, Rapper. Seine Combo „Strom & Wasser“ wurde kurzerhand durch ein „feat. The Refugees“ erweitert und begeisterte auf einer großen Deutschland-Tournee ein riesiges Publikum. Wir begleiten Heinz Ratz und die Refugees bei dem Versuch, sich von ihren verordneten Plätzen zu lösen – durch die so simple wie machtvolle Geste, die eigene Stimme zu erheben.

Im bolivianischen Hochland erhebt sich der Berg Cerro Rico. Durch eine 1545 zufällig entdeckte Silberader wurden die spanischen Konquistadoren auf den Berg aufmerksam und begannen noch im selben Jahr zu graben. Dieser Reichtum finanzierte das spanische Imperium und beeinflusste die ökonomische Entwicklung in Europa maßgeblich. Der Preis dieses unvorstellbaren Silberabbaus: Völkermord. In nur drei Jahrhunderten fielen der Habgier der Europäer*innen am Cerro Rico mehr als acht Millionen Menschen zum Opfer. Vom Reichtum ist der Region nicht viel geblieben.

Der massive Ausbau der erneuerbaren Energien, von allen gesellschaftlichen Gruppen als Ausweg aus der Klimakrise gefordert, hat eine Kehrseite. Ulrich Eichelmann hat sich auf die Spuren von Klimaschutzprojekten und „grünen  Energien“ begeben. Aus den Mesopotamischen Sümpfen im Irak, den Urwäldern Amazoniens und Indonesiens, aus der Türkei sowie aus Schutzgebieten in Norddeutschland berichtet er von Missbrauch und Etikettenschwindel. Klimaschutz werde häufig als Werbeslogan zur Durchsetzung von Großprojekten missbraucht.

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In den Bergen der Provinz Yúnnán im Südwesten der Volksrepublik China leben die Menschen größtenteils von Subsistenz-Landwirtschaft. Um dem schwierigen bäuerlichen Leben zu entfliehen, entscheiden sich viele zur Abwanderung in weit entfernte Städte. Sie gehen mit der Hoffnung auf ein besseres Leben und gut bezahlte Arbeit. Der Film beschreibt den Werdegang der jungen Generation, die zwischen dem Leben in ihrer Heimat und der Stadt zerrissen ist. Einfühlsam zeigt “Coming and Going”, wie die Familienmitglieder, vor allem die Kinder, unter der Abwesenheit ihrer Eltern oder Geschwister leiden.

Eine spannende Reportage auf der Suche nach den Hintergründen für die anhaltende Zerstörung des Amazonas-Urwaldes und die weitere Vertreibung der Indigenen, über den anhaltenden Widerstand gegen den Mega-Staudamm Belo Monte und die größte Goldmine Brasiliens. Ein Film über rebellierende BauarbeiterInnen, Korruptionsverdacht, Energie- und Rohstoffhunger und über europäische Firmen, die an der fortschreitenden Zerstörung Amazoniens kräftig verdienen. Mit dem aktuellen Film wird eine dokumentarische Langzeitbeobachtung (seit 2009) fortgesetzt.

Am Fluss Xingu im brasilianischen Amazonasgebiet entsteht seit 2011 der drittgrößte Staudamm der Welt, der Belo Monte. Er soll Strom für den „wirtschaftlichen Aufstieg Brasiliens” liefern – so die offizielle Version – und den Rohstoffhunger der Welt. Doch es geht auch um ein milliardenschweres Geschäft inklusive massiver Korruption und hoher Profite für die daran Beteiligten. „Das ist eine kriminelle Vereinigung“, sagt der katholische Bischof von Altamira, Erwin Kräutler, und verweist auch auf den aktuellen Skandal um den Ölkonzern „Petrobras“, der Brasilien erschüttert.

Der prämierte Dokumentarfilm schildert die Geschichte der Stromrebellen aus Schönau im Schwarzwald. Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 gründete sich im Schwarzwaldstädtchen Schönau eine Bürgerinitiative, um der Atomkraft den Kampf anzusagen und für eine ökologische Energiewende einzutreten. Ein mitreißender Film, der zeigt, was Bürgerinnen und Bürger durch Eigeninitiative in der Energiewirtschaft erreichen können.

Endlich erfreuliche Nachrichten: Die DeGX-Analyse berichtet vom Zustand Deutschlands – und zwar die wirklich wichtigen Fakten. Wie glücklich sind die Menschen in unserem Lande?

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Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts – wer sie hat, hat das Geld und damit die Macht. Doch wer kontrolliert diesen Zugriff auf private Daten? Und was bedeutet das für die Gesellschaft ? Regisseur David Bernet öff net die Türen zu einer schier undurchdringlichen Welt. Zum ersten Mal in der Geschichte der EU konnte ein Filmteam so tief ins Innere der EU vordringen und die Entstehung eines Gesetzes filmisch begleiten.

Die Dokumentation über den Naturschutzverband WWF zeigt, wie tief sich der Verband in die Interessenssphären großer Konzerne verstrickt hat. Er thematisiert, dass der WWF ihnen zu „Nachhaltigkeitszertifikaten“ verhilft. Der Verband arbeitet an „runden Tischen“ mit Gentechnikunternehmen wie dem Agrargiganten Monsanto und dem multinationalen Konzern Wilmar zusammen – und bestätigt ihnen demnach, dass sie „nachhaltig“ Soja und Palmöl produzieren.

Die preisgekrönte Dokumentation begleitet 13 Tierschützer in Österreich, die durch ihre öffentlichen Aktionen ins Visier der Justiz gerieten. Die  Folge: Geheimpolizeiliche Maßnahmen samt verdeckter Ermittlung und mehrmonatige Untersuchungshaft. Angeklagt werden sie nach § 278a wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Organisation. Am Ende werden sie frei gesprochen, stehen jedoch vor dem finanziellen Ruin. Handelt es sich um einen Musterprozess gegen zivilen Ungehorsam? Wie weit ist die Rechtsstaatlichkeit bedroht?

Angesichts der Umwelt- und Wirtschaftskrise brauchen wir positive Visionen für Mensch und Planet. Der Film zeigt Verbindungen auf zwischen den drängenden Problemen unserer Zeit und unserem globalen, nicht nachhaltigen Wirtschaftssystem. WissenschaftlerInnen und  AktivistInnen aus der ganzen Welt befürworten eine Regionalisierung wirtschaftlichen Handelns als Strategie, um unseren Ökosystemen, Gesellschaften und uns selbst zu einem besseren Leben zu verhelfen. Ein hoffnungsvoller Film, der zum Handeln anregt.

In den letzten 60 Jahren haben sich rund um die Welt mehr als 350.000 Tonnen hochradioaktive Atomabfälle angesammelt. Diese müssen für tausende von Jahren an einem sicheren Ort, sprich: für Mensch und Umwelt unschädlich, endgelagert werden. Doch ein Endlager existiert bis heute nicht und die Produktion von atomarem Restmüll wird ungebrochen fortgesetzt. Der in der Schweiz lebende Nuklearphysiker und international renommierte Endlagerexperte Charles McCombie gibt Einblicke in das hartnäckige Ringen, den dereinst sichersten Ort der Erde zu finden, um das fatale Dilemma zu beheben.

In Zeiten weltweiter Fanatisierung im Politischen und Religiösen ergreift auch beim Wetzlarer Erwachsenentheaterprojekt E.T.P.tete der Diktator die Macht. Er führt streng, konsequent und erbarmungslos.Er verführt eloquent, gekonnt, unmerkbar – auch dich. Ein Spiel im Innen und Außen. Ein Spiel mit und um Macht. Ein Spiel um Mächtige und Machtlose. Ein Spiel um Mitläufer, Angehörige, Profiteure, Täter und Unterdrückte. Kein Spiel?! Und doch gespielt.

Der Film zeigt Menschen, die in Zeiten ökonomischer und ökologischer Krise der Macht der Agrarindustrie etwas entgegensetzen, das auch in anderen Ländern bereits erfolgreich praktiziert wird. Die Mitglieder einer Garten-Kooperative in Freiburg teilen sich die Verantwortung für einen landwirtschaftlichen Betrieb und tragen gemeinsam die Kosten und Risiken – wie z.B. krumme Gurken. Ökologischer Anbau, Saisonalität, kurze Wege, solidarische Ökonomie, kollektives Eigentum, Bildung sowie Mit-Anpacken in der Landwirtschaft sind die wesentlichen Aspekte dieses „Unternehmens“.

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Die Ankunft in Deutschland gleicht nicht wirklich einem Willkommen: Wer sich in Brandenburg als Asylbewerber*in zu erkennen gibt, kommt zunächst in die Zentrale Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt. Ein unwirklicher Ort in der absoluten Peripherie. Innerhalb von drei Monaten werden hier bereits die entscheidenden Stationen des Asylverfahrens durchlaufen. Das Leben im Heim ist geprägt von Langeweile und Ungewissheit – und trotzdem gibt es auch hier einen Alltag, ein unbestimmtes Gefühl von provisorischer Heimat.

Eine andere Landwirtschaft ist nötig. Die Lebensmittelproduktion muss und kann anders organisiert werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass den kleinbäuerlichen Strukturen wieder eine Schlüsselrolle zugebilligt wird. Anhand von Beispielen aus aller Welt veranschaulicht die Filmemacherin, dass radikales Umdenken gefordert ist und schon praktiziert wird. Der Film entlarvt die pestizid- und gentechnikbasierten Anbaumethoden und wirbt für eine weltweite naturkonforme Produktion.

Das Label Gruenrekorder aus Frankfurt am Main beschäftigt sich seit Jahren mit Ökopolitiken und Klang. Vor kurzem wurde „Dark Sound“ von Mikel R. Nieto veröffentlicht – mit Texten, Fotos und Audioaufnahmen, sowie Berichten verschiedener Gruppen und Institutionen, die von den Auswirkungen und den Zusammenhängen des Noise der Ölindustrie in Bezug auf Menschen, Flora und Fauna handeln. Der Preis von Buch und CD bemisst sich süffisanterweise am tagesaktuellen Preis eines Barrel Brent Rohöl. An dieser Stelle, wo sich Ökologie und Ökonomie kreuzen, diskutieren wir, u.a.

Ein Film pro "artgerechter Tierhaltung". Das Auswählen des zu schlachtenden Tieres, die Schlachtung und das Zerlegen selbst bis hin zur Zubereitung des fertigen Menüs hält die Kamera direkt auf das Geschehen.im Anschluss: Ein Film der die Gegenmeinung vertritt, also die Tierhaltung als vermeintlich schönes Leben der Tiere entlarvt.

Der Bau eines riesigen Wasserkraftwerks im Tal des Flusses Magdalena in Kolumbien bedroht die dort lebenden Menschen, Flora und Fauna. Eine Gruppe von KleinbäuerInnen und FischerInnen widersetzt sich den verschiedenen multinationalen Unternehmen, die das Megaprojekt dort mit staatlicher Unterstützung und militärischem Schutz umsetzen. Der Film begleitet die ProtagonistInnen und ihre Protestaktionen während eines Jahres.

Der Firma Starissima droht die Pleite. Doch die Beschäftigten wollen nicht aufgeben und wagen die Gründung einer Genossenschaft. Zu Büstenhaltern und Unterhosen gesellen sich bald jede Menge Fragen darüber, wie ein Unternehmen funktioniert und zu führen sei, und vor allem wie man eine Kooperative am Leben hält. Mariana Otéro zeigt die Beschäftigten zwischen Euphorie und Ernüchterung, berichtet von Solidarität und der harten Realität des kapitalistischen Marktes.

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Täglich donnern riesige LKWs durch das kirgisische Dorf Barskoon mit einer gefährlichen Fracht: Zyanid, eine hochgiftige Chemikalie, mit der in der nahe gelegenen Kumtor-Mine Gold abgebaut wird. Als 1998 ein mit Zyanid beladener LKW in den Fluss des Dorfes stürzt, erkranken Hunderte von Dorfbewohner*innen. Sieben Jahre später beginnt eine Gruppe von mutigen Frauen ihren Kampf für die Rechte der Opfer. Sie gründen eine kleine Umweltorganisation und blockieren die Zufahrt zur Mine.

In einem entlegenen kurdischen Bergdorf im Osten der Türkei geraten die alte Berfe und ihre Enkelin Jiyan in Schwierigkeiten, als ihr Sohn und Vater Temo, einziges männliches Mitglied des Haushalts, mit allen anderen jüngeren Männern des Dorfes vom türkischen Militär verhaftet wird. Der kommandierende türkische Offizier hatte die Information, dass in jedem Haus des Dorfes Waffen versteckt seien. Jeder Gefangene kommt frei, sobald die Angehörigen ein Einsehen haben und die versteckten Waffen abgeben. Das Problem ist aber, dass es gar keine versteckten Waffen gibt!

Der Großteil der Waren, die wir konsumieren, wird weit entfernt von uns produziert und per Schiff zu uns gebracht. Die Frachtschiff-Industrie hat eine zentrale Rolle in der globalen Ökonomie inne und stellt eine Basis unseres „Zivilisationsmodells“ dar. Die Mechanismen der Frachtschifffahrt bleiben zwar größtenteils im Dunkeln, ihre versteckten Kosten betreffen uns jedoch alle.

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Es ist ein langer Weg von Mali nach Europa: Grenzen überschreiten, Schleuser zahlen, sich vor der Polizei verbergen... Miriam Fassbender hat die zweieinhalb Jahre dauernde Odyssee von Mohamed von Mali bis vor die Tore Europas verfolgt. Wenn sie nicht mitreisen konnte, gab die Regisseurin ihm die Kamera, so dass er selbst seine Geschichte dokumentieren konnte. Auf diese Weise werden Flüchtende als Individuen wahrnehmbar und bekommen die Möglichkeit, für sich selbst zu sprechen. Sie, die in unseren Medien meist nur als anonyme Masse auft auchen, vor der es sich zu schützen gilt.

Sie ist die geheime Religion des modernen Menschen: die Arbeit. Die einen haben zu wenig davon, andere zu viel. Die erste Kennenlern-Frage zwischen Menschen gilt meist dem Beruf. JedeR wird darüber definiert und definiert sich meist selbst damit. Das macht oft krank. Das Potential der Industrialisierung und Rationalisierung wird nicht dafür genutzt, die Menschen zu entlasten, sondern sie unter Druck zu setzen. In philosophischen Interviews und locker-leichten Spielfilmsequenzen setzt sich dieser Dokumentar-Spielfilm auf humorvolle Weise mit dem „Lebenssinn“ Arbeit auseinander.

Lampedusa ist in den letzten Jahren zu einem Symbol für zahlreiche Geflüchtete geworden. In meist viel zu kleinen und kaum seetüchtigen Booten versuchen sie, die nur 130 Kilometer von der afrikanischen Küste gelegene Insel und damit ihr Ziel Europa zu erreichen. Die Fluchtrouten haben sich mittlerweile etwas verschoben, das Thema der „Bootsflüchtlinge“ hat jedoch um nichts an Aktualität verloren. Der Dokumentarfilm „Seefeuer“ porträtiert den Lebensalltag der Bewohner*innen Lampedusas, die tagtäglich Zeug*innen einer der größten humanitären Katastrophen werden.

MinamisÕma, eine kleine Stadt in der Sperrzone um Fukushima, sucht nach dem SuperGAU im AKW nach Normalität. Hauptprotagonist*innen des Films sind ein Teenage-Rocker, ein Umweltaktivist, ein Ingenieur der AKW-Betreiberfirma Tepco und eine Pferdezüchterin. Sie alle versuchen, ihr Leben angesichts des Verlustes ihrer Häuser, ihres sozialen Gefüges und der unsichtbaren Strahlungsgefahr neu zu organisieren. Sie stehen vor der Frage, ob sie bleiben oder gehen sollen.

Laut Wikipedia: "Der Dokumentarfilm schildert, wie die westliche Ernährungsweise aus zuviel tierischem Protein, Fetten, Zucker und industriell verarbeiteten Lebensmitteln zu den typischen degenerativen Erkrankungen wie Herz- und Kreislauferkrankungen, bestimmten Krebserkrankungen, sowie Diabetes Typ II und weiteren Erkrankungen führt. Eine vollwertige, fettarme, pflanzliche Kost aus naturbelassenen Pflanzen, wie Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchten, kann nicht nur viele schwerwiegende Erkrankungen verhindern oder lindern, sondern sogar heilen.

Ein Neonazi und ein Junge mit dunkler Hautfarbe beschreiben eine Wand mit ihren Parolen. Dann geht dem Neonazi die Sprühfarbe aus. Ein alter Mann kommt und vervollständigt das Bild.

2011 wird in Coninassa, einem Vorort von Turin, ein Lager von Roma-Familien von Teilen der Bevölkerung angegriffen. Was verleitete dieAnwohner*innen zu diesem Pogrom? Mit virtuellen Animationenrekonstruiert dieser Kurzfilm den rassistischen Angriff.

Die Investitionen der globalen Immobilienbranche verändern unsere Städte und Lebenswelten massiv. Welche Konflikte und Probleme daraus resultieren und wie Menschen sich dagegen wehren, verfolgt „Global Shopping Village” anhand der Planung und des Baus von Shoppingcentern. Der Film liefert spannende Einblicke in das Denken und die Arbeit von Projektentwickler*innen und in ihre politische Lobbyarbeit. Er macht auf die komplexen, von außen nicht unmittelbar ersichtlichen Verstrickungen mit den internationalen Finanzmärkten aufmerksam.

Godeliève und Florida, zwei ruandische Aktivistinnen, engagieren sich gemeinsam, um die Traumata des Völkermords von 1994 in Ruanda zu überwinden. Sie organisieren Aktivitäten und Trainings für einzelne Frauen, aber auch für ganze Gemeinden. Teilnehmer*innen sind Überlebende der Gewalt ebenso wie Täter*innen. Beharrlich rütteln sie am Tabu der sexualisierten Kriegsgewalt.

Der Film begleitet die in pinkfarbene Saris gekleideten Frauenrechtsaktivis- tinnen der „Gulabi Gang” in die Dörfer des Bundesstaats Uttar Pradesh. Dort kämpfen sie in einer von Patriarchat und polizeilicher Korruption geprägten Atmosphäre für Gerechtigkeit und gegen die Unterdrückung von Frauen und Unberührbaren. So ist es z. B. keine Seltenheit, dass Morde an jung verhei- rateten Frauen vertuscht und gedeckt werden oder Vergewaltigungen unge- ahndet bleiben.

„Don’t fasten your seatbelt“, „Stand up and refuse to sit down“, „Talk to the captain“ – dies sind die besonderen Verhaltensregeln für den Flug, beidem niemand abgeschoben wird...

Der Film zeigt die Herausforderungen, vor denen der Kampf für die Demokratisierung Indonesiens steht. Zwei couragierte Frauen kämpfen für eine echte Teilhabe der verarmten Bevölkerungsmehrheit an der neuen Demokratie. Dafür schlagen sie sich durch das Dickicht von Machtstrukturen und Smogschwaden einer Stadt, die scheinbar aus allen Nähten platzt. Oma Dela, die selber im Slum lebt, und die Akademikerin Wardah Hafidz versuchen, die verarmte Bevölkerung zu aktivieren, die von lokaler Gesetzeswillkür und Gentrifizierung durch globales Kapital bedrängt wird.

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Im Namen des Volkes urteilen sie nicht. Im Gegenteil: Sie tagen hinter verschlossenenTüren. Sie verurteilen Staaten zu Strafen in Milliardenhöhe. Konzerne verklagen mit ihrer Hilfe Regierungen, wenn sie ihre Geschäft e bedroht sehen. Schiedsgerichte gelten vielen als große Bedrohung in den geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA – den Verträgen der EU mit den USA und Kanada. Doch Schiedsgerichtsverfahren sind bereits heute weltweit in tausenden Verträgen verbindlich verankert. Mit welchen Folgen?

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Erstmals beschäftigt sich ein Dokumentarfilm anschaulich mit dem hochaktuellen Themenkomplex der Patente. Im Wettkampf um die globale Marktherrschaft werden Patente längst als strategische Waffen eingesetzt. Technologiekonzerne wie Apple oder Google geben jedes Jahr mehr Geld für Patente aus, als sie in die Entwicklung neuer Produkte investieren. Wer profitiert vom aktuellen Patentrecht und wer trägt die sozialen Konsequenzen?

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Die Wayúu sind eine indigene Gemeinschaft , die in den Wäldern Nordkolumbiens lebt. Ihr Dorf Tamaquito ist bedroht, da sich der Kohletagebau in der nahegelegenen Mine von „El Cerrejón“ immer weiter ausbreitet. Die dort entstandene Mondlandschaft hat bereits ein Ausmaß von 700 Quadratkilometern angenommen und versorgt viele europäische Länder mit preiswerter Steinkohle, um ihnen ein „besseres Leben“ zu ermöglichen. Bevor die Wayúu durch den Kohleabbau bedroht wurden, lebten sie von ihrem Land, das ihnen alles gab, was sie brauchten.

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Koudougou ist die drittgrößte Stadt Burkina Fasos. Dort gab es bis 2001 eine große Textilfabrik. Geschlossen wurde sie im Rahmen von „Strukturanpassungsmaßnahmen“, die Weltbank und Internationaler Währungsfond verordnet hatten. Wenige Jahre zuvor war der Präsident Thomas Sankara durch einen Militärputsch gestürzt worden. Regisseur Michel Zongo, selbst in Koudougou aufgewachsen, interviewt ehemalige Arbeiter und Verwandte und lässt mit Archivaufnahmen die Geschichte der Fabrik lebendig werden.

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Landwirtschaftlich nutzbare Flächen werden weltweit immer knapper und kostbarer. Spätestens seit der Finanzkrise 2008 haben global agierende Investoren genau deshalb die Äcker der Welt als attraktives Geschäftsfeld entdeckt. Ihr „Land Grabbing“ sichert ihnen den Zugriff auf eine der wichtigsten Ressourcen und zerstört dabei die Lebensgrundlagen zahlreicher Kleinbäuer*innen weltweit. Das Filmteam hat zwei Jahre lang die Welt bereist, um Facetten und Folgen dieses modernen Raubzugs mit eindrucksvollen Bildern zu dokumentieren.

Ukraine im Mai 2014: Nach heftigen Auseinandersetzungen mit gewaltbereiten Hooligans des Euromaidans flüchtet sich eine Gruppe von regierungskritischen Aktivist*innen des Anti-Maidan in das Gewerkschaftshaus der ukrainischen Hafenstadt Odessa. Sie verbarrikadieren Fenster und Türen mit allem, was sie in dem Haus finden, um sich vor den Angreifer*innen zu schützen. Als diese anfangen, Molotow-Cocktails auf das Gebäude zu werfen, gerät die Lage völlig außer Kontrolle. Das Gebäude fängt Feuer, mindestens 48Menschen kommen an diesem Tag ums Leben.

Die Energiewende geht weiter. Die Fortsetzung des erfolgreichen Kinofilms „Leben mit der Energiewende". Jetzt in der aktuellen Version 2.2. Neu: Die Novellierung des EEG, ein weiterer Besuch in der energieautarken Wohnsiedlung in Norderstadt und viele weitere Aktualisierungen.   „Leben mit der Energiewende - Der Kinofilm" begeisterte hunderttausende Zuschauer. Ein Film, der für die Energiewende Mut machen sollte und die Widerstände dagegen aufzeigte.   Mit „Leben mit der Energiewende 2 - 100% regenerativ" geht es im Kino mit der Energiewende jetzt weiter.

Vom marokkanischen Berg Gurugu aus hat man einen guten Blick auf die nordafrikanische Mittelmeerküste und die spanische Enklave Melilla. Genau hier werden Afrika und der europäische Kontinent durch eine stark gesicherte Grenze voneinander getrennt, die aus drei hintereinander gereihten, meterhohen Zäunen besteht. In den umliegenden Wäldern leben Geflüchtete, die meist aus der Subsahara-Region kommen. Sie warten auf einen geeigneten Zeitpunkt, um die Grenze zu überqueren.

Auf der Flucht vor sozialer und politischer Instabilität in ihren Heimatländern wandern viele Lateinamerikaner*innen nach Großbritannien aus. Sie suchen nach Arbeitsmöglichkeiten und einem sicheren Umfeld, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Vor Ort sehen sie sich mit Diskriminierung, Ausbeutung und sozialer „Unsichtbarkeit“ konfrontiert.

Hunderte Menschen in Zentralamerika verlassen täglich unter lebensbedrohlichen Bedingungen ihre Heimat, um in den USA ein besseres Leben zu suchen. Ihr Weg führt sie auf einer Strecke von mehreren tausend Kilometern durch Mexiko. Der Trip dauert oft mehrere Wochen und gilt als eine der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt.

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Was passiert mit Europa im Namen der Troika? Hohe Beamt*innen aus den drei Institutionen Internationaler Währungsfonds, Europäische Zentralbank und Europäische Kommission – der sogenannten Troika – agieren ohne parlamentarische Legitimation und Kontrolle. Trotzdem zwingen sie Staaten zu Sparmaßnahmen, die das soziale Gefüge gefährden und tief in das Leben von Millionen Menschen eingreifen. Harald Schumann reist nach Irland, Griechenland, Portugal, Zypern, Brüssel und in die USA und befragt Minister*innen, Ökonom*innen, Anwält*innen, Banker*innen und Betroffene.

Landbesetzungen haben in Spanien eine lange Tradition und erleben in den letzten zehn Jahren einen gewaltigen Aufschwung. Während im Norden des Landes Menschen aus der städtischen BesetzerInnenszene verlassene Dörfer besetzen, um eine Lebensalternative zu schaffen und sich den Zwängen des Lohnarbeitsystems zu entziehen, ist es in Andalusien vor allem die Landbevölkerung selbst, die Großgrundbesitz besetzt und in selbstverwaltete Bauernhöfe oder Kooperativen verwandelt.

Matinée mit Bio-Akteuren aus der Region

"Der Film „Mattis & die Milch“ vermittelt kindgerecht Einblick in das Leben von „Milch“kühen und in die Produktion von Kuhmilch als Nahrungsmittel für den Menschen.Das Kalb Mattis wurde im August 2011 auf Hof Butenland geboren. Die ersten Monate seines jungen Lebens wurden von den Betreibern des Tierschutzhofes intensiv mit der Kamera begleitet. Karin Mück und Jan Gerdes haben uns dieses Filmmaterial freundlicherweise zur Verfügung gestellt und somit das Projekt „Mattis & die Milch“ überhaupt erst möglich gemacht.

Kaum irgendwohin sonst fließen pro Kopf gerechnet solch hohe Summen an Hilfsgeldern wie nach Palästina. Die EU ist dabei der größte Geber. Der Zweck ist die Unterstützung beim Aufbau eines unabhängigen demokratischen Staates Palästina, der Seite an Seite und in Frieden mit Israel existieren soll. Das wird seit 1993 in tausenden Dokumenten immer wieder herausgestellt. Doch die Bilanz nach 20 Jahren ist desaströs: Ein Staat Palästina ist ferner denn je und die wirtschaftliche Situation ist prekär.

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Hunderttausend Inder*innen, Landlose und Ureinwohner*innen – die Adivasi – unterwegs zu Fuß. Ihr Weg ist ein Protestmarsch, der sie von Gwalior ins 400 Kilometer entfernte Delhi führt. Sie sind aus dem ganzen Land angereist, um gemeinsam für eine Existenz in Würde zu kämpfen und von der Regierung eine Landreform einzufordern. Der im großen Stil betriebene Abbau von Bodenschätzen, das Anlegen immenser Plantagen und mächtige Infrastrukturprojekte haben dazu geführt, dass sie vertrieben und ihrer Lebensgrundlage beraubt wurden – und werden.

Im August 2012 begannen die Bergarbeiter einer der größten Platin-Minen in Südafrika für bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen zu streiken. Sie stellten sich dem mächtigen Bergbauunternehmen Lonmin Mining Company entgegen und besetzten das Minengelände in Marikana. Nach sechs Tagen Arbeitskampf wurde der Streik durch ein grauenhaft es Massaker von der Polizei beendet. 34 Streikende wurden erschossen und mehr als 100 von ihnen verletzt.

„Money in Minutes“ erzählt von einem wenig beachteten Aspekt der Globalisierung, der internationalen Arbeitsmigration als Profitquelle von Finanzunternehmen, die sich auf den Transfer von Bargeld spezialisiert haben. Die größten unter ihnen sind die US-Firmen Western Union und MoneyGram. Für viele Migrant*innen ist es Alltag: der Transfer von Bargeld in ihre Herkunftsländer, vor allem, um dort Angehörige zu unterstützen. Die Weltbank schätzt die Höhe der Rücküberweisungen von Migrant*innen insgesamt auf jährlich ca. 420 Mrd. Dollar.

 Ein Klassiker unter den Doku-Filmen entstanden in den Jahren 1968-1971 in den USA und in Jugoslawien. Er gewann unter anderem den Luis Bunuel Filmpreis 1971. Der Film kommt im Original Ton Format und ist teilweise englisch untertitelt.

Ngutu arbeitet erfolglos als Zeitungsverkäufer auf der Straße. Verärgert über seine Situation beginnt er das Verhalten der Passanten gründlich zu beobachten, in der Hoffnung doch noch seine Zeitungen verkaufen zu können.

Der Fischer Toni erzählt von der Rettung und der Ankunft vonBootsflüchtlingen auf seiner Insel: Lampedusa. Unterstrichen vonAnimationen rüttelt Tonis Zeugnis an unserer Wahrnehmung von Migration.

Dieser Film ist spannender Reisebericht und Dokumentation utopischer Praxis, eine Entdeckungsreise auf der Suche nach postkapitalistischen Lebensformen. Vom illegalen Klima-Camp in England bis zum von Punks besetzten Weiler in den Cevennen, von der selbst verwalteten anarchistischen Schule in Spanien bis zur besetzten Fabrik in Serbien, über die Freie-Liebe-Kommune in einer alten ostdeutschen Stasi-Basis und so weiter – die FilmemacherInnen haben in den Breschen und Lücken der Gegenwart sehr lebendige Utopien gefunden. Ein poetisches Roadmovie aus der Zukunft.

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Das globale Bevölkerungswachstum gilt als eine der größten Herausforderungen, denen sich die Menschheit im 21. Jahrhundert gegenübersieht. Über sieben Milliarden Menschen sind gegenwärtig auf unserem Planeten zu Hause. Täglich hören wir von schwindenden Ressourcen, giftigen Müllbergen, Hunger und Klimawandel, die mit dem Problem der Überbevölkerung in einen direkten Zusammenhang gesetzt werden. Nach dem großen Kinoerfolg von „Plastic Planet” reist der neugierige Dokumentarfilmer Werner Boote rund um den Globus und untersucht das Phänomen der Überbevölkerung.

Der Anbau von Soja, fast immer gentechnisch verändert, boomt in Südamerika. Es ist der billige Rohstoff für die industrielle Fleischproduktion in Europa und Asien. Der Film beschreibt eindringlich, welche Auswirkungen das für die KleinbäuerInnen Paraguays hat. Fruchtbares Land fällt dem Landgrabbing zum Opfer, der massive Einsatz von Herbiziden bedroht die Menschen und zerstört das ökologische Gleichgewicht. Der Film dokumentiert den Widerstand der KleinbäuerInnen und ihren Existenzkampf.

Dieser komplett von Indigenen produzierte Film dokumentiert den Widerstand der Arhuco, Kogi und Wiwa im Norden Kolumbiens gegen multinationale Unternehmen, Paramilitärs und die Guerrilla sowie deren zerstörerische Eingriffe in die Natur der Gebiete ihrer Ahnen. Die Schwarze Linie ist eine traditionelle Grenze aus Erdhügeln für rituelle Zeremonien, Übergang von der sichtbaren zur unsichtbaren Welt. Der Film wirft auch ein Schlaglicht auf die Betrachtungsweisen externer DokumentarfilmerInnen.

Am 30. und 31. Oktober 2014 kommt es zu einem Aufstand in Burkina Faso, der den Sturz des Regimes von Blaise Compaoré nach sich zieht. Im Film blicken unterschiedliche Protagonist*innen des politischen Aufstandes zurück und schildern die Hintergründe. Frauen, Männer und vor allem Jugendliche haben sich ohne Waffen zu einem „Nein“ gegen ein diktatorisches und militarisiertes Regime erhoben.

In den englischen Medien und im politischen Diskurs wurden die England-Riots 2011 übereinstimmend als Ausschreitungen von kriminellen Jugendlichen verhandelt und es wurde nach einer schnellen und kompromisslosen Wiederherstellung von Recht und Ordnung gerufen. Viele Beteiligte wurden in Schnellverfahren zu hohen Strafen verurteilt.

Das indische Mädchen Rupa ist 15 Jahre alt, als sie nachts Opfer eines Säureattentats wird. Es vergehen Stunden, bevor sie im Krankenhaus in Neu-Delhi medizinisch versorgt wird. Anderthalb Jahre und rund ein Dutzend Operationen später erschrickt Rupa vor ihrem eigenen Spiegelbild. Der Säureangriff hat sichtbare Narben in ihrem Gesicht hinterlassen. Zufällig erfährt sie von der Kampagne „Stop Acid Attacks“ und schließt sich dieser an.

Nach einer Demonstration gegen das politische Regime Erdo ̆gans verstecktAsli einen Aktivisten in ihrer Arbeitsstelle. Ihre Entscheidung wirkt sichschnell auf das Leben ihrer Familie aus.

Das Bajo Aguán-Tal in Honduras ist seit Jahren Schauplatz einer der blutigsten Landkonflikte in Lateinamerika. Der Film beleuchtet die Hintergründe. Der Boom der Agrospritproduktion führt zu steigender Nachfrage nach Palmöl. Daher versuchen die Großgrundbesitzer im Bajo Aguán ihre Plantagen auszuweiten, auf Kosten der KleinbäuerInnen. Diese wehren sich gegen die Vertreibungen durch private Sicherheitsfirmen, Polizei und Militär. Seit dem Putsch 2009 in Honduras wurden 57 KleinbäuerInnen und UnterstützerInnen ermordet. Keiner der Morde wurde bisher aufgeklärt.

"Am 1. Januar 1994 trat das Freihandelsabkommen NAFTA in Kraft, welches den schrittweisen Abbau der Zölle auf Waren und Dienstleistungen zwischen Mexiko, den USA und Kanada garantiert. Für Mexiko sollte so der Weg vom Entwicklungsland zum Industriestaat geebnet, Arbeitsplätze geschaffen und die Armut reduziert werden. Aber zehn Jahre danach sieht die Realität dramatisch anders aus." Quelle: arte.de

 Emely Stolle und Matthias Zinke waren ein halbes Jahr mit Fahrrädern und Auto in Europa unterwegs und haben u.a. Solidarische-Landwirtschafts-Initiativen (SoLaWi) besucht. Die Erfahrungen, die sie dort gesammelt haben, wollen sie nun in die Solidarische Landwirtschaft der Familie Zinke in Braunfels-Neukirchen einfließen lassen.2014 wurden auf deren Hof zum ersten Mal Gemüseanteile auf Probe vergeben.

Still war es noch nie im Ozean. Denn Geräusche sind wesentlich für das Überleben und Gedeihen maritimen Lebens. Aber menschengemachter Lärm bedroht diese empfindliche Welt. Der Lärm der Schifffahrt, militärische Schallexperimente, Erkundungsexplosionen usw. versetzen Wale und andere Meerestiere in Dauerstress, der immer wieder in Massenstrandungen und oft tödlich endet. Der Film zeigt überwältigende Aufnahmen der Meereswelt und nimmt uns mit unter die Wasseroberfläche, um die schädlichen Auswirkungen der Lärmverschmutzung in den Meeren zu dokumentieren.

Viele Eritreer*innen befinden sich auf der Flucht vor der Militärdiktatur in ihrem Heimatland in Richtung Israel. Beim Passieren der ägyptischen Sinai-Wüste wurden zwischen 2009 und 2013 Zehntausende von ihnen durch Beduinen-Banden gefangen genommen und in Lager gebracht, wo sie gefoltert und vergewaltigt wurden, um die Familien der Geiseln mit immensen Lösegeldforderungen zu erpressen. Der Film begleitet die eritreische, in Schweden lebende Journalistin Meron Estefanos.

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Was jetzt Massenware ist, erforderte einst nicht nur Kunstfertigkeit, sondern vor allem: Zeit. Die industrielle Verfertigung treibt kuriose Blüten: Sushi-am-Stiel in New York, Fast-Sushi in Warschau oder abgepackt beim Imbiss um die Ecke – es entstand ein Lifestyle, der fatale ökologische Konsequenzen hat. Im Zentrum des Geschehens: der Thunfisch, einer der kostbarsten Fische der Welt. Aber auch die wohl empfindlichste Stelle des Ökosystems Ozean.

„Adressat unbekannt“ ist der Briefwechsel zweier Freunde, die während des NS-Regimes nach gemeinsamer Zeit nun in unterschiedlichen Ländern leben und daraus eine jeweils eigene Haltung entwickeln. Die lokale Anbindung erfolgt durch das Zusammenspiel mit den Tagebüchern von Friedrich Kellner, der die Auswirkungen des Dritten Reiches auf die Region akribisch dokumentierte.
Die Inszenierung ist eine Lesung mit Collage aus Elementen der Theatergruppe ETPtete aus der Produktion „Angst“ von 2012. Daraus entsteht eine intensive, alle Sinne ansprechende Darstellung für den Zuschauer.

 Diese Dokumentation zeigt das Wesen, die Entwicklung und Auswirkungen sowie die Zukunftsformen von Konzernen auf , die wie nichts anderes heutzutage der allgegenwärtige Machtfaktor geworden zu sein scheint, so wie früher Kirche, Monarchie oder Politik. Rechtslagen, Aufgaben und Interessen, die nicht dem Allgemeinwohl unterstehen, werden erklärt. Ein bemerkenswert interessanter Film von fast 2,5 Std. Länge.  WINNER OF 26 INTERNATIONAL AWARDS!

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Am 20. April 2010 explodierte die Deepwater Horizon Öl-Plattform im Golf von Mexiko. Eine der schwersten Umweltkatastrophen dieser Art in der Geschichte war die Folge. Über 780 Millionen Liter Erdöl gelangten ins Meer mit verheerenden Folgen für Mensch und Natur. Elf Mitarbeiter der Plattform kamen bei der Explosion ums Leben, weitere wurden verletzt. Der Film dokumentiert die Auswirkungen der Katastrophe auf das Ökosystem und zeigt die Veränderungen für den Alltag der lokalen Bevölkerung und für die in der Fischereiwirtschaft Arbeitenden auf.

1965 wurden in Indonesien in staatlich organisierten Massakern Gewerkschaftsmitglieder, Intellektuelle, ethnische Chines*innen und landloseBäuer*innen beschuldigt, Kommunist*innen zu sein, und verhaftet oder direkt ermordet. Die Täter*innen wurden für ihre Verbrechen nie zur Rechenschaft gezogen. Im Gegenteil: Sie werden für ihre Taten bis heute gefeiert.Über ihren absoluten Mangel an Unrechtsbewusstsein drehte Regisseur Joshua Oppenheimer bereits den Dokumentarfilm „The Act of Killing“. In seinemneuen Film geht es um die Opfer.

Staatsoberhäupter, die stur und brutal an ihrer Macht festhalten, sind für viele Länder Afrikas ein großes Problem – und dementsprechend verhasst. Als Senegals Präsident Wade 2011 erneut kandidieren wollte, formierte sich daher breiter Widerstand. Kurz nachdem sich die Bewegung „Y’en a marre“ („Wir haben die Schnauze voll“) gegründet hatte, unter ihnen auch die beiden Rapper Thiat und Kilifeu, begann die Filmemacherin Rama Thiaw, die Ereignisse zu dokumentieren. Über mehrere Jahre begleitete sie Meetings, Kampagnen, Konzerte, Reisen, Verhaftungen, Erschöpfungszustände.

Mit drastischer Offenheit dokumentiert „The Storm Makers” den massiven Menschenhandel in Kambodscha, der immer wieder aufs Neue von Armut, Verzweiflung und Gier angetrieben wird. Mehr als eine halbe Million Kambodschaner*innen arbeiten im Ausland, ein Drittel wurde als Sklav*innen in Länder wie Malaysia, Thailand oder Taiwan verkauft. Der Großteil von ihnen sind Frauen. Der Film zeigt das Beispiel von Aya, die, in einem kleinen Dorf aufgewachsen, mit 16 als Hausmädchen nach Malaysia verkauft worden war.

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Dies ist eine Geschichte über Kleidung. Über die Kleidung, die wir tragen, die Menschen, die sie machen und die weltweiten Auswirkungen der Industrie, welche sie herstellt. Die Preise für Kleidung sinken seit Jahrzehnten, während die Kosten für Mensch und Umwelt dramatisch steigen. Wo wird die Kleidung hergestellt, welche Arbeitsbedingungen herrschen dort, was passiert in den Ländern, in denen riesige Wassermengen für die Baumwolle benötigt wird, während die Menschen verdursten? Die Ausbeutung von Mensch und Natur, die hinter den Preisen steckt, ist erschreckend.

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Sie sind Ikonen der Protestbewegung in den USA: Die berüchtigten Aktivisten The Yes Men (Mike Bonanno und Andy Bichlbaum) inszenieren seit 15 Jahren unterhaltsame, aber vor allem provokative Aktionen. Sie stellen Konzerne, Lobbygruppen oder Regierungen bloß, um aufzurütteln und aufzudecken. In schicken Secondhand-Anzügen und mit wenig Schamgefühl schleusen sie sich in Business-Events und Regierungsfunktionen ein, um auf die negativen Folgen der Globalisierung und der „Geiz-ist-geil“-Kultur hinzuweisen.

Seit März 2011 herrscht ein erbitterter Krieg in Syrien. Weit über vier Millionen Menschen haben bereits das Land verlassen, mehr als die Hälfte der Flüchtenden sind Kinder. „This is Exile“ verleiht auf einfühlsame Weise syrischen Kindern, die in libanesischen Camps Zuflucht gefunden haben, eine Stimme. Über ein Jahr hinweg hat der Filmemacher die Kinder begleitet. Sie erzählen von Erniedrigung und Trauma, vom Verlust der Heimat und ihrem Wunsch nach Vergeltung, von der Sorge um die Eltern und zu frühem Erwachsenwerden.

Beim Referendum im Juli 2015 sagten die Menschen in Griechenland mit überwältigender Mehrheit „Nein – OXI“ zur Fortsetzung der europäischen Verarmungspolitik. Nur eine Woche später wurde die Syriza-Regierung von den europäischen Eliten gezwungen, genau diese abgelehnte Politik fortzuführen. Viele sprachen von „mentalem waterboarding“, dem Alexis Tsipras in dieser Nacht ausgesetzt worden sei.

Filmplakat

Knast und Zwangspsychiatrie sind die härtesten Unterdrückungsformen des Staates und die letzte Drohung der Verhaltensnormierung. Daher ist die Auseinandersetzung mit ihren Strukturen, Wirkungsweisen und Zielen ein wichtiges Feld der Kritik von Herrschaft. Aus der Züricher Zeitung: "Mit «Thorberg» dokumentiert Dieter Fahrer eingehend Alltag und Psychologie eines Gefängnisses ...

Ein ermutigender Film über mögliche Lösungen, den globalen ökologischen Kollaps aufzuhalten. Mit der Absicht, danach zu suchen, machen sich die Schauspielerin Mélanie Laurent und der französische Aktivist Cyril Dion in zehn Länder auf. Dort besuchen sie Organisationen, Wissenschaftler*innen, Landwirt*innen und Umweltschützer*innen. Sie wollen Antworten auf die Frage erhalten, wie die Energiewende und der Umweltschutz in Zukunft umgesetzt werden können.

Die beiden Roma Kefaet und Selami, zwei Brüder und Rapper, die in Essen als Asylbewerber aufgewachsen sind, werden im März 2010 in den Kosovo abgeschoben. Sie kommen, getrennt von ihrer Familie, in ein Land, das ihnen vollkommen unbekannt ist. Dort fühlen sie sich wie Touristen und treffen auf bislang unbekannte Verwandte. Statt Hilfe und Unterstützung erfahren sie nur Ablehnung. Es beginnt eine Odyssee durch den Behördendschungel, die geprägt ist von immer neuen Hoffnungen und Enttäuschungen. Ihre Ausreiseanträge werden regelmäßig ohne Begründung abgelehnt.

Urmila Chaudhary lebt im Süden Nepals und ist sechs Jahre alt, als sie von ihren Eltern als „Kamalari“, eine Haushaltssklavin, in die Hauptstadt verkauft wird. Erst 12 Jahre später gelingt ihre Befreiung. Mit der eigenen Freiheit gibt sich Urmila aber nicht zufrieden.

Sie leben oft seit Jahren in der Schweiz, haben sich integriert, Familien gegründet, arbeiten und zahlen Steuern. Und dennoch können sie ohne Vorwarnung monatelang inhaftiert werden, bevor sie mit dem „Vol spécial“, dem Ausschaffungsflug, abgeschoben werden – denn sie sind MigrantInnen ohne reguläre Papiere. Jedes Jahr trifft es Tausende von ihnen. Der Film portraitiert Menschen im Abschiebegefängnis Frambois in Genf: Gefangene zwischen Hoffnung und Angst, und Aufseher, die sich um Mitmenschlichkeit bemühen. Doch am Ende bleibt meist tiefe Verzweiflung.

Wie können Menschen von der Produktion von Waffen leben, die zum Töten anderer Menschen dienen? Um diese Frage zu beantworten, besucht der Regisseur den schwäbischen Ort Oberndorf, wo gleich mehrere Firmen Waffen produzieren. Er begleitet einen kritisch eingestellten OB-Kandidaten im Wahlkampf und zeichnet ein vielschichtiges Bild der Bevölkerung.

Im Supermarkt. Ein Mann steht vor der Qual der Wahl. Eine Metapherunserer Konsumgesellschaft, der Pluralisierung und Demokratie?

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In der Europäischen Union werden jedes Jahr pro Person durchschnittlich 179 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen. Das Europäische Parlament hat das Jahr 2014 zum „Europäischen Jahr gegen Lebensmittelverschwendung“ ernannt. Ein wichtiges Thema, das uns alle angeht: von Privathaushalten über Supermärkte und Restaurants bis hin zu den Lebensmittelhersteller*innen. „Wastecooking“ ist ein unterhaltsames Roadmovie. David Groß, Lebensmittelaktivist und Koch, reist durch fünf europäische Länder, um all jenes kulinarisch zu recyceln, was sonst an Essbarem vergeudet wird.

Weniger ist mehr - Bild

Film "Weniger ist mehr"Die Grenzen des Wachstums und das bessere Leben Die Matinée beginnt mit der Filmvorführung von "Weniger ist mehr": Kann es Wohlstand ohne Wirtschaftswachstum geben? Die Filmemacherin Karin de Miguel unternimmt einen Selbstversuch und fragt: "Was muss ich ändern, damit mein Lebensstil zukunftsfähig ist? Und worauf kann ich verzichten ohne Verlust an Lebensqualität?" Auf ihrer Reise durch Europa besucht sie Menschen, Initiativen und Unternehmen, die erkannt haben, dass Wirtschaftswachstum nicht das Maß aller Dinge ist und sich auf Solidarität besinnen.

Ein Animationsfilm der leicht verständlich die Grundlagen der Funktionen unseres Geldsystems und die Rolle der Banken erklärt.Die Animation von Max Bock erklärt leicht verständlich die Grundlagen der Funktion unseres Geldsystems und die Rolle der Banken. Diese humorvolle Zeichentrick Animation ist keineswegs ein Kinderfilm und steigert langsam und stetig den Anspruch. Wer diese Dokumentation verstanden hat versteht unser Geldsystem und dem dämmern dann auch die Gründe für die heutige Finanzkrise.Standard-YouTube-Lizenz

Am 14. April 2010 wurde das Rückübernahmeabkommen zwischen Deutschland und Kosovo unterzeichnet. Seitdem fanden zunehmend Abschiebungen von aus dem Kosovo stammenden Roma statt. In den Flugzeugen saßen Menschen, die meistens seit über zehn Jahren in Deutschland lebten und nun im Kosovo ihre Heimat finden sollten. Der Film ermöglicht einen Einblick in das Leben abgeschobener Roma im Kosovo und solchen, die in Deutschland von der Abschiebung bedroht sind.

Sonntagabend im winterlichen Deutschland. Im Fernsehen die üblichenNachrichten über die Flüchtlingskrise. Ein Paar bereitet sich gerade aufeinen gemütlichen Fernsehabend vor, als es plötzlich an der Tür klingelt ...

Bei Auswahl, Motivation und Training der MitarbeiterInnen wird nichts dem Zufall überlassen. Selbst­optimierung steht auf dem Programm und der globalisierte Druck auf die Unternehmensleitungen fordert immer mehr Tugenden einer Unternehmensführung auch von den einzelnen MitarbeiterInnen. Die idealen MitarbeiterInnen haben ihren Job und das Unternehmensziel und -wohl ständig im Sinn. Der Film heftet sich an die Fersen einer High-Tech-Arbeiterschaft, die hochmobil und leidenschaftlich ihre Arbeit zum Leben machen soll.

Wie arbeitet die Welt? Dieser Frage geht der Film am Beispiel des Hausbauens nach. Er stellt Beispiele aus der ganzen Welt gegenüber. Das hochindustrielle Europa, das traditionelle Afrika oder das frühindustrielle Indien: Alle haben die kleinste Materialeinheit, den Ziegelstein, gemeinsam. Doch sind, begonnen bei der Ziegelsteinherstellung, Aussehen, Vorgehensweise, Umsetzung und Ergebnis sehr unterschiedlich. In sechzig Minuten werden zwanzig Einheiten gezeigt und ohne Kommentar in den Raum gestellt.